MyMz

Monarchie

Die No-Gos auf einer royalen Hochzeit

Sommerkleid und schicke Schuhe reichen? Nicht bei einer königlichen Hochzeit: Das sind die wichtigsten Regeln.

Am 19. Mai trauen sie sich: Prinz Harry und Meghan Markle. Foto: Mark Marlow/afp
Am 19. Mai trauen sie sich: Prinz Harry und Meghan Markle. Foto: Mark Marlow/afp

London.Wer zu einer Hochzeit eingeladen ist, sucht oft lange nach dem richtigen Outfit. Richtig kompliziert wird es für die Gäste einer königlichen Hochzeit – und auch die Braut muss einiges beachten. Was geht gar nicht? Und was muss sein?

Was sollte man als Frau auf einer royalen Hochzeit tragen?

Da geht es schon bei den Farben los. „Man trägt nicht Weiß, das ist der Braut vorbehalten“, sagt Königshausexpertin Leontine von Schmettow. Bei dieser eigentlich auch bei „normalen“ Hochzeiten bekannten Regel erinnern sich viele an die Trauung von Prinz William und Kate. Ausgerechnet deren Schwester und Trauzeugin Pippa Middleton hatte damals mit einem figurbetonten weißen Kleid Aufsehen erregt - das brachte ihr in bunten Blättern den Spitznamen „Her Royal Hotness“ ein. Ebenfalls nicht gerngesehen sind Outfits komplett in Schwarz, denn das steht für Trauer.

In der Einladung zu Harrys und Meghans Hochzeit steht für die Damen: „Day Dress“ mit Hut. Frauen sollten also ein Kleid tragen, das nicht so lang und feierlich ist wie ein Abendkleid – aber festlich und mindestens knielang muss es schon sein. „Und Strumpfhosen sind Pflicht“, sagt von Schmettow. Auch, wenn die transparent sind – „in diesen Kreisen läuft man nicht mit nackten Beinen herum“. Das gilt übrigens auch, wenn es am Hochzeitstag am 19. Mai sehr heiß sein sollte.

„Wenn ein Hut gewünscht ist, dann muss der Kopf immer ein bestimmtest Stück weit bedeckt sein“

Leontine von Schmettow, Königshausexpertin

Außerdem sollten – zumindest in der Kirche – die Schultern bedeckt sein. Da in der Einladung „mit Hut“ steht, ist das ein absolutes Muss. „Hut ist Pflicht, ganz klar“, sagt von Schmettow. Dann müssen die Britinnen auch auf ihren geliebten Fascinator verzichten, wie die Hutdesignerin Fiona Bennett erklärt. „Wenn ein Hut gewünscht ist, dann muss der Kopf immer ein bestimmtest Stück weit bedeckt sein. Ein Fascinator wäre da nicht ausreichend.“ Ein Fascinator ist sehr filigran, manchmal sind es nur zusammenhängende Blüten, der Kopf wird nicht so sehr bedeckt wie von einem Hut.

Lesen Sie außerdem: Meghan will die Diana 2.0 sein

Aber auch beim Hut sind die Auswahlmöglichkeiten groß. „In England sind ja Farben sehr beliebt, und zu so einer Sommerhochzeit erwartet man eher etwas Leichtes“, sagt Bennett. Beispielsweise glattes, elegantes Stroh sei ein schönes Material für einen solchen Anlass. Und: „Frisur und Hut sollten eine Komposition ergeben“, sagt die Designerin. Junge Frauen tragen die Haare auch unter dem Hut gern offen, Hochsteckfrisuren seien aber meist festlicher. Der Trend geht laut Bennett übrigens eher weg von Blumen - hin zu etwas abstrakteren Formen.

Und was gilt für die Männer?

„Ich würde nicht raten, etwas Helles zu tragen“, sagt von Schmettow. „Es wäre unangebracht, beispielsweise einen beigen oder cremefarbenen Anzug anzuziehen.“ Für die Herren steht in der Einladung: Uniform, Anzug – oder „Morning Coat“. Wichtig ist auch eine Krawatte – „und wir werden vermutlich viele Anzüge mit Westen sehen“, sagt die Königshausexpertin.

Spannend bei den Gästen: „Das wird ein interessanter Mix aus Royalty und Celebrity.“ Wer übrigens auch abends eingeladen ist, muss sich wohl noch mal umziehen. Dann tragen die Frauen meist bodenlang und die Herren Frack oder Smoking.

Muss auch die Braut sich an bestimmte Regeln halten?

Oh ja! Wer in das britische Königshaus einheiratet, muss auch Traditionen wahren. Meghan zeigt gern ihre durchtrainierten Oberarme – zumindest in der Kirche wäre das aber unangebracht. Dann sollte sie zumindest ein Jäckchen oder einen Spitzen-Bolero überziehen. „Es ist nirgendwo festgeschrieben, aber Tradition“, sagt von Schmettow. „Wir können aber auch Überraschungen erleben.“ Auf jeden Fall wird die Braut wohl eine Tiara, ein häufig mit Diamanten besetztes Diadem, tragen. Kate trug zu ihrer Hochzeit mit William eine Tiara, die ihr die Queen geliehen hatte. Dies war ein Teil des alten Brauchs, etwas Geborgtes, etwas Altes, etwas Neues und etwas Blaues zu tragen.

Ob die Queen auch Meghan eine Tiara anbietet, ist noch nicht bekannt – Königshausexpertin von Schmettow vermutet es aber. „Und ich denke, dass sie wohl auch einen Schleier tragen wird, sie mag es auch ein wenig romantisch-verspielt.“

Welches Kleid wird die Braut tragen?

  • Designer:

    Beim Kleid erwarten viele, dass sich Meghan für einen britischen Designer entscheidet. „Das symbolisiert die Zugehörigkeit zu dem Land, das ja nun auch ihr Land ist“, sagt Expertin von Schmettow. Ein Kleid aus den USA würde wohl nicht so gut ankommen.

  • Detailliebe:

    Kate hatte damals Blumenmotive als Symbole des Königreichs Großbritanniens in ihr Spitzen-Oberteil einarbeiten lassen – Rosen, Kleeblatt, Osterglocke und Distel. Ob Meghan auch so viel Detailliebe zu den Briten zeigen wird, erfährt man erst am 19. Mai.

Weitere Artikel aus dem Ressort Panorama lesen Sie hier!

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht