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Uni Regensburg : Besetzung künftig nur noch tagsüber

  • Studenten räumen auf.Foto: altrofoto.de
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Große Erleichterung auf allen Seiten: Nach mehr als 50 Tagen haben Besetzer und die Leitung der Universität Regensburg einen Kompromiss ausgehandelt. Die Studenten dürfen den Hörsaal H2 künftig tagsüber für ihre inhaltliche Arbeit nutzen. Im Gegenzug erklärten sie sich bereit, nicht mehr an der Uni zu übernachten und den Hörsaal bei Bedarf für Lehrveranstaltungen freizugeben.

Eine mögliche Räumung ist somit vom Tisch, wie beide Seiten am Sonntag feststellten. Der Nervenkrieg hatte bis Samstagnacht angedauert. Nach nächtelangen Diskussionen akzeptierte das Plenum der Besetzer schließlich mit großer Mehrheit das jüngste Angebot von Rektor Prof. Thomas Strothotte. Dieser war am Freitag nochmals überraschend auf die Studenten zugegangen und hatte neue Rahmenbedingungen vorgeschlagen.

Er stelle den H2 auch weiterhin zur Verfügung, wenn nicht mehr an der Uni campiert werde, so der Rektor. Der Infostand und die Kleinküche im Foyer könnten beibehalten werden, wenn die Sicherheitsstandards eingehalten würden. Einmal pro Woche sollen sich beide Seiten in einer Lagebesprechung austauschen, so seine Idee. Zudem erklärte er sich zu regelmäßiger inhaltlicher Zusammenarbeit bereit. „Denkbar sind wöchentliche Treffen mit Vertretern der Universität zu verschiedenen Themen.“ Er werde zudem die Fakultäten anhalten, die Ergebnisse des Plenums aufzunehmen, versprach der Rektor.

Das Angebot umfasse zwar keine inhaltlichen Zugeständnisse, sei aber trotzdem konstruktiv, befanden die Besetzer. „Die Besetzung hat sich erfolgreich Gehör verschafft und wird als Verhandlungspartner ernst genommen“, teilten sie mit. Von einer Aufhebung der Besetzung wollten sie aber nicht sprechen, diese werde lediglich in einer anderen Form fortgesetzt, so das Plenum. Man sei froh, endlich wieder inhaltlich weiterarbeiten zu können, sagte ein Vertreter. „Die Räumungsfrage hat alles andere überlagert und unsere ganze Energie in Anspruch genommen.“

Nach ihrem Beschluss hatten die Studenten Samstagnacht freiwillig die besetzten Hörsäle H2 und H9 verlassen. Am Sonntag trafen sie sich, um gemeinsam aufzuräumen, ab Montag soll es mit Gesprächen zu den Forderungen der Besetzer weitergehen. Auch die Universitätsleitung zeigte sich zufrieden mit der Entscheidung der Studierenden, wie ein Sprecher der Universität am Sonntag sagte. „Wir blicken den kommenden konstruktiven Gesprächen mit Spannung entgegen.“

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