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Ratgeber

Sieben Tipps für winterfeste Wohnwagen

Die Temperaturen sinken und das Campen ist für viele vorüber. Wir zeigen, wie man mit einem Wohnwagen in den Winter startet.
Isabelle Lemberger

Für viele Deutsche ist die Camping-Saison im Winter vorbei. Doch Wintercampen wird immer beliebter. Foto: Julian Stratenschulte dpa/lnw
Für viele Deutsche ist die Camping-Saison im Winter vorbei. Doch Wintercampen wird immer beliebter. Foto: Julian Stratenschulte dpa/lnw

Regensburg.Die Tage werden länger, die Temperatur wird kühler – und es wird Zeit, sich auf den Winter einzustellen. Nicht nur Plätzchen backen, Geschenke basteln oder Hausputz stehen auf dem Terminplan. Für Campingfreunde steht noch etwas anderes an: der Wohnwagen muss auf den Winter vorbereitet werden.

Hierfür muss einiges beachtet werden. Wir zeigen, wie der fahrbare Untersatz winterfest gemacht werden kann, um in ein paar Monaten aus dem Winterschlaf zu erwachen.

1. Reinigen

Das Wohnmobil sollte zuerst von außen gründlich gereinigt werden. Dafür benötigt man ein geeignetes Putzmittel, mindestens einen Schwamm, ein Trockentuch und eine Bürste. Die Markise muss trocken und sauber sein, um eingewintert werden zu können. Anschließend sollte das Fahrzeug auch von innen gesäubert werden. Hierfür kann man zusätzlich Essigreiniger benutzen, der Rückstände besonders gut beseitigt.

2. Einfetten

Der gesäuberte Wohnwagen kann jetzt „eingelegt“ werden. Flugrost, rostige Flecken und Schäden am Lack müssen mit Flugrostentferner und Lackpflegemittel behandelt werden.

Reinigung ist für die Instandhaltung des Wohnwagens ein entscheidender Faktor. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn
Reinigung ist für die Instandhaltung des Wohnwagens ein entscheidender Faktor. Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Auch der Unterboden sollte auf Schmutznester aus Laub und Erde kontrolliert werden. Dichtungen, Gelenke des Bremsgestänges, Gummifederelemente und Scharniere der Kurbelstützen müssen eingefettet werden. Dafür eignet sich besonders Vaseline. Dadurch wird das Risiko minimiert, dass der Wohnwagen festfriert oder die Bestandteile porös werden.

3. Wasser: desinfizieren und ausspülen

Zuerst sollte die Wasseranlage entwässert werden. Erst dann kann das gesamte Wassersystem gereinigt werden. Geeignete Mittel sorgen dafür, dass hartnäckige Rückstände beseitigt werden.

Danach müssen sämtliche Wasserleitungen, Pumpen, Filter, Warmwasserboiler sowie Frischwassertank und Fäkalientank der Campingtoilette ausgespült werden. Anschließend am besten die Hähne öffnen, der Unterdruck zieht dann das Restwasser ab. Um Stockflecken und die Bildung von Kondenswasser unter den Polstern zu verhindern, müssen zudem Sitzpolster und Matratzen aufgestellt werden.

4. Batterie schützen

Das Gehäuse und die Pole der Batterie sollte sauber gehalten werden. Foto: Kai Remmers/dpa-tmn
Das Gehäuse und die Pole der Batterie sollte sauber gehalten werden. Foto: Kai Remmers/dpa-tmn

Das sicherste Verfahren besteht darin, die Batterie komplett auszubauen und in einem trockenen, frostfreien Raum zu überwintern. Andernfalls kann sie auch abgeklemmt werden. Die Batterie sollte jedoch in beiden Fällen nachgeladen werden. Bei Säurebatterien muss außerdem der Säurestand überprüft werden.

5. Gasversorgung kappen

Gashähne und Gasflaschen müssen unbedingt zugedreht und verschlossen werden. Am besten ist es jedoch, diese ganz vom Versorgungsnetz abzukappen.

Brand

Zwei Verletzte nach Gasexplosion

In Bernhardswald ging ein Wohnwagen in Flammen auf. Der Besitzer wollte eine Gasflasche wechseln. Dabei kam es zur Explosion.

6. Frostschutzmittel zugeben

Der Füllstand der Scheibenwischanlage muss vor dem Einwintern ebenfalls überprüft werden. Sollte nicht mehr genug Flüssigkeit enthalten sein, bitte nachfüllen. Auch das Frostschutzmittel muss gegebenenfalls aufgefüllt werden.

7. Fahrzeug abdecken

Um den Wohnwagen vor Feuchteschäden zu schützen, sollte eine luftdurchlässige Hülle verwendet werden. So erspart man sich auch das Abkehren von Schneeresten.

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