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Musik

Smudo: „Dieser Zeitgeist kotzt mich an“

Die Welt wird immer komplexer und die Sehnsucht nach einfachen Antworten steigt. Das ist nichts für Smudo, der von einer Menge Dinge genervt ist.

Hip-Hop spielt im Leben von Smudo keine große Rolle mehr. Foto: Daniel Reinhardt
Hip-Hop spielt im Leben von Smudo keine große Rolle mehr. Foto: Daniel Reinhardt

Hamburg.Fanta-4-Rapper Smudo ist von Populismus und Verschwörungstheorien genervt. „Ich sage es rundheraus: Dieser Zeitgeist kotzt mich an“, sagte der 50-Jährige der Hamburger Philosophie-Zeitschrift „Hohe Luft“.

Für die Sehnsucht nach einfachen Antworten habe er nichts übrig. „Ich sehe darin auch eine Reaktion auf die Digitalisierung. Die Menschen bekommen immer mehr mit, sind überfordert, und es ist ja ein menschlicher Instinkt, Zusammenhänge zu vereinfachen und auch zwischen nicht verbundenen Dingen Verbindungen zu sehen.“

Mit seiner Hip-Hop-Band Die Fantastischen Vier sei er „Teil der Ich-Kultur der 90er“ gewesen. „Das traf den Zeitgeist“, sagte Smudo, der in Hamburg lebt und mit bürgerlichem Namen Michael Bernd Schmidt heißt.

Mit den Jahren habe sich auch seine Einstellung zur Musik geändert. „Hip-Hop spielt keine große Rolle mehr in meinem Leben. Denn Musik ist eine identitätsstiftende Ware, und der Bedarf an Identitätsstiftung scheint bei mir mit steigendem Alter abzunehmen.“

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