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Ernährung

Letzter Platz für Jahn im Vegan-Ranking

Die Organisation Peta bewertet das Essens-Angebot der Bundesliga-Stadien. Die Conti-Arena Regensburg schneidet schlecht ab.
Von Antonia Küpferling

Pommes sind nur eines von zwei veganen Gerichten, die es für Fußballfans in der Conti-Arena gibt. Symbolfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Pommes sind nur eines von zwei veganen Gerichten, die es für Fußballfans in der Conti-Arena gibt. Symbolfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Regensburg.Gemüse-Wrap statt Hotdog: In einem Ranking der etwas anderen Art kürt die Tierrechtsorganisation Peta jedes Jahr das vegan-freundlichste Stadion innerhalb der Bundesliga und 2. Bundesliga. Der SSV Jahn Regensburg schneidet dabei schlecht ab und landet auf dem letzten Platz.

In der Continental Arena gibt es demnach nur zwei einfache vegane Gerichte: Brezeln und Pommes. Das gleiche spärliche Angebot gibt es bei Borussia Mönchengladbach, beim VfL Bochum und beim SC Paderborn. Die vier Vereine teilen sich den letzten Platz.

Schalke 04 liegt vorne

Im Vegan-Ranking wird das Angebot der Stadioncaterer bewertet. Grafik: Peta
Im Vegan-Ranking wird das Angebot der Stadioncaterer bewertet. Grafik: Peta

Den ersten Platz belegt, wie schon in den Vorjahren, der FC Schalke 04. Dort gibt es Peta zufolge ein umfangreiches Angebot mit veganen Linsenravioli mit Curry-Kokossoße, veganem Lahmacun mit gegrilltem Gemüse und scharfer Soße sowie einem veganen Grillgemüse-Wrap. Das reichte für Schalke zum ersten Platz vor dem RB Leipzig und dem FC St. Pauli.

Bewertet werden einfache Speisen wie Brezeln, salzige und süße Bachwaren, Kartoffelgerichte wie Pommes sowie Smoothies mit je einem Punkt. Drei Punkte gibt es für Angebote wie vegane Burger, gebratene Nudeln und Salate. Die Angebote in den VIP-Bereichen der Stadien werden ebenso nicht beachtet wie Knabbereien (Chips, Eis, Popcorn und Co.).

Keine Überprüfung vor Ort

Zur Ermittlung des Rankings werden seit 2005 regelmäßig Vereine, Caterer und Stadionbetreiber gebeten, Peta eine Liste des veganen Speisenangebots für Besucher zukommen zu lassen. „Wir haben leider nicht die Kapazität, uns alle Stadien selber anzuschauen“, sagt Projektleiterin Felicitas Kitali auf Nachfrage der Mittelbayerischen. Die Organisation verlässt sich bei dem Ranking also darauf, dass sie richtige Informationen aus den Stadien erhält.

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In diesem Jahr haben 24 der insgesamt 36 Caterer die Tierrechtsorganisation über ihr Angebot informiert. Angeschrieben wurden alle Stadion-Caterer der Bundesliga und 2. Bundesliga. Nach Angaben von Peta wollen manche Anbieter bewusst nicht im Ranking auftauchen, da sie kaum Veganes im Angebot haben. Manche melden sich gar nicht zurück. Insofern ist es möglich, dass es Vereine mit einem noch schlechteren Essens-Angebot als beim Jahn gibt. Bei Peta geht man jedoch davon aus, dass die meisten Stadioncaterer zumindest Pommes im Angebot haben, wie Kitali mitteilt. Die Ernährungswissenschaftlerin wünscht sich: „Stadien auf den Abstiegsplätzen sollten sich vom Angebot der Top 5 inspirieren lassen.“

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