Bevölkerungsstatistik:
Südostbayern wächst – und wird älter

19.06.2024 | Stand 19.06.2024, 20:21 Uhr |

• In der Oberpfalz bilden die Landkreise Regensburg und Tirschenreuth die beiden Pole der Bevölkerungsentwicklung ab. Der Landkreis Regensburg soll um 9,2 Prozent wachsen, Tirschenreuth soll 2045 dagegen 7,1 Prozent weniger Einwohner haben als 2021. Dem Landkreis Cham wird die stärkste Alterung vorhergesagt. Der Anteil von über 67-Jährigen an der Gesamtbevölkerung soll um 5,3 Prozentpunkte ansteigen – 2045 wären dann also 24,8 Prozent in Cham älter als 67. In Regensburg lebt in Zukunft die jüngste Bevölkerung der Oberpfalz. Für die Universitätsstadt wird vorhergesagt, dass der Anteil der über 67-Jährigen auch nur von 15,5 auf 16,6 Prozent steigen wird.

• In Oberbayern hängen die Prognosen vor allem von der räumlichen Nähe zu München ab. 13,5 Prozent mehr Menschen sollen 2045 in der Metropole leben und es sollen weniger über 67 Jahre alt sein als heute. Für München sagen die Demografen also ein niedrigeres Durchschnittsalter voraus – ein Alleinstellungsmerkmal in Oberbayern. Am stärksten wachsen soll der Landkreis Ebersberg, mit 15,2 Prozent mehr Einwohnern. Damit steht Ebersberg deutschlandweit an zweiter Stelle – nur Potsdam soll noch stärker wachsen. Oberbayerns Wachstumspotenzial wird generell als sehr stark eingeschätzt – kein Landkreis dort soll schrumpfen. Das geringste Wachstum vermuten die Forscher für Garmisch-Partenkirchen mit nur 6,4 Prozent. Der größte Anstieg von älteren Bewohnern wird Landsberg am Lech vorhergesagt. 2045 sollen dort 23,3 Prozent der Bevölkerung über 67 Jahre alt sein, 2021 waren es 18,3 Prozent.

• Die Prognosen für Niederbayern sehen ebenfalls Wachstum und eine umgedrehte Alterspyramide. Schrumpfen soll die Bevölkerung in den Kreisen Freyung-Grafenau (um 0,1 Prozent) und in Regen (um 3,6 Prozent). Stadt und Landkreis Landshut sollen am stärksten wachsen – um 13,8 und 13 Prozent. Landshut steht deutschlandweit an dritter Stelle. Freyung-Grafenau stellt bei der Altersverteilung einen Rekord für alle drei Regierungsbezirke auf: Der Anteil von über 67-Jährigen soll 2045 bei 26,4 Prozent liegen, 2021 waren es noch 20 Prozent. In der Stadt Straubing soll der Anteil dieser Gruppe dagegen nur von 19,4 auf 20 Prozent ansteigen – die geringste Zunahme in Niederbayern.