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Die Querdruckerin

Susanne Kauth denkt gern um die Ecke. In ihrem Werkstattladen „Blinkfüer“ in Regensburg spielt sie mit Worten.
Von Angelika Sauerer

Ein Schaufenster als Ausguck: Susanne Kauth in ihrem Laden in der Oberen Bachgasse in Regensburg. Foto: Sabine Franzl
Ein Schaufenster als Ausguck: Susanne Kauth in ihrem Laden in der Oberen Bachgasse in Regensburg. Foto: Sabine Franzl

Regensburg.Jeder Weg hat einen Anfang, und dieser beginnt in den Sommerferien 1968 in einem Kindererholungsheim auf der Nordseeinsel Amrum. Susanne kommt aus Lübeck, sie ist sechs Jahre alt und soll an der frischen Meeresluft ein bisschen zunehmen, die Eltern meinen es gut. Abend für Abend liegt sie in einem der in Reih und Glied aufgestellten Betten und wartet auf das Licht. Ist es da, kann sie ihr Heimweh ausknipsen, die Geräusche im Schlafsaal um sie herum ausblenden, das Kichern und Flüstern, ja, und auch die Not der Kinder, die ins Bett gemacht haben und in den nassen Laken nun bibbernd auf die Standpauke warten. Sie schaut in das blinkende Feuer des nahen Leuchtturms und weiß, alles wird gut. Von da an hat sie den festen Plan, Leuchtturmwärterin zu werden. Und am Ende ist es ja auch so gekommen.

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