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Menschen

Die Frau, die den Rhein liebt

Gehänselt, geschlagen, missbraucht. Und behaart wegen eines Gendefekts. Moselle hatte genug vom Leben. Der Fluss rettete sie.
Von Sabine Wygas

Normalität, das ist für Moselle Adams seit ihrer Geburt ein Fremdwort. Der Rhein hat sie gerettet, ohne ihn kann sie nicht leben. Foto: Sabine Wygas
Normalität, das ist für Moselle Adams seit ihrer Geburt ein Fremdwort. Der Rhein hat sie gerettet, ohne ihn kann sie nicht leben. Foto: Sabine Wygas

Linz am Rhein.Linz am Rhein, ein trüber Morgen. Moselle Adams geht zum Rhein. Sie will schwimmen. So wie jeden Tag, auch im Winter bei Minusgraden. Sie trägt nur eine Badehose. Anstelle der Brüste hat sie zwei Narben. Um ihre Taille ist ein Seil gebunden, an dem ein fußballgroßer, roter Ball baumelt. Ihr langes, dünnes hellblondes Haar weht im Wind, an vielen Stellen schimmert die Kopfhaut durch. Ihr Rücken ist behaart, am Kinn prangt ein Bart.

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