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Montag, 18. Juni 2018 26° 2

Medien

Obamas kooperieren mit Netflix

Das Paar will „Geschichten mit der ganzen Welt teilen“. Die neue Aufgabe soll nichts mit Parteipolitik zu tun haben.
Von Martin Bialecki, dpa

Machten sich seit dem Abschied vom Weißen Haus öffentlich rar: Michelle und Barack Obama Foto: Jim Young/afp
Machten sich seit dem Abschied vom Weißen Haus öffentlich rar: Michelle und Barack Obama Foto: Jim Young/afp

Hollywood.Der ehemalige US-Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle haben mit dem Videostreamingdienst Netflix eine umfangreiche Kooperation abgeschlossen. Sie umfasst die Produktion von Filmen, Serien und Dokumentationen, teilte Netflix in Hollywood mit. Über das finanzielle Volumen der Zusammenarbeit wurde nichts bekannt.

Über das Vorhaben war bereits seit längerem spekuliert worden. Die „New York Times“ hatte im März zuerst darüber berichtet. Darin hatte es geheißen, maßgebliche Themen der Produktionen könnten die Felder sein, die Obama auch als Präsident am Herzen gelegen hätten. Dazu gehörten etwa die Gesundheitspolitik, das Thema Einwanderung oder das Wahlrecht.

„Die Welt besser machen“

  • Netflix-Programmchef

    Ted Sarandos zeigte sich in einer Mitteilung erfreut über die neuen Mitarbeiter. Die Obamas zählten zu den „respektiertesten und bekanntesten öffentlichen Persönlichkeiten der Welt“, erklärte Sarandos.

  • Die Obamas

    seien „in der einzigartigen Lage, Geschichten über Menschen zu entdecken, die etwas bewegen und die sich bemühen, die Welt besser zu machen“. Auf Twitter und Instagram haben sie zusammengerechnet 150 Millionen Follower.


Obama möchte nicht über Trump sprechen

Die Zeitung hatte Obama so zitiert, dass die weltweite Plattform nicht für eine Auseinandersetzung mit seinem Nachfolger Donald Trump oder für Tagespolitik genutzt werden solle.

Die Obamas gründeten für die Kooperation eine Produktionsfirma mit dem Namen Higher Ground. Das lässt sich mit „Eine höhere Ebene“ übersetzen. Es kann auch auf die Präsidentschaft Trumps gemünzt gelesen werden. Barack Obama erklärte in einer Stellungnahme, er hoffe sehr darauf, mit Michelle die vielen talentierten, kreativen und inspirierenden Stimmen fördern zu können, die ein besseres gegenseitiges Verständnis zwischen Menschen unterstützten. „Wir wollen ihnen helfen, ihre Geschichten mit der ganzen Welt zu teilen.“

Michelle Obama möchte Geschichten erzählen

Michelle Obama erklärte: „Barack und ich haben immer an die Macht des Geschichtenerzählens geglaubt – um uns zu inspirieren und unser Denken über die Welt zu verändern.“

„Barack und ich haben immer an die Macht des Geschichtenerzählens geglaubt – um uns zu inspirieren und unser Denken über die Welt zu verändern.“

Michelle Obama

Die Obamas haben sich nach ihrem Abschied aus dem Weißen Haus öffentlich sehr zurückgehalten. Sie leben zwar weiterhin in der Hauptstadt Washington, sind dort aber kaum zu sehen. Barack Obamas Präsidentschaft wurde von Bildern und sozialen Medien stark geprägt, er wusste beides auch seinerseits sehr zu nutzen.

Der Streamingdienst Netflix ist mit etwa 125 Millionen Abonnenten (Stand erstes Quartal 2018) der größte Videostreamingdienst der Welt. Er bietet unter anderem global erfolgreiche Serien wie „House of Cards“, „Orange is the new black“, „Narcos“, „Stranger Things“ oder „The Crown“ an.

Mehr aus dem MZ-Spezial „angeschaut“ lesen Sie hier.

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