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Glosse

Glücksatlas: Der Grant gewinnt

Nur das bayerische Sieger-Gen verhindert, dass der Süden unter weiß-blauem Himmel unentwegt juchzt und jodelt.
Von Claudia Bockholt

Regensburg.Warum der Glücksatlas die Demarkationslinie des Wohlbefindens für den Freistaat ausgerechnet zwischen Franken und „Südbayern“ zieht, bleibt Postgeheimnis. Bemerkenswert ist, dass Gesamtbavaria, hier also Söder-Bayern einerseits sowie der ganze Rest andererseits, die höchsten Pro-Kopf-Einkommen der Republik hat. Und trotzdem führen die Schleswig-Holsteiner den Zufriedenheitsindex an. Das ist schon ein dicker Klops! Fehlt uns eine Meeresküste? Sorgt Pils vielleicht eher für glucksendes Wohlbehagen als ein Helles? Es kann ja wohl nicht nur am Münchner Mietwucher liegen – der seine gierigen Tentakeln längst auch Richtung Ingolstadt und Regensburg ausstreckt – dass wir in unserem schönen weiß-blauen Land nicht unentwegt jodeln und juchzen.

Immerhin haben die Bayern in nur einem Jahr drei Plätze im Gute-Laune-Ranking gutgemacht. Dass sie nicht die Nummer 1 sind, liegt wahrscheinlich auch wieder im bajuwarischen Sieger-Gen begründet: Der bayerische Grant lässt das Friesisch-Herbe der rauen Südschweden halt weit, weit hinter sich.

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