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Fernsehen

Einstein: Die freche Spürnase ist zurück

Tom Beck löst wieder knifflige Fälle als durchgeknallter „Einstein“. Es ist die zweite Staffel der Serie.
Von Klaus Braeuer, dpa

  • Jochen Schropp spielt in der Serie „Einstein“ den skrupellosen Geschäftsmann Abmeyer. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa
  • Tom Beck wird die Figur „Einstein“ in zehn neuen Folgen verkörpern. Foto: Henning Kaiser/dpa +++(c) dpa -

Berlin.Früher zeigte Sat.1 am Dienstagabend um 20.15 Uhr gerne eigenproduzierte Spielfilme wie „Abi ‚97 - gefühlt wie damals“ mit Tom Beck. Jetzt kommen auf Sendeplatz Serien - und das in direkter Konkurrenz zu RTL („Sankt Maik“). Ob das der zweiten Staffel der Serie „Einstein“ gut bekommt, die 2016 aus einem Film entstand? Sie startet - wieder Tom Beck - am Dienstag (13. Februar) um 20.15 Uhr mit zehn neuen Folgen, wobei jeweils zwei pro Abend gezeigt werden.

Albert Einstein sagte einmal: „Lernen ist Erfahrung, alles andere ist Information“. Und so wiederholt es sein Namensvetter auch in der gleichnamigen Serie. Die Studenten im spärlich besuchten Bochumer Hörsaal sind kurz vorm Wegdämmern, als eine Videobloggerin, die Teil eines Experimentes sein sollte, vor laufender Kamera von einem explodierenden Vibrator zerfetzt wird.

Jochen Schropp ist auf ungewohntem Terrain unterwegs

Dozent Felix „Einstein“ Winterberg (Tom Beck) arbeitet auch als Polizeiberater, und so darf er Kommissarin Elena Lange (Annika Ernst) und deren Chef Stefan Tremmel (Rolf Kanies) bei der Aufklärung dieses Falles behilflich sein. Derweil fürchtet seine Mutter (Angela Roy) aufgrund einer Erbkrankheit ernsthaft um die Gesundheit ihres Sohnes. Und ganz nebenbei eröffnet sie ihm, dass sie die neue Direktorin an seiner Hochschule ist.

Schauspieler und Sänger

  • Tom Beck

    stammt aus Nürnberg; er lebt in Köln. Am 26. Februar wird er 40 Jahre alt. Der Schauspieler, Sänger und Unternehmer absolvierte bis 2003 seine Schauspielausbildung an der Bayerischen Theaterakademie in München im Studiengang Musical.

  • Von 2008 bis 2013

    spielte er in der Serie „Alarm für Cobra 11“.

  • Tom Beck

    spielte und sang in zwei Bands. 2011 wurde erstes Album „Superficial Animal“ veröffentlicht, 2012 das zweite: „Americanized“.

Angela Roy spielt hier als Einzige durchweg glaubhaft und gut. Moderator Jochen Schropp darf sich tapfer mal als Schauspieler (er gibt einen abgebrühten Manager) versuchen, während Rolf Kanies als Oldschool-Ermittler gerne Bonmots aus den Achtzigern loslässt. „Gleichzeitigkeit“ und „Korinthenkacker“ sind selbstverständlich auch nur relative Begriffe, mit denen Felix nur so um sich wirft. Er kennt sich zwar mit Schallwellen und Übertragungsgeschwindigkeiten aus, lässt dafür aber echtes Mitgefühl vermissen.

Tom Beck („Rockstars zähmt man nicht“, Sat.1) wird Ende Februar 40 Jahre alt. „Felix‘ sozial-inkompatible Art rührt ja daher, dass er keine Zeit zu verschwenden hat und sich nicht mit für ihn banal wirkenden Dingen aufhalten will“, zitiert ihn Sat.1. „Er ist kein Misanthrop oder sozial völlig unfähig. Vielmehr ist es seine Entscheidung für das Wesentliche. Und das akzeptieren vermutlich auch seine Mitmenschen.“ Vermutlich nicht alle.

Schwer zu sagen, was Einstein wohl zur Sat.1-Serie sagen würde - angesichts mäßig spannender Drehbücher und einer bemühten Sprache mit Formulierungen von „giga krass“ bis „mega nice“. Sein Aphorismus „Am Anfang gehören alle Gedanken der Liebe. Später gehört alle Liebe den Gedanken“ passt wohl eher nicht.

Die zweite Staffel „Einstein“ startet am Dienstag, den 13. Februar, um 20.15 Uhr auf Sat.1.

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