Analyse der Stiftung Warentest
Vollautomat, Kapselmaschine oder Filter: Wie wird der Kaffee gut und günstig?

23.11.2023 | Stand 27.11.2023, 10:25 Uhr

Egal ob schwarz, mit Milch oder als Cappuccino: Kaffee ist der beliebteste Wachmacher der Deutschen. − Symbolbild: Imago

Kaffee ist Deutschlands beliebtester Wachmacher. Doch die Zubereitungsmethode beeinflusst das Ergebnis nicht nur geschmacklich, sondern auch finanziell. Kapselsystem, Vollautomat oder klassisch per Filter oder French Press? Was lohnt sich für wen? Das hat die Stiftung Warentest durchgerechnet.



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Duftender, aromatischer Kaffee ist für viele zum Start in den Tag unverzichtbar. Doch welche Zubereitungsart ist die kostengünstigste? Das kommt laut Stiftung Warentest auch darauf an, wie viel Kaffee man trinkt.



Vollautomaten: Teure Anschaffung, günstiger Genuss



Vollautomaten erfordern eine höhere Anfangsinvestition (durchschnittlich etwa 700 Euro). Während für Wenigtrinker mit einem Konsum von 3000 Tassen – bezogen auf eine angenommene Lebensdauer der Maschine von acht Jahren – der Preis pro Tasse bei 39 Cent liegt, sinken bei häufigem Gebrauch die Kosten pro Tasse deutlich.

Für Vieltrinker, die in dem Zeitraum etwa 20.000 Tassen trinken, fällt der Analyse zufolge der Preis pro Tasse auf 19 Cent.

Bezüglich Anschaffung können sich Black Friday Angebote lohnen. Doch dabei gibt es einiges zu beachten – denn manche Händler tricksen etwa mit der UVP.

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Filterkaffee und French Press: Einfach und preiswert



Die klassischen Methoden der Kaffeezubereitung, wie Filterkaffee und French Press, erweisen sich als besonders kosteneffizient.

Die Anschaffungskosten für diese Geräte sind vergleichsweise niedrig. Zusammen mit dem Einsatz herkömmlichen Röstkaffeepulvers ergibt sich für Vieltrinker unterm Strich eine Summe von 9 Cent pro Tasse.

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Kapselmaschinen: Bequem, aber teuer



Kapselmaschinen bieten zwar Bequemlichkeit, sind aber in der Langzeitbetrachtung teurer. Bei 20.000 Tassen Kaffee kostet die Tasse etwa 33 Cent. Die Kapsel macht dabei mit 31 Cent den allergrößten Kostenanteil aus.

Eine Alternative bieten nachfüllbare Kapseln, die den Preis pro Tasse auf das Niveau einer French Press senken können, so die Berechnungen der Tester. Das gelte auch für Mehrweg-Pads in Pad-Geräten.

Wie fallen die Energie- und Wasserkosten ins Gewicht?



Die Energiekosten pro Tasse fielen bei allen Zubereitungsarten mit einem Cent oder weniger kaum ins Gewicht. Auch die Kosten für Wasser sind minimal. Die Hauptkostenfaktoren sind demnach das Gerät selbst und das Kaffeepulver beziehungsweise die -bohnen.

Die Warentester verglichen die Gesamtkosten für fünf Methoden der Kaffeezubereitung: Filterkaffeemaschine, French Press (Pressstempelkanne), Kaffeevollautomat, Kapsel- und Padmaschine. Sie gingen dabei davon aus, dass die Zubereitungsgeräte acht Jahre durchhalten. Neben Anschaffungs- und Kaffeepreisen wurden auch die Kosten für Energie, Wasser und Wartung einkalkuliert. Unterschieden wurde in der Nutzung zwischen Viel- und Wenigtrinkern.

− dpa