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Kriminalität

Mutmaßlicher Sexualstraftäter gefasst

Tausende Fotos soll ein Mann vom Kindsmissbrauch gemacht haben. In der Nacht zum Dienstag wurde er in Krefeld geschnappt.

Ein Polizist führt einen mit Handschellen gefesselten Mann ab. Foto: Daniel Reinhardt/dpa
Ein Polizist führt einen mit Handschellen gefesselten Mann ab. Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Krefeld.Er soll fast 4000 Fotos und Videos vom Missbrauch zweier Jungen im Darknet verbreitet haben: Wenige Stunden nach einer öffentlichen Fahndung mit Fotos des Verdächtigen haben die Ermittler am Niederrhein einen mutmaßlichen Sexualstraftäter festgenommen.

Der 45-Jährige soll mindestens zwei etwa sieben und zehn Jahre alte Jungen mehrfach missbraucht haben. In der Nacht zum Dienstag sei der Mann in einem Hotel in Krefeld festgenommen worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt mit.

Fast 4000 Bilder und Videos gemacht

Insgesamt liegen den Behörden nach eigenen Angaben mehr als 3800 Bild- und Videodateien vor, die in einer Dachgeschosswohnung entstanden sind. Sie wurden auf einer kinderpornografischen Plattform im verschlüsselten Teil des Internets veröffentlicht.

Doch zunächst schlugen alle Versuche der Ermittler fehl, den Sexualstraftäter auf den Bildern und Videos zu identifizieren. Auch die Opfer und den Tatort konnten sie nicht bestimmen. Am Montag entschieden sie sich deshalb, Fotos des Mannes zu veröffentlichen.

Beim Bundeskriminalamt gingen viele Hinweise ein

Sehr schnell seien beim Bundeskriminalamt zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Dadurch habe man den 45-Jährigen Deutschen identifizieren können. Noch am Montag sei seine Wohnung in Viersen durchsucht worden. Dabei seien elektronische Datenträger sichergestellt worden - von dem Verdächtigen fehlte allerdings jede Spur.

Er sei schließlich in der Nacht zum Dienstag um 2.45 Uhr festgenommen worden. Widerstand habe er nicht geleistet. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung über die Umstände der Festnahme berichtet. Noch am Dienstag soll der Mann einem Haftrichter vorgeführt werden. Hinweise auf weitere Opfer gebe es nicht, sagte Oberstaatsanwalt Alexander Badle.

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