Drei Bahnrekorde
Friedrich holt achten WM-Titel im Zweierbob

25.02.2024 | Stand 01.03.2024, 15:39 Uhr

Friedrich und Schüller - Francesco Friedrich (vorne l) und Alexander Schüller (hinten l) klatschen nach ihrem Sieg mit Fans ab. - Foto: Robert Michael/dpa

Drei Bahnrekorde in vier Läufen. Francesco Friedrich ist zurück zur alten Stärke und schraubte mit Gold im Zweierbob seine WM-Titelsammlung weiter in die Höhe.

Mit einer Demonstration seiner Stärke hat Francesco Friedrich seinen achten WM-Titel im Zweierbob geholt.

Der 33 Jahre alte Pirnaer, der fast 15 Monate sieglos im kleinen Schlitten war, zauberte gleich drei Bahnrekorde ins Eis der Winterberger Bahn. Mit Anschieber Alexander Schüller verwies der zweimalige Doppel-Olympiasieger vom BSC Sachsen Oberbärenburg nach vier Läufen mit 0,34 Sekunden Vorsprung die Europameister Adam und Issam Ammour (BRC Thüringen/Eintracht Frankfurt) auf Rang zwei. Titelverteidiger Johannes Lochner aus Berchtesgaden, der mit seinem Potsdamer Anschieber Georg Fleischhauer die Saison im kleinen Schlitten bis zu seinem schweren Sturz im Viererbob-Training zuletzt in Altenberg dominiert hatte, holte sich mit 0,47 Sekunden Rückstand Bronze. Zuletzt hatte es 2021 in Altenberg einen deutschen Dreifach-Sieg gegeben.

„Es war schwierig, die ganze Saison bis hierher, es immer durchzuziehen. Es wird eben nicht einfacher. Die Konkurrenz schläft nicht und wenn man nicht dranbleibt, nicht akribisch und ehrgeizig ist, dann reicht es nicht“, sagte Friedrich in der ARD. Der Rekordweltmeister kommt in seiner Titelsammlung mit den fünf Goldmedaillen im Viererbob sowie den zwei Team-Titeln nun auf 15 WM-Siege. 

Friedrich, der im laufenden Winter trotz permanenten Podiumsplatzierungen keinen Weltcupsieg im kleinen Schlitten holte, verbesserte mit Startnummer eins gleich seinen eigenen Bahnrekord auf 54,67 Sekunden und schraubte ihn dann noch auf 54,54 und 54,39 Sekunden. Auch am Start überzeugte er mit Anschieber Schüller und legte wie zu besten Zeiten mit hoher Anfangsgeschwindigkeit die Grundlage auf der sogenannten Starter-Bahn im Hochsauerland. Da kam selbst Europameister Adam Ammour, der Friedrich auf dessen Heimbahn in Altenberg erstmals bezwingen konnte, nicht mit. 

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