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Prinz Harry und Meghan überglücklich

Jawort vor 600 Gästen und Kutschfahrt zwischen Tausenden: Das königliche Brautpaar wirkt bei der Hochzeot sehr verliebt.

  • Prinz Harry und Meghan Markle haben sich auf Schloss Windsor das Ja-Wort gegeben. Foto: AFP / Ben Birchall
  • Queen Elizabeth II kommt bei Schloss Windsor an. Foto: AFP / Gareth Fuller

Windsor.Jawort vor 600 Gästen, Kutschfahrt zwischen mehr als 100 000 Schaulustigen, Millionen vor den Fernsehern: Die Hochzeit von Prinz Harry (33) und Meghan Markle (36) an diesem Samstag begeistert Royal-Fans rund um den Globus.

Es war die Hochzeit des Jahres: Prinz Harry (33) und Meghan Markle (36) haben am Samstag in Windsor geheiratet. Die englische Kleinstadt war im Ausnahmezustand. Zehntausende Fans jubelten dem Paar zu, als es mit der offenen Kutsche durch die Menge fuhr. Zuvor gab es den ersten Kuss nach der Hochzeit.

Zur Trauung in der St.-Georgs-Kapelle auf dem Gelände von Schloss Windsor kamen neben der Queen und der königlichen Familie überraschend viele Prominente aus dem Showbiz und dem Sport. Darunter waren George und Amal Clooney, David und Victoria Beckham, Elton John, US-Moderatorin Oprah Winfrey und Tennisstar Serena Williams.

Prinz Harry (l.) und sein Bruder Prinz William erreichten Schloss Windsor. Foto: AFP / Andrew Milligan
Prinz Harry (l.) und sein Bruder Prinz William erreichten Schloss Windsor. Foto: AFP / Andrew Milligan

Die Feier selbst war klassisch und mit britischem Prunk, aber auch emotional und mit einigen besonderen Momenten: Einen Teil des Wegs zum Altar legte Meghan allein zurück, nur begleitet von den Blumenkindern. Auf halber Strecke nahm sie ihr Schwiegervater, Prinz Charles, am Arm und führte sie zu seinem jüngsten Sohn, der Gala-Uniform trug. Harry wartete sichtlich nervös auf seine Braut, neben sich sein Bruder William als Trauzeuge.

Meghans Vater Thomas Markle hatte seine Tochter eigentlich zum Traualtar führen sollen, seine Teilnahme an der Hochzeit aber kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen abgesagt. Meghans Mutter Doria Ragland war bei der Zeremonie dabei. Sie wirkte sehr gerührt.

Impressionen von der königlichen Hochzeit

Vor dem Eheversprechen stimmte ein Gospelchor den 60er-Jahre-Hit „Stand by Me“ des 2015 verstorbenen US-Musikers Ben E. King an. Der US-Reverend Michael Curry hielt eine engagierte Predigt, in der er den schwarzen Bürgerrechtler Martin Luther King zitierte und vehement die Macht der Liebe betonte. Das war ein viel beachteter Kontrast zur eher feierlich-steifen Zeremonie des anglikanischen Gottesdienstes.

Die Engländer in Regensburg sind von dem Spektakel der Royals nur mäßig amüsiert. Eine von ihnen aber wird den Union Jack hissen.

Erst sagten Harry und Meghan „I will“, später erklärte der Erzbischof von Canterbury sie schließlich zu Mann und Frau. „Was Gott zusammengeführt hat, soll der Mensch nicht trennen“, sagte der Erzbischof Justin Welby und legte die Hände des Paares zusammen.

Zuvor hatten sich die beiden gegenseitig ihre Ringe an die Finger gesteckt. Meghans Trauring ist aus Gold und ein Geschenk der Queen, Harrys Ring aus Platin. Meghan verzichtete in ihrem Ehegelübde auf das Versprechen des „Gehorsams“ gegenüber ihrem Bräutigam. Die US-Schauspielerin, die afroamerikanische Wurzeln hat, trägt nun den Titel „Ihre königliche Hoheit die Herzogin von Sussex“.

Meghan hatte ein Brautkleid der britischen Designerin Clare Waight Keller ausgewählt, das diese für das französische Modehaus Givenchy entworfen hatte. Das weiße Kleid war bodenlang, schlicht, mit langen Ärmeln und einem U-Boot-Ausschnitt. Meghan habe sich für ein reines Weiß entschieden, weil dies frisch und modern wirke, hieß es vom Palast. Auf dem Kopf trug sie eine Tiara von 1932, die ihr die Queen geliehen hatte.

Große Open-Air-Feier für Tausende

Auf den Straßen von Windsor, rund 40 Kilometer westlich von London gelegen, hatten sich nach offiziellen Angaben mehr als hunderttausend Menschen zu einer großen Open-Air-Hochzeitsfeier versammelt. Viele Fans hatten sich besonders herausgeputzt, beispielsweise mit Union-Jack-Outfits. Die Menge bejubelte die Nobelkarossen mit den Gästen, die auf dem Weg zur Kapelle an ihr vorbeifuhren. Bei der Nationalhymne zum Schluss der Zeremonie wurde kräftig mitgesungen. Starke Polizeipräsenz sicherte das Ereignis.

Nach der Kutschfahrt durch Windsor kehrte das Paar zum Schloss zurück, um dort mit seinen Hochzeitsgästen zu feiern - ohne Kameras. Damit war der öffentliche Teil der Trauung praktisch vorüber. Zunächst gab es für die rund 600 Gäste auf Einladung von Königin Elizabeth II. einen Empfang in der St.-Georgs-Halle direkt neben der Kapelle.

Am Abend bestand dann aber nochmal kurz die Chance für royale Fans, einen Blick auf das Brautpaar zu erhaschen: Gegen 20.00 Uhr wollten sie zum Abendempfang von Harrys Vater Prinz Charles ins etwa zwei Kilometer entfernte Frogmore House fahren, ein idyllisch gelegenes Anwesen auf dem Schlossgelände.

„Mein Baby sieht wunderschön und sehr glücklich aus“

Thomas Markle, Vater von Meghan

Am Dienstag erfüllen Harry und Meghan dann schon ihre royalen Pflichten bei einer Garten-Party des Buckingham-Palasts, auf der Prinz Charles Vertreter wohltätiger Organisationen empfängt. Danach könnte es für die Frischvermählten in die Flitterwochen gehen, doch den Ort der möglichen Reise hält der Palast geheim.

Der Vater von Meghan Markle schickte von Kalifornien aus Glückwünsche zur Hochzeit seiner Tochter. „Mein Baby sieht wunderschön und sehr glücklich aus“, sagte Thomas Markle dem Promiportal „TMZ“. „Ich wünschte, ich wäre dort und wünsche ihnen all meine Liebe und alles Glück.“ Markle sagte weiter, dass die Zeremonie für ihn „emotional und voller Glück“ gewesen sei. Der 73-Jährige ist in Kalifornien und erholt sich dort von einer Herzoperation.

Hochzeitsfieber herrschte auch an einigen Orten in Deutschland: In mehreren Städten gab es Partys. Die britische Botschaft in Berlin hatte 400 Gäste geladen, sie feierte mit einer Fernsehübertragung und englischen Snacks. Im deutschen Fernsehen übertrugen mehrere Sender die Hochzeit live.

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Nicht dabei war Meghans Vater Thomas Markle. Er musste sich einer Herz-OP unterziehen. Zuvor hatte es reichlich Wirbel um den 73-Jährigen gegeben, unter anderem hatte er gegen Geld für gestellte Paparazzi-Fotos posiert. Zum Altar schreitet die Braut daher am Arm ihres künftigen Schwiegervaters, Prinz Charles (69).

Der Gottesdienst mischte Tradition mit ein wenig Moderne. Laut Programm wird ein Gospelchor unmittelbar vor den Eheversprechen den 60er-Jahre-Hit „Stand by me“ des 2015 gestorbenen US-Musikers Ben E. King singen. Meghan wird ihrem Bräutigam keinen „Gehorsam“ versprechen, die Trauung wird in einem nicht allzu altertümlichen Englisch abgehalten.

Mit Meghan Markle bekommen die Royals erstmals ein Mitglied mit ethnisch gemischten Wurzeln. Lesen Sie hier einen Kommentar zu dieser Premiere für die Windsors:

Kommentar

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Das Geschäft mit dem Brautpaar läuft prächtig

Auch wenn sich einer Umfrage zufolge rund die Hälfte der Briten aus der „Royal Wedding“ gar nichts macht – das Geschäft mit dem Brautpaar läuft prächtig. Vor allem Becher mit Motiven der beiden seien beliebt, berichten Souvenirverkäufer in Windsor. Aber auch Geschirrtücher, Fahnen, Keksdosen, Tee und noch viel mehr haben sie als Hochzeits-Edition im Angebot.

Der Dresscode für die prunkvolle Hochzeit:

Das Gedränge in der Kleinstand Windsor war schon am Vorabend der Hochzeit riesig, als die Prinzen Harry und William überraschend auf der Straße Hände schüttelten und für Selfies posierten. Am Samstag dürfte überhaupt kein Durchkommen mehr sein. Schwer bewaffnete Polizisten und große Straßensperren sollen für Sicherheit sorgen. Mehr als hundert freiwillige „Botschafter“, die sich vor Ort auskennen und über Kopfhörer stets über den Stand der Dinge informiert werden, stehen Besuchern mit Hinweisen zur Seite.

Wie das Paar nach der Trauung feiert, wird die Öffentlichkeit voraussichtlich nur durch Augenzeugenberichte erfahren – die Party findet ohne Presse statt. Gegen 20 Uhr deutscher Zeit dürfte es nochmals frische Bilder von Harry und Meghan geben. Dann verlassen die beiden Schloss Windsor, um am Abendempfang von Harrys Vater Charles im Frogmore House ganz in der Nähe teilzunehmen. Wann und wohin sie in die Flitterwochen verschwinden, hält der Palast geheim.

Elton John spielte beim Empfang

Der britische Sänger und Pianist Elton John hat beim Hochzeitsempfang von Prinz Harry und Meghan Musik gemacht. Der 71-Jährige sei bei der Feier nach dem Gottesdienst aufgetreten, teilte der Palast am Samstag mit.

Unklar war zunächst, was John spielte oder sang. Prinz Harry (33) habe den Musiker darum gebeten, hieß es in der kurzen Mitteilung weiter, und dieser habe aus enger Verbundenheit mit Harry und seiner Familie zugesagt.

Elton John war mit Harrys Mutter Diana befreundet. 1997 spielte und sang er bei deren Beerdigung eine für sie umgeschriebene Version von „Candle in the Wind“. Harry war damals zwölf Jahre alt.

Auch die USA feiern

Sekt zum Frühstück und verkleidete Hunde: Auch in Meghan Markles Heimatland USA haben Millionen Fans aufgeregt die Hochzeit mit Prinz Harry verfolgt. Die großen Fernsehsender übertrugen die Zeremonie um 7 Uhr Ostküstenzeit über Stunden hinweg live. Das Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds in New York lud zu einer Party, zu der Fans in den frühen Morgenstunden mit Federhüten und in festlichen Kleidern erschienen.

„Ich liebe ein gutes Märchen“, sagte die 43-Jährige Suji Hamilton der Deutsche Presse-Agentur. „Und wer will bitte nicht morgens um sieben einen Bellini trinken?“ Besucherin Rosa Martino stand sogar um 4.30 Uhr auf. „Mein Freund hat gefragt, wohin zur Hölle ich gehen würde und ich habe gesagt: „Ich muss zu einer Hochzeit““, erklärte die New Yorkerin.

Später am Samstag haben Hunderte Kinos in den Vereinigten Staaten die Hochzeit zeitversetzt gezeigt. Einige britische Pubs in den USA forderten ihre Gäste dazu auf, auffällige Hüte und Krawatten zu tragen oder ihre Hunde zu kostümieren.

An der US-Westküste war zur Hochzeit tiefste Nacht. Vielerorts gab es deshalb königliche Pyjamaparties, auf denen Gäste ihre Schlafanzüge mit extravaganten Hüten kombinieren sollten. Auch an Markles Schule, der Immaculate Heart High School in Los Angeles, fand genauso eine Party statt wie in Toronto, wo Markle mehrere Jahre als Schauspielerin arbeitete.

Vor acht Jahren hatten 23 Millionen Amerikaner die Hochzeit von Harrys Bruder William verfolgt. Experten vermuten, dass die Zahl dieses Mal wegen Markles Herkunft deutlich höher liegen wird.

Die Münchener feierten mit

Ein Hauch von Windsor in München: Zahlreiche Royals-Fans haben auch in der bayerischen Landeshauptstadt die Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle beim Public Viewing mitgefeiert. Eine Partnervermittlung hatte in eine Event-Location in der Innenstadt geladen - gekommen waren rund 100 Leute, bis auf eine Hand voll Männer nur Frauen im Alter zwischen 20 und 35 Jahren. Verziert mit Krönchen auf dem Haupt und meist gekleidet in den royalen Farben blau, weiß und rot, verfolgten sie das Geschehen in Windsor auf einer Großleinwand.

Der einen oder anderen Besucherin schien das bunte Event - unter anderem mit Gebäck, auf denen Fotos von Harry und Meghan abgebildet waren,

nicht ganz geheuer. „Normalerweise machen wir sowas nicht“, meinten zwei junge Frauen. Dürfte stimmen: Seit genau 100 Jahren ist die Monarchie wenigstens in Bayern abgeschafft.

Ab 10 Uhr begleiten wir das Spektakel auf Schloss Windsor hier im Liveblog!

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