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Panorama
Freitag, 23. Februar 2018 2

Medien

Das Dschungelcamp ist eröffnet

Es ist Schluss mit der quälenden Langeweile im australischen Urwald: Die Gruppe der C-Promis ist vielversprechend.
Von Maximiliane Gross, MZ und Carsten Rave, dpa

Zwölf Stars verzichten seit gestern auf Luxus aller Art. Im australischen Dschungel warten viele Herausforderungen auf die Promis. Foto: MG RTL D/Stefan Menne

Berlin.„Ein Jahr herrschte Ruhe im australischen Dschungel – damit ist es jetzt vorbei“. Die Stimme aus dem Off bringt die Wahrheit unmissverständlich auf den Punkt.

Zwölf neue, mehr oder minder prominente Kandidaten haben am Freitagabend für die 12. Staffel der RTL-Dschungelshow „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus! ihr Lager in dem TV-Camp im Osten des kleinsten Kontinents aufgeschlagen. Dort ist es keineswegs so ruhig, wie RTL vorgibt, denn hier werden übers Jahr im Auftrag mehrerer internationaler Sender Dschungelshows produziert.

Der deutsche Privatsender zog jedenfalls zum Auftakt wieder alle Register, denn es wurde zum Teil richtig widerlich. Alle zwölf Kandidaten mussten in der ersten Ausgabe publikumswirksam widerliche Speisen zu sich nehmen wie Straußenfuß, Kakerlakenbrühe oder Kamelhirn, in fauligem Tierfleisch waten oder in fiese Viecher hineingreifen.

Dabei schlug sich Ex-DSDS-Zweiter Daniele Negroni, der aus dem Landkreis Regensburg stammt, tapfer bei seinen ersten Herausforderungen. „Wenn ich schon mitmache, dann will ich das hier auch rocken“, sagte der Sänger in der Show. Bevor es vom Luxushotel überhaupt in die Wildnis ging, mussten die Kandidaten ihren ganzen Mut zusammen nehmen. Negroni und drei weitere Promis balancierten in der Dunkelheit über einen schmalen Steg und fielen schließlich, natürlich gesichert, in die Tiefe. Von dort aus machten sie sich auf den Weg ins Camp.

Zusammen mit Bachelorette-Sieger David Friedrich trat Daniele Negroni zur Essensprüfung an. Foto: MG RTL D/Stefan Menne

Die erste Dschungelprüfung ließ nicht lange auf sich warten. Die ganze Truppe musste antreten und der eine oder andere stieß schon an Tag eins an seine Grenzen. Negroni meisterte seine Prüfung mit Bravour und verspeiste vor laufenden Kameras einen Straußenzeh „Das wird immer mehr und ist schwer zu beißen“, murmelte der 22-Jährige mit vollem Mund.

Negroni könnte auch in den nächsten Tagen der Hingucker im Camp sein. Denn bevor es in den Dschungel ging, ließ er sich die Haare nochmal färben. Das besondere daran: Die Farbe soll im Dunklen leuchten. „Ich will ein Glühwürmchen sein“, scherzte der Sänger.

Tina York erleidet Schwächeanfall

Zu den prominentesten Vertretern gehören bei der 12. Staffel Ex-Profi-Fußballer Ansgar Brinkmann (48), Uwe Ochsenknechts Ex Natascha (53) und Schlagersängerin Tina York (63). Bis zum 3. Februar wird der „Dschungelkönigin“ beziehungsweise den „Dschungelkönig“ ermittelt. Einer der zwölf Kandidaten wird dann die Nachfolge von Musiker Marc Terenzi antreten, der die Show 2017 gewann.

RTL arbeitete auch sogleich feinsäuberlich die wenigen wirklichen und so nicht geplanten Höhepunkte heraus. Beispiel Nummer eins: Tina York wurde nach dem Kentern ihres Kanus und nach der unfreiwilligen Schwimmeinlage schlecht. Die Schwester von Mary Roos wurde medizinisch versorgt. Sie ließ sich sperren für die Publikumsabstimmung zur nächsten Dschungelprüfung, in der es wie üblich ziemlich eklig zugeht.

Alles wie gehabt: Klamauk und vorgetextete Sprüche

Beispiel Nummer zwei: zwei unschuldige Ratten, die nicht wie die zweibeinigen Kandidaten aus der deutschen Zivilisation mit einer fünfstelligen Summe für ihren Auftritt belohnt werden, trieben es ohne Gage vor der RTL-Kamera im Camp der Mitspieler stilvoll miteinander – da die Szenen nach 22 Uhr ins Bild gesetzt wurden, dürfte der Protest der Jugendschützer gemäßigt ausfallen.

Die Show lebte unter anderem auch von den vorgetexteten Sprüchen des Moderatoren-Duos Sonja Zietlow und Daniel Hartwich. Die 49-jährige Zietlow kündigte schnell an, dass es die letzte Staffel für sie sei, in der sie noch in die Alterszielgruppe passe. Vielleicht hatten die Sprücheschreiber übersehen, dass RTL seit ein paar Jahren seine Zielgruppenspanne nicht mehr zwischen 14 und 49 Jahren, sondern zwischen 14 und 59 Jahren ansiedelt.

Auch lustig: „Wir sind sooooo kurz davor, Daniela Katzenberger zu bekommen“, züngelte Zietlow. „Wir haben mit Costa Cordalis ihren Schwiegervater in der Show gehabt, mit Iris ihre Mutter und mit Jenny Frankhauser ihre Schwester.“ Da fehlt doch in der Tat nicht mehr viel. Mutter Iris begleitete Tochter Jenny auch bis ins australische Hotel und gab ihrem Nachwuchs mit strengem Unterton die Marschroute auf den Weg: „Und wehe, Du gibscht uff!“

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Alle Infos zu „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“ im Special bei RTL.de: www.rtl.de/cms/sendungen/ich-bin-ein-star.html

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