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Montag, 16. Juli 2018 29° 8

Gillamoos

Rede von Wolfgang Krebs

Der Kabarettist Wolfgang Krebs ist seit 2007 nun bereits zum sechsten Mal in Abensberg auf dem Gillamoos.

Merkel:

So, vielen Dank liebe Flugbereitschaft, mal wieder heil gelandet trotz starker Turbulenzen… Wo ist jetzt wieder der Pofalla, kann mir mal einer den Pofalla herholen?

Der soll mir noch mal eben sagen wo wir jetzt genau sind in diesem Bayern. Was? Abensberg, achso, danke. Genau, das war ja dieser Gillá-mos.

Moment, da hat mir der Pofalla was aufgeschrieben: „Volksfest, Jahrmarkt, Fahrgeschäfte, Verkauf von Klein- und Nutzvieh“. Klein- und Nutzvieh gibt’s in Berlin auch, da heißt das FDP, hehe.

Gillamoos. Achso, ja, das war das, weswegen der Horst neulich angerufen hat.

Hab ich mir gemerkt, weils in den letzten zwei Jahren der erste Anruf war, in dem der Horst nicht mit Koalitionsbruch gedroht hat. Handzahm isser gewesen, der Horst. Fast so wie der Röttgen nach der NRW-Wahl. Und ich sollt ihm helfen, hat er gesagt. Und seine Stimme war auch nicht so laut wie sonst, mehr so wispernd.

Der Horst hat gefragt, ob ich ihm hier bei diesem Gillamoos helfen könnt. Weil er im Wahlkampf ist, und sein Gegenkandidat Ude für die Sozis im andern Zelt spricht. Zuerst hab ich gefragt warum der Horst dann nicht selbst auftreten will. Aber das geht nicht. Weil seine Wahlkampfstrategie darin besteht, den Ude bis ganz kurz vor der Wahl zu ignorieren. Der Seehofer kann Menschen in einem Ausmaß ignorieren, dass sie an ihrer eigenen Existenz zweifeln.

Der Horst hat gesagt, dass er den Ude durch seinen eigenen Auftritt nur aufwerten würde. Da hab ich gefragt, ob er meint, dass ICH den Ude durch meinen Auftritt nicht mindestens genauso aufwerten würde?

Und er hat gesagt, ich würde dem Ude die Schau stehlen. Gut, da hab ich gefragt, ob er sich nicht zutraut selber dem Ude die Schau zu stehlen, aber da hat er dann schon wieder diese Koalitionsbruch-Drohungsstimme bekommen und da hab ich dann halt zugesagt.

Und nur noch gefragt, ob ICH dann auch ein Betreuungsgeld krieg, weil das doch auch ausgezahlt wird wenn die Nanny zum Kleinen nach Hause kommt.

Also, jedenfalls freu ich mich dass ich jetzt hier im Hofbräuzelt angek… was? Ottenbräu? Oh, da hab ich mich wohl im Zelt vertan. Verdammt, wo ist nur der Pofalla?

((Ab hinter die Bühne, dort trifft sie auf Stoiber))

Stoiber:

Ja, da schau her, die Frau Christiansen äh Dings. Das freut mich außerordentlich, dass Sie mit mir das Zelt teilen. Sozusagen als Gipfeltreffen in meinem Bayern.

Merkel:

Ja meinetwegen. Können Sie mir sagen wie ich zum Hofbräuzelt komme?

Stoiber:

Das kann ich Ihnen gern mal bei einem Frühstück in Wolfratshausen erklären.

Merkel:

Es wär aber bisschen eilig.

Stoiber:

Kein Problem, da starten Sie hier im Ottenbräu. Wenn Sie einmal die großen Gillamoos Zelte nehmen, das Jungbräu, das Ottenbräu, dann sind Sie in zehn Minuten…

Merkel:

Ah, da kommt der Pofalla. Danke, jetzt find ich mich zurecht. Dann mal alles Gute und Pfürat Ihnen oder wie das heißt.

Stoiber:

Ja, ich hab die Krawatte noch nicht umgeschnallt. Die sollen halt jetzt mal den Defibrilier-marsch tönen, äh den Definiermarsch blasen!

Stoiber:

Meine sehr verehrten Damen und Dings, liebe Herren! Verehrte Anhängsel! Ich bitte um Verspätung für die Beschuldigung. Wobei…

Ich muss mich für meine Verspätung entschuldigen. Eigentlich muss ich mich natürlich nicht entschuldigen, weil ich seit jeher zu spät komme.

Ich habe das Zuspätkommen in meiner Zeit als UN-General… äh als bayerischer Ministerpräsident und Staatsratsvorsitzender ja zu meinem Markenzeichen ausgebaut.

Pünktlich ins Bierzelt kommen, liebe Freundinnen und Freunde, das ist etwas für Leute, die politisch noch etwas werden wollen.

Ich aber bin immer schon das gewesen, was ich sein wollte, und habe nie etwas werden wollen, was ich noch nicht war.

Weil ich das, was ich war, immer auch sein wollte.

Ich wollte überhaupt nur einmal etwas sein was ich nicht war, nämlich Bundeskanzlerin, beziehungsweise war ich Kanzler, allerdings nur bis zur Auszählung aller Stimmen, also für schätzungsweise eine Dreiviertelstunde.

Aber es ist gut, dass ich es nicht geworden bin. Weil ich so weiter das sein konnte, was ich bereits vorher für mehrere Jahrhunderte war und bis heute in den Herzen vieler aller bin: Ministerpräsident des ehemaligen Bayern!

Das ist alles, was ich immer sein wollte, auch wenn ich es dann nicht mehr durfte, meine lieben Frenetiker! Und es wäre besser, wenn ich das heute noch wäre, liebe treue Freunde hier in Abensberg!!! Denn hier auf dem Gillamoos ist die Welt noch in Ordnung!

Der Gillamoos in Abensberg ist die bessere Wiesn! Hier ist es schöner als in München!

Ich sage es in aller Deutlichkeit:

Ohne den Gillamoos in Abensberg wäre Bayern am Arsch!!!

Meine Verspätung ist also quasi Bestandteil meines Amtes, also von mir selbst.

Und damit nichts wofür ich mich entschuldigen muss...

Aber ich will…

Denn so kann ich Ihnen mitteilen, was der Grund für meine kleine Verzögerung ist. Ich hatte soeben mein tägliches Gipfelgespräch mit der Bundeskanzlerin.

Die Schwester Angela äh die Vorsitzende der Schwesterpartei Angela, also die Frau Merkel und ich, wir legen ja in regelmäßigen Abständen die Leitlinien der europäischen Stabilitätspolitik fest.

Und die Weltsicherheitspolitik.

Aber jetzt bin ich da! Und jetzt wird Klarsprech getextet, liebe Freundinnen und Freunde! Weil mir san immer noch die Mehrern, und mir san immer noch die Schwerern.

Und das gilt auch, wenn im Nebenzelt die Vorsitzende der kleineren Schwesterpartei einen Staatsbesuch im erfolgreichsten aller Nachbarländer absolviert!

Natürlich mag sich der ein oder andere fragen, warum ICH heute hier bin und nicht mein derzeitiger Nachfolger, also der amtierende Stoiber im Amt des bayerischen Horst.

Also der Seevogel. Äh Seeteufel äh der Seeheimer…

Der HORSTi halt!

Warum ICH mich sozusagen als Ehrenspüler äh Ehrenspielführer mich heute quasi selber ins Spiel einwechsle.

Ich sehe schon die Schlagzeilen: Stoiber netzert sich ins Gillamoos-Finale!

Das ist natürlich ein Vergleich der sich anbietet. Weil auch Günther Netzer durch seine Selbsteinwechslung 1973 den Siegtreffer erst erzielen konnte.

Aber es ist ja auch so, dass Horst Seehofer nicht überall gleichzeitig sein kann. Das unterscheidet IHN von MIR.

Es ist ja bereits gute Tradition, dass zu gegebenem Anlass ICH anstelle von IHM das Luder ins Rot bringe.

Äh, die Glut zum Lodern.

Das habe ich ja schon beim Politischen Ascherdonnerstag in Passau unter Beweis gestellt, als die La Ola Schwappen entgegenwellten.

Denn wo ich bin, da weht der Wind des Klartexts auf die Mühlenflügel der politischen äh Energiewende, wenn Sie meinen, was ich verstehe!! Und deshalb bin ich heute hier!!

Der Gillamoos, liebe Freundinnen und Freunde, das ist eben nicht nur ein Jahrmarkt und ein Volksfest, wie die Frau Merkelbunzlerin äh die Frau Kandisbrunzler äh die Merkelkanzlerin soeben ausgeführt hat.

Sondern der Gillamoos, das ist auch ein Hochamt des polnischen Schlagabtauschs!! Ein Halleluja des Klartexts! Ein Kräftemessen zwischen den politischen Schwergesichtern und den Parteien außerhalb der CSU!

Und deshalb bin ich froh und dankbar, auch heute wieder in Vertretung meines aktuellen Vertreters äh Statthalters mitten unter Ihnen sein zu dürfen. Weil es auch heuer wieder gilt, als einziger Bayer die weißblaue Fahne hochzuhalten in einem Meer aus nichtbajuwarischen Rednerströmen, die heute einmal mehr über uns hereingebrochen sind!

Denn wer spricht in den anderen Zelten? Eine Kanzlerin aus der Uckermark, ein FDPler von der Nordsee, ein Grüner aus Bremen und ein Oberbürgermeister aus München. Und München hat mit Bayern bekanntlich inzwischen genauso viel zu tun wie Göttingen und die Nordsee mit der Uckermark!

Das sind alles Heimsuchungen und ich rufe Euch zu: wir sind froh, wenn ihr Schwätzer nach Eurer Rede wieder nach Hause fahrt in Eure Problemzonen!!! Äh Eure Problemländer für die wir Bayern zahlen zahlen und zahlen!!! Das muss ein Ende haben!!!

Wir brauchen uns hier im erfolgreichsten Bundesland der Welt keine Reden von Euch Nordlichtern anhören. Es wird Zeit, dass ihr uns mal zuhört!!!

Wenn wir Bayern für Euch und Eure Schuldenlöcher schon die Rechnung bezahlen!!!

Denn wer zahlt schafft an!!! Und Bayern kann es auch alleine!!!

Da hat der Straußnagel äh der Scharnagl völlig recht!!

Und deshalb danke ich dem Festwirt Peter Engel und seinem Ottenbräu für die Flüssigkeit äh Möglichkeit hier heute das echte Bayerische hochzuhalten.

Und wie könnte man das bayerische besser hochhalten, als in Form eines Masskrugs? …den ich hiermit in die Luft erhebe!

Und das tue ich auch im Interesse meiner Partei, der CSU/CSU. Denn ich war immer die CSU und ich werde auch immer die bessere CSU sein.

Denn was sichert der CSU auch zukünftig die Wahlsiege von 100 plus x? Doch nicht unsere Politik! Sondern die Schufthoheit über den Ramsch-Tischen!

Das und die temporäre Besoffenheit, Entschuldigung, legendäre Geschlossenheit unserer Partei, das war immer mein Erfolgs-Reflex! Volksrezept!

Der Gillamoos, liebe Freunde, wird ja nicht zufällig Anfang September veranstaltet. So wie viele Volksfeste in Bayern landauf und landab.

Ich nenne nur das Erdinger Herbstfest, den Barthelmarkt Oberstimm, die Rosenheimer Herbstdult, die Maisacher Festwoche und die unterfränkischen Bezirkskulturtage in Gerolzhofen.

Warum liegen die im August und September?

Das hat natürlich zum einen medizinische Gründe, weil es mit dem Bierkonsum ähnlich ist wie mit dem Höhenbergsteigen im Himalaya: der Körper muss l a n g s a m an die Belastung gewöhnt werden.

Erst nachhaltiges Training über mehrere Wochen ermöglicht dem menschlichen Organismus Höchstleistungen pünktlich zum Oktoberfest.

Der Bayer ist sozusagen der Sherpa des Promilleanstiegs, liebe Freunde!

Der andere Grund ist, dass gegen Ende September traditionell gewählt wird, meine Damen und Herren! Und ich glaube nicht an Zufall!

Überall in Deutschland gibt es wechselnde Mehrheiten und damit Sittenverfall und Schuldenhaushalte, nur in einem Bundesland nicht, und das ist ausgerechnet das Land, in dem traditionell ab Anfang September die gesamte wahlberechtigte Bevölkerung in einen kollektiven Rausch versetzt wird, liebe Freunde!

Und das ist gut so!

Für die Menschen, für die CSU und für das bayerische Brauereiwesen!! Und damit für das Ottenbräu als einzigartiges Zeugnis dieser Kultur! Und damit zum Wohl!

Schon die Römer haben gesagt, und die älteren unter Ihnen werden es noch in den Ohren haben: in vino veritas.

Auf unsere hopfengesegnete Heimat übertragen heißt das: Wie das Bier, so das Land.

Nehmen wir zum Beispiel diesen sogenannten Wahlsieger aus Schleswig-Holstein, diesen Nowitzki. Äh, Kubitzki.

Der kommt aus der FDP und aus Schleswig-Holstein, das ist sozusagen doppelte Randlage!

Und wie ist dort im gefühlten Nordnorwegen das Bier? Herb! Also bitter, dünn also protestantisch.

Da muss man schon fragen: hat die FDP keinen bayerischen Redner? Und die Antwort lautet: doch, aber der heißt Martin Zeil.

Gut, dieser Martin Zeil ist immerhin Wirtschaftsminister. Aber als Redner im Bierzelt so geeignet wie Steuersenkungen als Wahlkampfschlager. Liebe Freunde, wenn der Martin Zeil ein Bier wäre, dann würde beim Einschenken der Zapfhahn durchrosten!

Da muss man ja fast dankbar sein, dass stattdessen der Kubicki kommt.

Der ist mit seiner Rede wenigstens fertig bis das Oktoberfest anfängt!

Allerdings findet die Rede vom Kubicki sozusagen in geschlossener Gesellschaft statt: Im Discozelt vom Weißbierstadel!

Die FDP ist ja vorsichtig geworden. Nichts ist schädlicher als Fernsehbilder von leeren Zelten.

Letztes Jahr blieb bei den Liberalen sogar im kleinen Weinzelt manche Stuhlreihe leer. Heuer setzt man auf die Lösung: lieber ein sehr kleines volles Zelt als ein kleines leeres.

Liebe Freunde, wenn die FDP den Rösler noch ein Jahr weiter an ihrer Spitze behält, dann kommt sie beim nächsten Gillamoos mit einem Biwaksack aus!

Im Weinzelt sind heuer die Grünen.

Und da würde man doch annehmen, Grüne und Wein-Zelt, da spricht die Claudia Roth! Diese Heimsuchung aus Schwaben!

Weinzelt und Heulboje, das würde passen!

Die Claudia Roth wenn den Mund aufmacht, dann wird selbst der lebendigste Fluss neidisch aufs Tote Meer.

Das wäre zwar unerträglich, aber immerhin noch randbayerisch. Aber nein!

Bei den Grünen spricht der Trittin!

Der Vater des Dosenpfands!

Was für eine Bilanz einer politischen Laufbahn: Vater des Dosenpfands!

Dieser politische Leergutsammler!

Natürlich kann nicht jeder eine Bilanz vorweisen wie ich. Nicht jeder ist, wie ich der Vater des ausgeblichenen Saustalls.

Äh, der Vater des ausgeglichenen Haushalts.

Also jedenfalls, wenn man die Landesbank rausrechnet.

Nicht jeder hat in seiner politischen Schlussrechnung eine so große schwarze Null stehen wie ich.

Ha! Aber „Vater des Dosenpfands“!

Wobei ich glaube, dass der Trittin die Dosenpfandverordnung mit voller Absicht so undurchschaubar gemacht hat.

Weil er als bekennender Altkommunist nämlich immer noch an der Abschaffung der Marktwirtschaft arbeitet!

Und fast wäre es ihm gelungen, liebe Freundinnen und Freunde! Aber letztendlich ist er gescheitert, und warum?

Weil wir in Bayern immun waren gegen seine Sabotage. Weil wir das Bier seit jeher aus Flaschen und Masskrügen trinken, und nicht aus Blechdosen, liebe Freunde! Prost!

Natürlich gibt es streng genommen auch einen weiteren bayerischen Redner heut auf dem Gillamoos, weil ja im Weißbierstadel der Hubert Aiwanger von den Freien Wählern spricht.

Also zumindest war es so angekündigt. Nicht auszuschließen, dass die rote Hexe aus Zirndorf ihn mit K.O.-Tropfen außer Gefecht gesetzt hat.

Um als Überraschungsrednerin die Freien Wähler um den Wickel zu fingern, äh Finger zu wickeln. Damit sie sie wieder reinlassen. Schließlich ist der schöne Sitz im Landtag für die Frau Pauli bald Geschichte, wenn sie nicht noch schnell eine Partei findet, die ihr Asyl gewährt.

Bei meiner CSU hat sie es ja angeblich auch probiert. Den Schüttel also Schmidschorsch soll sie angesprochen haben.

Wahrscheinlich hat sie gedacht, wenn jemand wie der Schütteldings in der CSU Fraktionschef werden kann, dann kennen die beim Personal keine Schmerzgrenze.

Aber da habe ich zum Hörer gegriffen, liebe Freunde!

Und danach hat sogar der Schüttelschmid begriffen, dass diese Pauli, diese posttraumatische Belastungsstörung auf zwei Beinen in meiner Partei nicht mehr aufgenommen wird!

Der Aiwanger und ich haben das dann in unserer Selbsthilfegruppe noch mal aufgearbeitet und deshalb kriegt die Pauli jetzt auch bei den Freien Wählern keinen von ihren hochhackigen Füßen auf den Boden.

Zumal der Aiwanger jetzt eher auf bundespolitische Prominenz setzt. Oder zumindest auf das, was er dafür hält.

Der Enkel von Konrad Adenauer macht jetzt bei ihm mit, zusammen mit diesem Talkshow-Erzeugnis…

Wie heißt er noch gleich? … Hans-Olaf Dings.

Also ein Henkel und ein Enkel, damit will der Aiwanger auf Bundesebene punkten.

Der Aiwanger denkt sich: Der Apfel fällt nicht weit vom Pferd!

Ja, wo samma denn? Nur weil der Vorfahre ein erfolgreicher Regierungschef war, muss doch der Nachkömmling kein Genie sein!

Das weiß ich besser als jeder andere!

Immerhin hab ich jahrelang einen Generalsekretär namens Goppel gehabt!

Überhaupt ist der Aiwanger unseriös mit seinen Angriffen auf den Euro. Das ist billiger Stimmenfang in Wahlkampfzelten und damit urheberrechtlich der CSU vorbehalten!

Außerdem haben die Freien Wähler ihre Kompetenzen überschritten. Denn wofür haben wir als CSU die FW zugelassen?

Als Sammelbecken für konservative Wähler vor Ort.

Wenn die Vertreter der örtlichen CSU sich allzu dämlich angestellt haben. Das war sozusagen ein Service für bürgerliche Wähler, damit sie nicht heimatlos sein mussten. Aber doch nicht auf Landesebene oder gar im Bund!

Wer hat uns denn bei der letzten Landtagswahl die Stimmen weggenommen? Das waren doch die Freien Wähler!

Überhaupt, der Name, Freie Wähler! Als ob es so was wie Freie Wahlen in Bayern jemals gegeben hätte!

Der Bayer ist innerhalb seiner CSU-Wählerschaft völlig frei, uns im Amt zu bestätigen.

Und dort, wo wir nicht die Mehrheit stellen, die anderen abzuwählen.

Das ist Freiheit genug, liebe Freunde!

Die CSU, das war immer fünfzig plus x.

Bloß sind das X jetzt die Freien Wähler!

Und damit sind die freien Wähler für die CSU quasi das, was die Piraten für Rotgrün sind: Mehrheitsverhinderer!

Der Aiwanger, das ist quasi der Freibeuter des schwarzen Meeres.

Sozusagen Jonny Depp minus Jonny!

Und damit letzten Endes Fünzig minus x!

Aber dieser Captain Hubert Sparrow wird scheitern! Weil wir IHN nach der nächsten Wahl beim Versuch uns zu entern ins Boot holen.

Ich habe ja jetzt im sogenannten Ruhestand die Isarflößerlizenz für die Strecke Wolfratshausen-Floßlände erworben. Und das bedeutet natürlich, dass ich mit allen Wassern der internationalen Seefahrt gewaschen bin.

Wir holen den Aiwanger ins Boot, das heißt in die Regierung!

Und was mit unseren Regierungspartnern nach einer Legislaturperiode geschieht, das sieht man ja jetzt am Martin Zeil und seinen Freiberuflern von der traurigen Gestalt!

Deren Umfrageergebnisse sind so sehr am Boden dass der Marianengraben nicht tief genug zum Sinken wäre, liebe Freunde!

Um die Umfragewerte der FDP überhaupt noch ausfindig zu machen in den Untiefen, brauchen die Demoskopen schweres Atemgerät!

Während wir uns stetig neuen Gipfeln nähern, die zwar noch nicht die Höhe erreicht haben die ich Heiland, Entschuldigung, weiland in meiner Zeit als Reinhold Messner der bayerischen Politik erklommen habe, aber entscheidend ist die Richtung!

Und die zeigt bergauf. Nach neuesten Umfragen haben wir in Bayern 44 Prozent, und das vor Steuern! In Euro sinds sogar noch mehr!

Damit haben wir das Ergebnis der letzten Wahl schon wieder übertroffen, liebe Freunde. Und da ist die Inflation nicht mal eingerechnet! Oder im alpinen Zusammenhang gesprochen: wir wechseln vom Talboden aus direkt zum finalen Gipfelanstieg!

Und jeder Bergsteiger weiß: Wer den Gipfelsieg will, kann keine schwache Seilschaft gebrauchen. Womit wir bei Markus Söder wären.

Liebe Freunde, natürlich könnte ich mich zufrieden zurücklehnen. Weil man jetzt sieht welche exzellente Haushaltslage ich hinterlassen habe.

Der Söder ist seit fast einem Jahr Finanzminister und Bayern hat immer noch Geld!

Aber was macht dieser fränkische Jubelperser? Glänzt sich in meiner Sonn äh äh sonnt sich in meinem Glanz und verbreitet in Interviews, er hätte mit mir zusammen den ausgeglichenen Haushalt erfunden! Der Söder!

Das einzige was der zu meiner Zeit erfunden hat war die tägliche Heiligsprechung des Ministerpräsidenten, durch ihn!

Und danach ist er auf seiner eigenen Schleimspur wieder zurückgeschlittert in sein Büro.

Aber zum Glück kommt es in der Politik nicht nur auf Personen an, sondern auch auf Gesichter. Äh nein, was anderes äh Dings äh Nasen… Entschuldigung, Inhalte.

Die Menschen wählen ja die CSU nicht wegen ihres Personals. Das wäre seit meinem Rückzug ja auch widersinnig! Nein, die Menschen wählen uns, weil sie wissen: wir von der CSU stehen zu unseren Prinzipien! Und wenn sie noch so abwegig sind! Wo kämen wir denn da hin, wenn jetzt jeder seine Politik ändert, nur weil sie falsch ist?

Erfolg in der Politik hat nur, wer an einmal getroffenen Fehlentscheidungen festhält.

Sie merken, ich rede vom Betreuungsgeld. Natürlich wird das dazu führen, dass bildungsferne Schichten ihre Kinder vor den Flach-Fernseher setzen statt sie in die Kita zu bringen.

Und natürlich ist das familienpolitischer Irrsinn.

Aber für die Familien haben wir das Betreuungsgeld ja auch nicht erfunden.

Sondern für die CSU!

Denn seitdem wir die Frauenquote haben, drängen ja immer mehr Frauen in die Partei!

Zuerst habe ich ja gesagt, kein Problem, dann sollen die halt ihren hausgemachten Apfelstrudel vor dem Fraktionssaal herrichten, aber die wollten überhaupt keinen Kuchen bringen!

Die wollten unsere Ämter!

Dann hab ich gefragt: Wieso gibt’s von denen überhaupt so viele? Haben die sonst nichts zu tun? Und die Antwort war: Nein, weil die alle ihre Kinder in die Kita geben.

Ja Himmelherrgottnochmal, das kann doch nicht der Sinn der Sache sein! Inzwischen sagen ja auch immer mehr Experten: das ist nicht gut, wenn Mütter an vorderster Front berufstätig sind.

Da kann ein immenser Schaden entstehen. Und diese Experten haben recht!

Ich sage nur: Christine Haderthauer!

Und deshalb brauchen wir das Betreuungsgeld für die CSU. Damit die Frauen wieder zuhause und die Männer in den Frack-Sälen unter sich bleiben!

Und deshalb stimmt es, was ich schon vor fünf Jahren gesagt habe, als ich das Betreuungsgeld erfunden habe: in der CSU steht eine schweigende Mehrheit hinter der Idee.

Und gemeint waren die schweigenden Männer!

Aber, liebe Erziehungsberechtigte, wenn das Betreuungsgeld eingeführt ist, dann dürfen wir uns damit nicht zufriedengeben.

Denn die nächste Bedrohung für unsere christlich-alpenländische Kultur steht schon vor der Tür, und sie kommt ausgerechnet aus Bayern.

Genauer gesagt, von der bayerischen Bundesjustizministerin, dieser Leutheusser-Schmarrnberger.

Da lese ich in der Zeitung: diese Halbjuristin arbeitet an der Gleichstellung homosexueller Lebensgemeinschaften. Ich habe schon vor mehr als zwanzig Jahren gesagt: wenn wir über die Gleichstellung von Homosexuellen diskutieren, können wir auch gleich über Teufelsanbetung diskutieren.

Jetzt wird natürlich der ein oder andere sagen: so schlimm ist Teufelsanbetung im Vergleich auch wieder nicht.

Aber, liebe Freunde, man muss im Leben auch dazulernen. Wir leben nicht mehr im Mittelalter.

Sogar in der CSU gibt es bekennende Homosexuelle. Und ich habe überhaupt nichts gegen Homosexualität!

Aber doch nicht gleichgeschlechtlich!

Und dennoch müssen natürlich auch wir in der CSU mit der Zeit gehen.

Weil die Welt sich ändert.

Das ist ja auch der Titel meines neuen Buches, das in diesen Tagen erscheint.

„Weil die Welt sich ändert.“

Und im Gegensatz zum Karl-Theodor habe ich jede Zeile davon selbst geschrieben, liebe Freunde!

Wo war ich stecken geblieben? Mein neues Buch, „Weil die Welt sich ändert“.

Mein Verleger hat mir gesagt, dass ich den Titel sooft wie möglich nennen soll, das fördert die Verkaufszahlen.

Der Beckstein hat ja auch ein Buch veröffentlicht, das heißt: „Die zehn Gebote“.

Der hält sich ja inzwischen für so was Ähnliches wie Moses.

Aber, liebe Freunde, das ist natürlich Unsinn, genau wie der Buchtitel.

Denn dass ein Franke in Bayern die Gebote in Stein meißelt, das ist eben auf Dauer undenkbar.

Deshalb ist der Beckstein ja auch nicht mehr Ministerpräsident. Deshalb, und äh…weil die Welt sich ändert.

Wer wüsste das besser als ich. Gerade ein Spitzenpolitiker wie ich muss täglich darauf gefasst sein, dass die Welt.. Sie wissen schon.

Heute noch Ministerpräsident und gefeierter Vater Abraham des Bayernlandes, morgen schon aus dem Amt geputscht, und übermorgen EU-Beauftragter. Ein dramatischer Abstieg, könnte man meinen.

Aber ich bin mit mir im Reimen. Reinen.

Jeden Morgen genieße ich das lange Ausschlafen, bevor ich um fünf Uhr mit dem Frühsport beginne. Um pünktlich um sechs mit dem Aktenstudium fertig zu sein.

Die Beamten in der Staatskanzlei rechnen ab sechs Uhr dreißig mit meinem ersten Anruf.

Die will ich nicht enttäuschen.

Aber ansonsten kann ich mich natürlich deutlich mehr als früher zurücknehmen.

Und aus der Ferne gewissermaßen als Franz Beckenbauer der bayerischen Politik die Amtsgeschäfte des aktuellen Stoibers äh meines derzeitigen Nachfolgers betrachten.

Und deshalb darf ich Ihnen, liebe Freunde hier in Abensberg, jetzt meinen Horst, also den amtierenden Stoiber, also den bayerischen Ministerpräsidenten Darsteller ankündigen, der einige kurze Worte, gell Horst, kurz!- beitragen wird. Und dann komme ich noch einmal.

Aber vorher spielen die Bamberger Singforiker äh Syphonbläser. Äh Schmarrn die Bayerischen Löwen.

Bitte hören Sie gut zu. Dann komme ich gleich wieder!!! Behalten Sie Platz!

Bis gleich, DANKESCHÖN…

(geht hinter die Bühne)

Bayerische Löwen spielen „Ratzengift“.

Seehofer:

Ein herzliches Grüß Gott hier am größten Stammtisch der WELT!!!

Liebe treue Abensberger Freunde!!!

Ich bin froh, das ich hier jetzt sprechen kann.

Und dann werde ich bei Euch ein Bier trinken.

Aber vorsicht! Ihr wisst ja: Männer können trinken ohne Durst zu haben.

Gut dafür können Frauen redden, ohne ein Thema zu haben.

Ja, ich weiß. Ich hab ja auch immer so Diskussionen mit meiner Frau: Sie sagt immer sie kann zwei Sachen gleichzeitig.

Sag ich ja, das kannst Du : Rückwärts einparken und dabei den Aussenspiegel abfahren.

Aber neuerdings hat sie eine Rückfahrkamera. Da kann sie sich die Sachen lang anschaun, bevor Sie drauffährt.

… Und eine weitere wichtige Frau in meinem Leben, neben meiner eigenen Frau ist die Angela Merkel.

Heheh, jetzt habts ihr gmeint ich red von einer anderen gell ?

Hehe, die Merkel kriegt immer Schnappatmung. Wenn ich mit dem Ende der Koalition drohe.

Oder Griechenland aus dem Euro red.

Aber das hat letzte Woche der Dobrindt für mich übernommen, aus staatspolitischer Verantwortung.

Weil Stimmungsmache gegen den Euro ja brandgefährlich ist. Da kanns leicht eine Kettenreaktion geben, Bankencrash, Chaos, Bürgerkrieg.

Deshalb lass ich das den Dobrindt erledigen, den nimmt eh keiner Ernst.

Bei dem bleibt jede öffentliche Äußerung …ohne Wirkung.

Natürlich stammt das, was der Dobrindt sagt von mir, aber bei mir wären die Märkte verunsichert.

Und ich will ja nicht die Märkte verunsichern, sondern die Kanzlerin.

Das Heckenschützentum gehört bei einem CSU-Chef bekanntlich zur täglichen Jobroutine! Außerdem: Stimmung gegen Griechenland bringt Stimmen für die CSU und damit Stimmen für die Union also Frau Merkel.

Deshalb sind der Kanzlerin meine Drohungen gegen Griechenland auch ganz recht.

Aber wenn ich mit dem Koalitionsbruch drohe, dann stockt der Kanzlerinnen-Atem.

Obwohl sie selbst davor eigentlich keine Angst hat.

Der Angela ist es ja eigentlich vollkommen wurscht, wer ihr grad zur Mehrheit verhilft. Da tickt sie genau wie ich.

Aber sie weiß genau: wenn ICH mit dem Ende der Koalition drohe, dann dauerts keine zwei Minuten und sie hat den Rösler in der Leitung.

Hysterisch heulend.

Weil das Ende der Koalition ja Neuwahlen bedeuten würde, und das ist für die FDP derzeit gleichbedeutend mit dem Weltuntergang.

FDP heißt ja mittlerweile: fast drei Prozent.

Wenn die FDP den Rösler als Parteichef behält, dann ist der Weltuntergang ein Kindergeburtstag im Vergleich zum dem, was der FDP bei der nächsten Wahl droht.

Und natürlich werden sie den Rösler behalten.

Weil die FDP immer einen Parteichef braucht, über den alle anderen lästern können.

Bei der CSU ist das umgekehrt. In meiner Partei bin ICH derjenige der lästert, und zwar über Alle!!!

Am liebsten lästere ich vor allen anderen über Einzelne.

Und das im Wechsel.

Das ist das Gleichgewicht des Schreckens.

Der Schüttelschorsch zum Beispiel.

Der schwäbische Bärenschreck.

Also ich halt mir ja den Schüttelschorsch, damit mir in der Fraktion immer jemand zum Demütigen zur Verfügung steht.

Aber jeder braucht mal Urlaub, auch ein Georg Schmid.

Heuer ist er nach Kanada gefahren, und trifft an der Grenze zu Alaska eine wahnsinnig gefährliche pelzige Kreatur. Nein, nicht die Sarah Palin.

Einen Grizzly! Einen echten alaskokanadischen Wildbären. Das sind die reinsten Menschenfresser! Das wäre also eine echte Chance gewesen.

Und wenn man den Schüttelschorsch so reden hört über sein Grizzlyabenteuer, dann klingts als hätte er nach heftigem Kampf nur knapp überlebt.

In Wahrheit saß er im Auto und der Bär war dreißig Meter weg. Der Grizzly wird sich gedacht haben, bevor der schmale Mann aussteigt und mir die Pfote wundschüttelt, fress ich lieber weiter Waldbeeren.

Hehe, Schorsch, der Bärentöter.

Ich sag ja Schorschle. Wer am meisten Bockmist baut in meinem Umfeld, dem häng ich ein -le an.

Auf die Idee hat mich der Spaenle gebracht.

Der Spaenle ist als Kultusminister ja für den gefährlichen Sondermüll aus der Ära Stoiber zuständig. Also fürs G8.

Das sollte eigentlich bis zur Wahl reibungslos laufen.

Stattdessen steigen ihm die Eltern aufs Dach, die Schüler ham ab der fünften Klasse Burnout und die Lehrer… achso, die Lehrer ham ab der fünften Klasse Burnout und die Schüler fallen massenhaft durchs Abitur!

Und wollen das G9 zurück!

Schüler, die gern länger auf der Schule bleiben wollen!

Aber jetzt hab ich das G8 zur Chefsache gemacht. Und jetzt wird rigoros durchregiert.

Wo gehobelt wird, da fallen Spaenle, hehe.

Deshalb gibt’s demnächst das G 8,5.

Das bedeutet: wer will, kann in der Mittelstufe ein Intensivierungsjahr machen. Also neun Jahre bis zum Abitur. Brutto. Netto acht, weil das Intensivierungsjahr bekanntlich auf dem G8 absolviert wird.

Brutto und netto. Das ist kreative Mathematik. Aber davon hat der Spaenle keine Ahnung.

Genausowenig wie die Hadertauer. Also mit Zahlen hats die Haderthauer gar nicht. Und erst recht nicht mit Mathematik. Das hat sie mal erzählt.

In der Schule hat sie bei der Frage „Wieviel ist fünf plus fünf?“ mit der Antwort „Acht!“ einen guten sechzehnten Platz gemacht!

Sie ist ja auch mal sitzen geblieben. Wegen Mathematik!

Zumindest hat sie mal gesagt: „Die sechste Klasse waren die schönsten vier Jahre meines Lebens!“

Ich hab ja kurz nach dem letzten Gillamoos die kreative Mathematik als Pflichtfach in der bayerischen Politik eingeführt. Als ich einen neuen Finanzminister gebraucht hab.

Und fünf Tage lang keinen gefunden hab.

Aber da war Allerheiligen dazwischen und das Wochenende, also warens netto nur zwei.

Und zwei Tage ist schnell für so einen Posten.

Außerdem hab ich so lang mit der Haderthauer telefonieren müssen.

Das Haderthauerle.

Die wollte in einem Ausmaß Finanzminister werden, dass ich blutige Ohren bekommen hab!

Dabei hatte ich die Idee doch nur aus taktischen Gründen gestreut. Weil ich mich längst fürs Söderle entschieden hatte.

Aber das hätte einen Aufschrei gegeben, ausgerechnet der Söder, der hat von Finanzen doch überhaupt keine Ahnung!

Aber wenn man drei Tage brutto wie netto die Finanzministerin Haderthauer an die Wand malt, dann sind, wenns der Söder wird, plötzlich alle wahnsinnig erleichtert!

Und was macht dieser fränkische Kassenwart? Fährt nach New York und posiert mit dem Hammer in der Hand an der Wall Street!

Nach dem Motto: Mighty Markus zähmt das Finanzmonster! Dabei weiß doch jeder 13jährige in der Schülerunion: ein CSU-Politiker sollte niemals nach New York fahren.

Für uns in der CSU hat der Udo Jürgens doch das Lied geschrieben: Ich war noch niemals in New York.

Vor dem Söder war der Guttenberg da und hat am Times Square Investmentbankerposen geübt. Wie immer beim Freiherr eine Kopie von dem, was andere erfunden haben.

2001 war Edmund Stoiber in New York und hat Werbung für den Transrapid gemacht. Da weiß man ja auch was draus geworden ist.

Und 1971, da war der Söder grad vier und hat zum ersten Mal den Wunsch verspürt, bayerischer Ministerpräsident zu werden: wer war da in New York? Franz Josef selig!

Und hat sich im Central Park von zwei Prostituierten den Geldbeutel klauen lassen. Und eine von den beiden war, wie der Franz-Josef danach gesagt hat eine greißlige dürre Henn.

Das wird sich der Grizzly beim Anblick vom Schüttelschorsch übrigens auch gedacht ham!

Jetzt ist also der Söder Finanzminister.

Und hilft mir das Geld zu verbraten.

Ich weiß nämlich nicht wohin mit den ganzen Steuermilliarden.

Der Stoiber hatte es gut, der hatte für solche Situationen die Landesbank. Wenn zuviel Geld da war, hats die Landesbank für ihn verbrannt.

Ich hab zum Markus gesagt, Söderle, wir ziehen vor Gericht. Wir verklagen den ehemaligen Vorstand der BayernLB auf Schadenersatz. Dann holen wir uns wenigstens ein bisschen von dem Geld zurück, was die Herren verbrannt haben.

Ok, unter unserer Aufsicht…

Aber verbrannt. Und was kommt im Prozess raus? Der Vorgänger vom Söder hat die Vorstände per Vertrag von der Haftung befreit!

Das muss man sich mal vorstellen: der Georg Fahrenschon sorgt als bayerischer Finanzminister dafür, dass die Manager nicht haftbar sind, wenn sie Milliarden der Steuerzahler verbrennen!

Der hat scheinbar gedacht, sein Job besteht darin, dass er die Banker im Versagensfall vor juristischen Ge-Fahrenschon-t!

Davon habe ich natürlich nichts gewusst.

Und so was wäre beim Söder nicht möglich.

Weil der nichts macht, was ich nicht gutheiße.

Weil er werden will was ich bin.

Hehe, der Markus Söder, der Prinz Charles der CSU. Die Haderthauer hält sich ja für so was wie die Kate Middleton. Die erste Frau in der Thronfolge.

Aber die werden sich alle noch einige Jahrzehnte gedulden müssen, während ich in der goldenen Kutsche zum Thronjubiläum durch die Maximilianstraße fahre.

Zur Facebookparty im P1.

Und wenn mir die ganzen Thronfolger zu sehr auf die Nerven gehen, dann schalt ich mein Handy aus.

Und bin unerreichbar im Altmühltal verschwunden.

Dann führt der einzige Weg zu mir über Alexander Dobrindt.

Und wer mit dem freiwillig Kontakt aufnimmt, muss wirklich ein wichtiges Anliegen haben.

So halt ich mir den Stress vom Leib, und kann noch ewig als Ministerpräsident amtieren. Mindestens eine weitere Legislatur. Das sind fünf Jahre, und zwar brutto wie netto!

Aber fragen wir doch mal, was der Herr Bürgermeister dazu sagt…

Ude:

Grüß Gott, ICH werde als Oberbürgermeister von Bayern deine Amtsgeschäfte weiterführen.

HS:

Hehe! Dass du überhaupt hergefunden hast!

Ude:

Ich kenne Niederbayern wie meine Westentasche, das ist das Land vom Hubert Aiwanger, mit dem wir DICH aus dem Amt drängen werden.

HS:

Nur weil er Dir, mit einem Ferkel im Arm, Audienz gewährt hat, wird daraus noch keine Regierung!

Ude:

Wird es doch! Weil er mit mir mehr Gemeinsamkeiten hat als mit dir. Nehmen wir nur einmal das Beispiel dritte Startbahn. Die Grünen sind dagegen, die Freien Wähler sind dagegen, und ich als Münchner OB bin auch dagegen. Gut, eigentlich bin ich dafür. Aber die Münchner sind dagegen. Obwohl ich mich beim Bürgerentscheid mit aller Kraft eingesetzt habe.

HS:

Du hast doch beim Bürgerentscheid mit keinem Wort für die Startbahn geworben. Du warst doch komplett stumm!

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