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Prozess

Miss Germany 2013 klagt erfolgreich

Caroline Noeding hat sich gegen die Miss Germany Corporation durchgesetzt. Es ging um Einblick in das Geschäftskonto.

Caroline Noeding wurde 2013 zur „Miss Germany“ gewählt. Foto: dpa
Caroline Noeding wurde 2013 zur „Miss Germany“ gewählt. Foto: dpa

Köln.Caroline Noeding, Miss Germany 2013, hat sich erfolgreich vor dem Landgericht Oldenburg gegen die Miss Germany Corporation (MGC) durchgesetzt (Az. 17 O 1118/05). Der Miss-Wahlen Veranstalter aus Oldenburg wurde dazu verurteilt, durch Vorlage der geschäftlichen Kontoauszüge Auskunft über Einnahmen zu erteilen.

Hintergrund der Auseinandersetzung ist die Überprüfung sämtlicher Abrechnungen und Zahlungen nach der Zusammenarbeit aus den Jahren 2013-2014. Die Miss Germany 2013 kündigte diese fristlos. Noeding hatte gefordert, das Geschäftskonto offen zu legen. Dieses Konto wurde eigens als Treuhandkonto für die Miss Germany eingerichtet. Merkwürdigerweise verweigerte die Geschäftsführung dies aber vehement. Daraufhin reichte Caroline Noeding erfolgreich Auskunftsklage beim Landgericht Oldenburg ein.

„Die Beklagte wird verurteilt, Auskunft zu erteilen durch Vorlage lückenloser Kopien sämtlicher Kontoauszüge des Kontos mit der Nummer xxxxxxx bei der Landessparkasse Oldenburg für die Zeit vom 05.03.2013 bis zum 30.12.2014.“

Urteil des Landgerichts Oldenburg

Trotz des eindeutigen Urteils weigert sich die Miss Germany Corporation weiterhin die ordnungsgemäße Auskunft und legt lediglich geschwärzte Kontoauszüge vor. Daraufhin wurde die Zwangsvollstreckung gegen das Unternehmen eingeleitet.

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Selbstgetippte Rechnungen machten stutzig

Dazu Caroline Noeding: „Die selbstgetippten Rechnungen haben mich stutzig gemacht. Insgesamt kann hier etwas nicht stimmen. Wie ich von anderen Misses gehört habe, war deren Vergütung wesentlich höher. Zudem weiß ich zum Teil nicht, was die Klemmers wirklich verhandelt und eingenommen haben. Alles sehr undurchsichtig und für mich sehr nebulös.“

Fachanwalt für Medienrecht Patrick Rehkatsch: „Aufgrund der Salami-Taktik der Miss Germany Corporation gehen wir davon aus, dass diese etwas zu verbergen hat. Zudem ist noch nicht klar, wie viele Einnahmen durch alle möglichen Werbe- und Sponsorenverträge wirklich getätigt wurden. Unserer Mandantin dürften noch Vergütungen zustehen.“

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