Siegtor schon nach 200 Sekunden
Für die Eisbären reicht‘s im Derby gegen Landshut nicht ganz

17.09.2023 | Stand 18.09.2023, 9:38 Uhr |

Kampf, Kampf, Kampf im Derby: Der ins Team gerückte Constantin Ontl (19 in Rot) wehrt sich in dieser Szene unter anderem gegen den Landshuter Ex-Regensburg David Stiel (im Goldhelm). Foto: Andreas Nickl

Alles gegeben, aber es hat nicht ganz gereicht: In der mit 4712 Zuschauern ausverkauften Donau-Arena setzte der EV Landshut die Serie gegen die Oberpfälzer fort. Im siebten Duell seit dem Aufstieg der Eisbären gelang der sechste Erfolg. Nach 60 Minuten stand es trotz aller Regensburger Bemühungen 0:1 (0:1, 0:0, 0:0).



Das Siegtor war bereits nach 200 Sekunden gefallen. Trainer Max Kaltenhauser sagte hinterher: „Wir sind sauer. Wenn du die Hand so dran hast, dann spielt es keine Rolle, dass Landshut eine andere finanzielle Liga ist. Ein Pünktchen hätten wir schon verdient gehabt.“ Für die Eisbären geht es am Freitag in Kassel weiter. Das nächste Heimspiel findet nach einem spielfreien Sonntag erst am 26. September gegen Dresden statt.

Mit drei Veränderungen in der Aufstellung gegenüber dem 4:1-Freitagssieg in Freiburg gingen die Eisbären ins Match. Wie angekündigt hatte sich der magendarmkranke Richard Divis schon im Samstagstraining fit zurückgemeldet und nahm den Platz von Lukas Heger neben Nikola Gajovsky und Corey Trivino wieder ein. Dazu kam Constantin Ontl für Marvin Schmid ins Team, wodurch Abbott Girduckis die Mittelstürmerrolle in der zweiten Reihe mit Andrew Yogan übernahm. Und in der Verteidigung pausierte Korbinian Schütz, für den Patrick Demetz auflief.

Auch auf den Rängen tobte vom Start weg der Kampf um die stimmliche Vorherrschaft in der Donau-Arena. Da war Wasser auf die Mühlen der niederbayerischen Fans, dass nach einem Kuddelmuddel vor dem Eisbären-Tor schon nach exakt 200 Sekunden über die Landshuter Führung jubelte.

Danach bestimmten die Schiedsrichter das Kommando und schickten erst drei Eisbären binnen 90 Sekunden wegen Stockschlägen vom Feld und ein paar Minuten später auch einen Landshuter. Den Eisbären gab es Energie, die Strafen für Petr Pohl, Xaver Tippmann und Andrew Yogan überstanden zu haben,die für fast zweiminütige Zwei-Mann-Unterzahl sorgten. Aber auch die Regensburger konnten den Überzahl-Vorteil nach Julian Kornellis Zwei-Minuten-Strafe (12:57) nicht nutzen.

Zweites Mal 3:5-Unterzahl

Das Spiel blieb im zweiten Durchgang intensiv mit vielen Zweikämpfen, aber ein Torchancen-Festival war es nicht. Wie schon in Freiburg hatten die Eisbären in Tom McCollum bei diversen Schüssen einen sicheren Rückhalt. Und gleich zu Anfang waren es noch einmal 70 Sekunden Drei-gegen-fünf-Unterzahl, die die Hauseherren zu überstehen hatten, aber das auch zum zweiten Mal bravourös meisterten.

Langsam tasteten sich die Regensburger auch vor das Landshuter, wo sie bis dahin nicht gefährlich aufgekreuzt waren. Andrew Yogan schoss in der 25. Minute drüber, Petr Pohl verfehlte im zweiten von drei Eisbären-Überzahlspielen (29.), Andrew Schembri schubste nach Abbott Girduckis‘ Vorarbeit die Scheibe an die Schoner von Landshuts Schlussmann Jonas Langmann und schließlich hämmerte Petr Heider den Puck nach 35:40 Minuten ganz knapp am Tor vorbei.

Nach einem 6:12 aus Regensburger Sicht im ersten Drittel spiegelte das 14:15 im Schussverhältnis des zweiten Durchgangs wieder, dass die Regensburger vor dem Tor bessere Szenen hatten. Dazu zog leichter Nebel in die Halle, sodass der Hallensprecher vielfach mahnte, die Türen zu schließen, um das ob der Temperaturunterschiede von draußen zur Halle zu verhindern.

Starke vierte Reihe

Der Versuch von Yuma Grimm, dessen vierte Reihe erneut einen guten Eindruck auch im Unterzahlspiel machte, setzte als nächster Eisbär einen Versuch knapp neben das Tor. (44.). Samir Kharboutli tauchte bei einem Konter gefährlich vor McCollum auf, fand aber im Eisbärentorwart seinen Meister (49.). Gleiches geschah noch einmal fünf Minuten später, als Demetzt gepatzt hatte und Kharboutli loszog.

Dennoch tickte die Uhr unerbittlich: Die Zweiminutenstrafe für Nick Pageau (54:28) machte noch einmal eine Tür auf: Doch Torwart parierte gegen Gajovsky genauso wie gegen Girduckis.

Dann gab Max Kaltenhauser das Zeichen, dass McCollum zugunsten eines sechsten Feldspielers das Eis verlassen sollte: Doch auch das reichte nicht mehr.

Statistik: Regensburg – Landshut 0:1 (0:1, 0:0, 0:0)

Eisbären Regensburg:
McCollum – Heider, Hammond; Weber, Tippmann; Flade, Demetz; Mayr – Gajovsky, Trivino, Divis; Yogan, Girduckis , Ontl; Pohl, Schwamberger, Schembri; Schmidt, Grimm, Slezak

EV Landshut: Langmann – Pageau, Echtler; Rogl, Bergman; Stowasser, Schwarz; Brückner – Zientek, Kornelli, Mayenschein; Pfleger, Stieler, Zucker; Cameron, McLellan, Kharboutli; Brandl, Schitz

Tor: 0:1 (3:20) Mayenschein (Kornelli-Stieler),

Schiedsrichter: Marcus Brill/Ulpi Sicorschi. – Zuschauer: 4712 (ausverkauft). – Strafminuten: Regensburg 10 – Landshut 10