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Endlich: Rettung für den Europa-Brunnen

Nach Rundschau-Bericht: OB genehmigt Europabrunnen-Projekt

Jakob Friedl kann nach fünfmonatiger Vorbereitungszeit nun mit der Arbeit beginnen. Foto: Wagner

Nach fünf Monaten Vorbereitung hat der Student Jakob Friedl mit befreundeten Kommilitonen nun die Genehmigung, den Schandfleck in der Maximilianstraße zu nutzen.

Von Mathias Wagner

Regensburg. „Für dieses Jahr geht alles klar. Das nächste Jahr würde ich gerne auch weitermachen. Schließlich plane ich schon seit fünf Monaten und es kann dauern, bis das Projekt dann richtig zündet.“ Jakob Friedl denkt schon an eine Verlängerung des Kunstprojekts, das er gemeinsam mit befreundeten Kunststudenten plant.

Gerade erst bekam er eine E-Mail aus dem Tiefbauamt, in dem dessen Leiter Alfons Swaczyna ihm bestätigt, dass die Studenten das Okay vom Oberbürgermeister Hans Schaidinger für dieses Jahr bekommen werden. Ein schriftlicher Bescheid soll bald im Briefkasten des Akademie-Studenten landen. Der Artikel in der Rundschau war somit für Jakob Friedl ein Türöffner bei der Projektvorstellung bei REWAG-Kulturstiftung und dem Tiefbauamt.

Der Betonsockel, der seit einiger Zeit mit Holzbrettern zugenagelt ist, wartet noch immer auf die Umsetzung eines Europabrunnens, der bislang vonseiten der Stadt nicht finanziert werden konnte.

In mehreren Phasen wollen die Studenten den Brunnensockel künstlerisch erlebbar machen. Verschiedene Projekte wie eine interaktive Röhre, die mit Passanten spricht sowie Konzerte und Performances sind für die kommenden Monate geplant.

Wann das Kunstprojekt startet, ist noch unklar. „Ich gehe davon aus, dass wir Anfang Juni oder spätestens Mitte Juni eine Eröffnungsparty feiern können“, sieht Jakob Friedl voraus.

Bis dahin geht er auf Sponsorensuche. Von der Kulturstiftung der REWAG erhalten die Studenten 1000 Euro, die Altstadtkaufleute geben 500 Euro dazu. Davon werden die Materialkosten beglichen. Die Künstler selbst arbeiten ehrenamtlich.

Darunter sind neben Jakob Friedl, der an der Akademie der bildenden Künste in Nürnberg „Kunst und öffentlicher Raum“ studiert auch die Malerin Ulrike Hild, der Tontechniker und Programmierer Thomas Stein, die Diplom-Bildhauerin Veronika Schneider und viele weitere Regensburger Kulturschaffende beteiligt. Gemeinsam gründen die Künstler am kommenden Wochenende bei der „Subversivmesse“ in der Kulturhauptstadt Linz einen Verein, den „Förderverein für unter- und überirdische Urbanismus-Forschung“.

Ende des Monats wird dann die Arbeit am Europabrunnen beginnen, so Friedl. „Wir werden die Verschalung öffnen und eine Klappe nach unten einbauen.“ Wichtig ist auch noch, den drei Meter tiefen Rohbau vor Vandalismus zu sichern. Dafür bauen die Studenten Kästen ein, damit sichergestellt wird, dass zum Beispiel keine brennenden Zigaretten in das Brunnenbecken fallen können. Außerdem hat Friedl festgestellt, dass der Brunnendeckel nicht dicht ist und Wasser in das Becken eindringt. Womit die Studenten arbeiten wollen: „Mit dem Regen wollen wir uns auch künstlerisch auseinandersetzen.“

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