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Mittwoch, 23. Mai 2018 26° 2

Technik

Die „Hackaburg“ Regensburg ruft

Beim Hackathon werden in kürzester Zeit neue Produkte ausgetüftelt. Die Anmeldung für das Event läuft noch bis zum 6. Mai.
Von Maximiliane Gross

Beim Hackathon sind nicht nur IT-Spezialisten und Programmierer gefragt, sondern auch kreative Köpfe und Designer. Archivfoto: Lex

Regensburg.Der Countdown zum Hackathon „Hackaburg“ 2018 läuft. In 34 Tagen treffen sich in der TechBase am Regensburger Galgenberg wieder kreative Köpfe und technische Genies. Binnen 50 Stunden wollen sie dann an ihren Ideen tüfteln, Prototypen entwickeln und am Ende die Jury von ihrem innovativen Produkt überzeugen.

Mitmachen kann jeder, der entweder eine gute Idee oder das technische Know-How hat, die Idee eines anderen mit umzusetzen und weiterzuentwickeln – denn Teamwork ist beim Hackathon essenziell. Die Anmeldung ist online unter www.hackaburg.de noch bis 6. Mai möglich und die Nachfrage ist riesig. Markus Guder, einer der Organisatoren, erklärt, dass es bis jetzt circa 350 Anmeldungen gibt.

Zugelassen werden am Ende nur 140 von ihnen. „Wir achten bei der Auswahl darauf, dass 90 Prozent der Leute Studenten sind. Zudem ist die Reisekostenerstattung ein weiteres Kriterium“, so Guder. Die Veranstalter rechnen damit, dass gut 70 Prozent der Teilnehmer aus der Region kommen werden, die restlichen 30 Prozent aus Bayern, Deutschland und der Welt.

Erinnerungen wecken Freude

Wer sich im Auswahlverfahren durchgesetzt hat, braucht vom 25. bis 27. Mai jede Menge Ausdauer und starke Nerven. Das Arbeitsumfeld ist an diesem Wochenende eher unkonventionell und eine weitere Herausforderung. Energy-Drinks, halb leere Pizzakartons und Feldbetten dürften in dieser Zeit die Räume der TechBase dominieren.

Dennoch hat das Event seine Reize, wie sich Manfred Sauerer, Chefredakteur der Mittelbayerischen, erinnert: „Ich freue mich schon jetzt auf die Hackaburg. In den vergangenen beiden Jahren habe ich bei unseren beiden Hackathons gesehen, was in so kurzer Zeit möglich ist.“

„Man hat die Möglichkeit, mit lokalen, aber auch mit überregionalen Firmen in Kontakt zu treten.“

Markus Guder, Organisator

Erschwerte Bedingungen hin oder her, für die Teilnehmer kann der Hackathon ein Sprungbrett sein. „Wir können uns als innovatives Medienhaus zeigen sowie wertvolle Kontakte zu kreativen Köpfen und technologisch versierten Studierenden knüpfen“, sagt Sauerer weiter. Diesen Aspekt sieht auch Guder: „Man hat die Möglichkeit, mit lokalen, aber auch mit überregionalen Firmen in Kontakt zu treten.“

Ein weiterer Vorteil sei, dass die Hackathon-Teilnehmer der gleichen Zielgruppe angehören, wie die Menschen, die man mit den technischen Innovationen ansprechen möchte.

Dabei erinnert sich Sauerer auch daran, wie die Mittelbayerische beim Hackathon auf Markus Guder aufmerksam wurde. Der Student stellte dort sein Können unter Beweis, bevor er schließlich an einem Datenprojekt des Medienhauses mitwirkte. Sauerer betont hier, dass man sich für Guder entschieden habe, weil man ihn bereits kannte.

„Die Ursprungsidee des Teams ändert sich oft im Lauf des Hackathons – und zwar fast immer zum Besseren hin.“

Manfred Sauerer, Chefredakteur der Mittelbayerischen

In diesem Jahr haben sich die Organisatoren dafür entschieden, in fünf unterschiedlichen Themenbereichen, den sogenannten Tracks, Sieger zu küren. Zudem schreiben die Sponsoren „Challenges“ aus, in denen die Teilnehmer für die Lösung eines ganz bestimmten Problems auch einen Preis gewinnen können. Das Preisgeld könnte laut Guder in jeder Kategorie bei 500 Euro liegen. Ganz sicher sei das allerdings noch nicht.

Den Teaser zum Hackathon sehen Sie hier:

Die Tracks umfassen die Gebiete Digitaler Journalismus, Sicherheit, Smart Society und E-Health. Für Bewerber, die sich mit keiner der vier Kategorien identifizieren können, gibt es noch den Track „Freie Wahl“.

Aus zwei mach’ eins

Vom 25. bis 27. Mai wird quasi rund um die Uhr an den Ideen gearbeitet. Archivfoto: Lex

In den vergangenen zwei Jahren gab es in der Domstadt jeweils zwei Hackathons. Einen organisierte die Mittelbayerische, den anderen die Ostbayerische Technische Hochschule (OTH). In diesem Jahr entschied man sich dafür, ein gemeinsames Event, die „Hackaburg“, zu veranstalten.

Bei den ersten beiden MZ-Hackathons kooperierte der Mittelbayerische Verlag mit dem Next Media Accelerator (nma) aus Hamburg, der Schwerpunkt lag dabei auf den Medien. „Die Überlegung war, den Blick dieses Mal zu weiten und zu sehen, was in anderen Bereichen passiert“, begründet Sauerer die neue Zusammenarbeit beim Hackathon.

Beim Hackathon ist auch für die Verpflegung gesorgt. Archivfoto: Lex

Den rechtlichen Rahmen (Verträge mit Sponsoren etc.) gibt in diesem Jahr die Digitale Gründerinitiative Oberpfalz (DGO) vor, die MZ ist als Digitaler Medienpartner im Boot und die Studenten um Markus Guder verantworten die inhaltliche Gestaltung. „Wir möchten das ‚Rundum-Sorglos-Hackapaket’ bieten“, erklärt Guder. Das heiße für ihn, dass sowohl für Essen als auch für die Hard- und Software gesorgt werde.

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