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Wettbewerb

Musikfans freuen sich auf den ESC

Israel ist dieses Jahr Austragungsort des Eurovision Song Contests. Es gibt Sicherheitsbedenken – und schon einige Favoriten.
Von Anna-Leandra Fischer und Tamara Greiner

Deutschland schickt das Duo „S!sters“ in das Finale des ESC. Foto: Carsten Koall/dpa
Deutschland schickt das Duo „S!sters“ in das Finale des ESC. Foto: Carsten Koall/dpa

Tel Aviv.Es ist Mai und damit wieder Zeit für den Eurovision Song Contest (ESC). Der findet in diesem Jahr in Israel statt und vor allem vor Ort wird über die Veranstaltung viel diskutiert. Viele Menschen stört es, dass der Songcontest an einem Samstag stattfindet. Am Sabbat haben die Juden eigentlich Ruhetag. Dennoch bemüht sich die Stadt Tel Aviv, eine Stadt wie jede andere zu sein – auch wenn es erst vor wenigen Wochen zu schweren gewalttätigen Auseinandersetzungen in Israel kam.

Am Abend nun startet der ESC. In Deutschland wird die Veranstaltung ab 20.15 Uhr in der ARD zu sehen sein, offizieller Start des Wettbewerbs ist um 21 Uhr. Kommentieren wird die Veranstaltung im TV – wie jedes Jahr – der Journalist, Radio- und TV-Moderator Peter Urban. Er ist „die deutsche Stimme des ESC“, seit 1997 begleitet er die Liveshow mit seinen Anmerkungen.

Madonna tritt als Stargast auf. Foto: Jason Szenes/EPA/dpa
Madonna tritt als Stargast auf. Foto: Jason Szenes/EPA/dpa

Den „Eine-Million-Dollar-Auftritt“ wird die Pop-Sängerin Madonna als „Sensations-Act“ ablegen. Dies bestätigten die Veranstalter am Freitagmorgen und verrieten bereits, dass sie ihre Klassiker „Like A Prayer“ und „Future“ performen wird. Die Gage von rund einer Million Euro übernimmt der israelisch-kanadische Milliardär Sylvan Adams.

Wer steht im Finale?

Beim ersten Halbfinale haben sich die Kandidaten aus Griechenland, Weißrussland, Serbien, Zypern, Estland, Tschechien, Australien, Island, San Marino und Slowenien durchgesetzt. Foto: Ilia Yefimovich/dpa
Beim ersten Halbfinale haben sich die Kandidaten aus Griechenland, Weißrussland, Serbien, Zypern, Estland, Tschechien, Australien, Island, San Marino und Slowenien durchgesetzt. Foto: Ilia Yefimovich/dpa

Wie jedes Jahr sind die fünf „Big-Five-Länder“ Frankreich, Spanien, Italien, Deutschland und Großbritannien gesetzt. Auch Israel ist Finalist, weil das Land den letzten ESC für sich entscheiden konnte. In den beiden Halbfinals am Dienstag, 14. Mai, und Donnerstag, 16. Mai, entschied sich, welche zwanzig weiteren Länder am Finale teilnehmen. Insgesamt hatten sich 42 Länder beworden, die Ukraine hatte die Bewerbung jedoch zurückgezogen.

Diese Künstler könnten den Wettbewerb für sich entscheiden:

web_ESC 2019_Favoriten

Im ersten Halbfinale konnten sich Griechenland, Weißrussland, Serbien, Zypern, Estland, die Tschechische Republik, Australien, Island, San Marino sowie Slowenien als Gewinner behaupten. Vor allem die australische Sängerin Kate Miller Heidke überzeugte dabei mit einem beeindruckenden Auftritt. Die Kandidaten aus Montenegro, Finnland, Polen, Ungarn, Belgien, Georgien sowie Portugal schieden in dieser Runde dagegen aus.

Aus dem zweiten Halbfinale gingen Nordmazedonien, die Niederlande, Albanien, Schweden, Russland, Aserbaidschan, Dänemark, Norwegen, Schweiz und Malta als Sieger hervor. Die Kandidaten aus Litauen, Kroatien, Österreich, Rumänien, Lettland, Moldau, Irland und Armenien kamen in dieser Runde nicht weiter.

Deutschland beim ESC

Deutschland schickt das Duo „S!sters“ in das Finale des ESC. Foto: Carsten Koall/dpa
Deutschland schickt das Duo „S!sters“ in das Finale des ESC. Foto: Carsten Koall/dpa

Für Deutschland geht das Duo „S!sters“ an den Start. „S!sters“, das sind Carlotta Truman und Laurita Spinelli. Sie konnten die Show „Unser Lied für Israel“ im Februar für sich entscheiden. Es bleibt abzuwarten, ob Truman und Spinelli an den Erfolg vom deutschen Teilnehmer 2018, Michael Schulte, anknüpfen können. Dieser erreichte den vierten Platz. Die beiden Frauen performen am Samstag den Song „Sister“:

Im letzten Jahr hat Netta aus Israel den ESC für sich entschieden. Das war nicht verwunderlich: Der Hype um die Sängerin war schon im Vorfeld in Portugal groß. Kaum war die Elektropop-Nummer mit schnellen Beats und orientalischen Klängen am 11. März 2018 abends auf der Webseite des israelischen Senders Kan veröffentlicht, verzeichnete er schon 1,3 Millionen Seitenaufrufe. Auf Youtube hat der Song „Toy“ bis jetzt 114 Millionen Auftrufe. Der Erfolg von Netta war abzusehen.

Der Niederländer ist mit seiner gefühlvollen Ballade „Arcade“ einer der Favoriten des diesjährigen ESC. Foto: Sebastian Scheiner
Der Niederländer ist mit seiner gefühlvollen Ballade „Arcade“ einer der Favoriten des diesjährigen ESC. Foto: Sebastian Scheiner

Einer der großen Favoriten des diesjährigen ESC ist der Niederländer Duncan Laurence. Mit seiner gefühlvollen Ballade „Arcade“ will der Sänger die Menschen berühren. Die Buchmacher sehen ihn damit jedenfalls schon auf Platz eins. Ob er das schafft, wird sich am späten Samstagabend zeigen.

Mit Material der DPA.

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