mz_logo

Panorama
Freitag, 20. April 2018 26° 1

Tiere

Jaenicke: Tod von Nashorn Sudan wird nichts ändern

Ee engagiert sich seit vielen Jahren im Tierschutz: Schauspieler Hannes Jaenicke.

Schauspieler Hannes Jaenicke ist pessimistisch. Foto: Jens Kalaene

Berlin.Vom Tod des letzten Nördlichen Breitmaulnashorns wird keine Signalwirkung ausgehen, glaubt Tier- und Naturschützer Hannes Jaenicke.

„Es ist den Leuten völlig egal, ob Tiere aussterben oder nicht“, sagte der 58-jährige Schauspieler und Umweltaktivist der Deutschen Presse-Agentur. Das Nashorn Sudan (49) starb als letzter männlicher Vertreter seiner Spezies jetzt in Kenia.

Bei einigen Afrikanern habe allerdings ein Umdenken stattgefunden. „Ich habe viel mit Rangern zu tun, die wohl wissen, worum es geht“, so Jaenicke weiter. „Aber dem entgegen steht ein wüster Jagd- und Safaritourismus. Dem weißen Mann ist der Artenschutz völlig egal.“

Im Wahlkampf sei das auch kein Thema, in keiner GroKo-Verhandlung, nicht mal bei den Grünen, kritisierte Jaenicke. „Wir hatten bis vor kurzem einen Landwirtschaftsminister, der hieß Schmidt, der den Einsatz von Glyphosat noch einmal um fünf Jahre verlängert hat“, so Jaenicke. „Industrie, Lobbyismus sowie der desinteressierte Endverbraucher schauen tatenlos zu.“

Derzeit dreht Jaenicke, der zuletzt Mitte Januar im ZDF mit der Reportage „Im Einsatz für Nashörner“ Mitte Januar einen Film über das Nashorn Sudan ablieferte, eine Dokumentation über die Geparden und über die heimischen Sing- und Zugvögel. Die Mönchsgrasmücke sei fast nicht mehr vorhanden, selbst Stare oder Spatzen seien gefährdet. Jaenicke: „Aber niemand kümmert es wirklich.“

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht