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Kriminalität

Mann tötet Frau auf offener Straße

Am Donnerstag eskaliert auf Göttinger Straße ein Streit. Eine Frau wird angegriffen und stirbt. Der Angreifer flüchtet.

Ermittler am abgesperrten Tatort in Göttingen: Hier wurde eine Frau auf offener Straße von einem Mann getötet. Foto: Swen Pförtner/dpa
Ermittler am abgesperrten Tatort in Göttingen: Hier wurde eine Frau auf offener Straße von einem Mann getötet. Foto: Swen Pförtner/dpa

Göttingen.Auf der Suche nach dem mutmaßlichen Mörder von Göttingen ist in Elze bei Hildesheim ein Zug gestoppt worden. Nach einem Hinweis des Personals sei der Zug des Bahnbetreibers Metronom am Freitagmorgen angehalten worden, sagte eine Polizeisprecherin. Es habe einen Hinweis vom Personal auf den Gesuchten gegeben.

„Daraufhin wurde der Zug gestoppt und die Polizei verständigt“, sagte sie. „Als die Beamten eintrafen, flüchtete die Person aus dem Zug.“ Dann sei eine umfangreiche Suchaktion gestartet worden. „Die Suche dauert an“, sagte sie am Mittag. Auch eine Drohne, ein Hubschrauber und Spürhunde waren im Einsatz.

Zeugen ebenfalls attackiert

Bei einem Streit auf offener Straße soll ein 52 Jahre alter Mann am Donnerstag im niedersächsischen Göttingen eine Bekannte umgebracht haben. Sie starb noch am Tatort. Zeugen, die dem 44 Jahre alten Opfer helfen wollten, wurden laut Polizei ebenfalls von dem Täter attackiert. Eine 57-Jährige wurde dabei nach Angaben der Polizei vom Freitag lebensgefährlich verletzt.

Die Ermittler veröffentlichten ein Foto von dem Täter und warnten davor, ihn anzusprechen. Sie gehen davon aus, dass er noch immer bewaffnet ist. Sie gehen davon aus, dass er noch immer bewaffnet ist.

Der Gesuchte konnte aus dem Zug entkommen, nachdem ihn Personal in einem Waggon eingeschlossen hatte, wie die „Hildesheimer Allgemeine Zeitung“ berichtete. Der Mann habe daraufhin eine Scheibe mit dem Nothammer eingeschlagen und sei am Bahnhof Elze aus dem Fenster gesprungen, hieß es in dem Bericht.

Motiv zunächst unklar

Wegen der durch die Suche verursachten Sperrung der Strecke kam es im Bahnverkehr zu großen Verzögerungen. Auch der Fernverkehr war betroffen. „In Göttingen hielten die Züge am Vormittag wegen des Polizeieinsatzes nicht“, sagte sie. Auch im Göttinger Stadtgebiet wurde am Freitagmorgen weiter gefahndet.

Das Verbrechen hatte sich gegen 13 Uhr am Donnerstag ereignet. Laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung stach der Deutsche das Opfer zunächst nieder, schlug dann mit einem Feuerlöscher auf die Frau ein, übergoss sie mit Benzin und zündete sie an – die Polizei wollte zu diesen Details zunächst nichts sagen. „Wir kommentieren das nicht“, sagte eine Sprecherin am Abend auf Anfrage. Das Motiv war zunächst noch unklar.

Suche nach Flüchtigem

Den Beamten zufolge floh der Mann nach der Bluttat auf einem Fahrrad mit Packtaschen. Sie suchten zeitweise mit einem Hubschrauber nach ihm. Der Bereich rund um den Tatort im Stadtteil Grone wurde weiträumig abgesperrt.

Informationen, dass es sich bei der Tatwaffe um ein Messer handelte, bestätigte die Polizei zunächst nicht. Die Deutsche Bahn sperrte bereits am Donnerstag vorsorglich den Göttinger Bahnhof und die Strecke zwischen Hannover und Kassel, mehrere Züge im Fernverkehr wurden umgeleitet. Die Sperrung war zwischenzeitlich aber wieder aufgehoben worden.

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