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Verkehr

Polizei geht mit „Speedmarathon“ gegen Raser vor

Mit einem „Speedmarathon“ will die Polizei Temposünder zur Vernunft bringen. Die Aktion hat vor allem erzieherischen Charakter - zahlreiche Kontrollstellen wurden vorab bekanntgegeben. Tausende Autofahrer dürfte es dennoch wieder erwischt haben.

An einer Grundschule in München misst ein Polizist mit einer Laserpistole die Geschwindigkeit vorbeifahrender Fahrzeuge. Foto: Matthias Balk
An einer Grundschule in München misst ein Polizist mit einer Laserpistole die Geschwindigkeit vorbeifahrender Fahrzeuge. Foto: Matthias Balk

Berlin.Mit Blitzer und Lasterpistole gegen  Raser: Die Polizei in mehreren Bundesländern hat am Mittwoch eine groß angelegte Aktion gegen zu schnelles Fahren begonnen. Um 6.00 Uhr begann der bis zu 24-stündige Blitzmarathon.

Tausende Polizisten waren unter anderem in Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Brandenburg im Einsatz, um die Geschwindigkeit von Autos zu messen und Raser zu erwischen.

Zu den Temposündern gehörte in Hessen etwa ein Fahrer auf der Bundesstraße 44 bei Biblis, der mit 189 Stundenkilometern statt der erlaubten 100 unterwegs war. In Brandenburg stellte die Polizei bis Mittwochmittag gut 1700 Geschwindigkeitsverstöße fest. „Die Zwischenbilanz vom #Blitzermarathon stimmt uns traurig“, schrieb sie bei Twitter.

Hintergrund des „Speedmarathons“ oder auch Blitzermarathons ist eine Aktionswoche des europäischen Polizei-Netzwerks Tispol. Die Organisation hat sich zum Ziel gesetzt, die Zahl der Unfallopfer zu verringern. Es geht den Angaben zufolge nicht darum, möglichst viele Raser zu erwischen, sondern auf Gefahrenstellen im Verkehr aufmerksam zu machen. Überhöhtes Tempo zählt zu den häufigsten Ursachen bei schweren Unfällen mit Toten oder Verletzten.

Ergebnisse der Kontrollaktion wurden für diesen Donnerstag erwartet. 2017 waren Zehntausende Temposünder ertappt worden, obwohl - wie auch in diesem Jahr - zahlreiche Kontrollpunkte schon vorab von der Polizei veröffentlicht worden waren.

Nicht alle Bundesländer machten bei dem eintägigen „Speedmarathon“ mit. So verzichten zum Beispiel Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein oder Baden-Württemberg auf eine Teilnahme.

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