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Jürgen Klopp über den Brexit und die Engländer

Als Trainer des FC Liverpool feiert er Erfolge auf der Insel. Aber Jürgen Klopp interessiert sich auch für Politik.

Jürgen Klopp, Trainer des FC Liverpool. Foto: Martin Rickett
Jürgen Klopp, Trainer des FC Liverpool. Foto: Martin Rickett

Liverpool.Nach Ansicht von Fußballtrainer Jürgen Klopp sollte die britische Bevölkerung erneut über den Austritt aus der Europäischen Union abstimmen.

„Für mich macht der Brexit keinen Sinn“, sagte Klopp der britischen Tageszeitung „Guardian“. „Lasst uns das noch einmal durchdenken und dann mit den richtigen Informationen abstimmen - nicht mit den Infos, die man in der Brexit-Kampagne bekommen hat. Die waren offensichtlich nicht korrekt, jedenfalls nicht alle.“

Perfekt sei die EU zwar nicht, meinte der 50-Jährige, der in England seit gut zweieinhalb Jahren den FC Liverpool trainiert, „aber es war die beste Idee die wir hatten. Die Geschichte hat immer wieder gezeigt, dass wir die Probleme lösen können, wenn wir zusammen bleiben.“

Das Leben und die Menschen auf der Insel empfindet Klopp trotz der Brexit-Entscheidung vom Juni 2016 nicht als abgeschottet. „Ich habe gehört, dass Engländer nicht über den Tellerrand schauen, aber das sehe ich nicht so“, berichtete er. „Ich kann nicht sagen, dass Deutschland offener ist. Wenn man die falschen Leute in Deutschland fragt, würden sie sagen: "Ja, wir wollen einen Zaun, um Ausländer fernzuhalten, und wenn Sie schon dabei sind, machen Sie ihn so hoch wie die Berliner Mauer." Europa war etwas seltsam in den letzten Jahren.“

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