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So können Sie Gesichtsmasken nähen

Sie schützen nicht vor einer Infektion, aber vor der Weitergabe des Coronavirus. Für den Privatgebrauch helfen Stoffreste.

Selbstgemachte Masken sind nur sicher, wenn man sie regelmäßig wäscht. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa-tmn
Selbstgemachte Masken sind nur sicher, wenn man sie regelmäßig wäscht. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa-tmn

Die Nachfrage nach Schutzmasken ist in Corona-Zeiten enorm. In vielen Apotheken, Geschäften oder Online-Shops sind sie ausverkauft. Auch, wenn eine Maske eine Infektion nicht zu 100 Prozent verhindern kann, hilft sie dennoch gegen die Weitergabe. Mit alten Stoffresten lassen sich Gesichtsmasken auch einfach selbst herstellen.

Das Material: Baumwollstoff und Gummiband

Am besten nimmt man für die Masken einen dicht gewebten Baumwollstoff der Maße 40 mal 40 Zentimeter, rät die Zeitschrift „Burda Style“ in ihrer Online-Ausgabe. Außerdem braucht man ein Gummiband von einer Länge von 50 Zentimetern und einer Breite von fünf Millimetern. Ein Tipp: Wer den Stoff oder das Gummiband noch nicht zu Hause hat oder jetzt auch nicht kaufen kann, findet vielleicht noch ein altes T-Shirt zum Zerschneiden oder ein anderes nicht mehr geliebtes Kleidungsstück mit Gummizug zum Ausnehmen zu Hause.

Außerdem werden benötigt: rund 20 Zentimeter Bastel- oder Blumendraht sowie Einlagen für die Masken zum Auswechseln. Das ist entweder Küchenkrepp, ein hochfiltrierender Staubsauger-Beutel oder ein Spülschwamm-Tuch mit Hygiene-Beschichtung.

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Die Vorbereitung: Waschen, trocknen und glätten

Der Stoff wird optimalerweise erst gewaschen und in den Trockner gegeben, rät die „Burda Style“. Das verhindert, dass die genähte Maske später beim Waschen einläuft. Für den Zuschnitt sollte der Stoff auch geglättet sein. Schnittmuster haben an jeder Seite rund einen Zentimeter Nahtzugabe – das heißt, die Nadel wird also einen Zentimeter vom Rand nach innen angesetzt. „Burda Style“ sieht nicht nur eine Stofflage vor, sondern eine Innen- und Außenseite, in die später eine Einlage kommt. Für diese werden Küchenpapier oder Staubsauger-Beutel wie der äußere Stoffteil zugeschnitten, man nimmt aber zusätzlich von der oberen und unteren Kante je einen Zentimeter weg. So passen die Einlagen später gut in die Maske.

Das Nähen: am besten mit einer Nähmaschine

Die beiden äußeren Teile (linke und rechte Hälfte) werden an der Mittelnaht zusammengenäht. Das geht am saubersten mit einer Nähmaschine, aber natürlich ist auch die Handarbeit möglich. Die Nahtzugabe der Mittelnaht, die nun innen liegt, wird auf rund fünf Millimeter Breite zurückgeschnitten, raten die Experten. An den Kurven sogar noch etwas mehr. Das weitere Nähen geht einfacher, wenn man die Teile nun so auseinander bügelt, wie sie später genutzt werden. Die überbleibende Nahtzugabe der Mittelnaht lässt sich mit einer weiteren Naht befestigen – so ist diese Naht später flacher, was den Tragekomfort erhöht. Gleiches wird mit den beiden Teilen des Futters gemacht. Hier zusätzlich die schmalen Seitenkanten einen Zentimeter weit nach innen umschlagen, so bügeln und dann mit einem Zickzack- oder Overlockstich festnähen. Der Stoff für die Innenseite wird nun auf das äußere Stück gelegt und die oberen und unteren Kanten aufeinandergenäht. Die Seiten bleiben offen, damit darüber später die Einlagen hineingeschoben werden können.

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Gummizug und Form anpassen

Der Außenstoff vieler Schnittmuster ist an den Seiten länger als das Innenfutter – es wird zur Hälfte nach innengeklappt und so festgenäht, dass ein Tunnel entsteht. Hier das Gummiband einfädeln und dessen Enden passend zum Gesicht zusammenbinden. In den Nahttunnel an der oberen Maskenkante kommt nun ein rund 16 Zentimeter langes Drahtstück, dessen Enden zur Sicherheit umgebogen sind. Damit lässt sich die Maske beim Aufsetzen an das Gesicht anpassen. Zum Abschluss kommt noch die auswechselbare Einlage in die Mitte der Maske.

Die Pflege: regelmäßig waschen

Die Masken sind nur sicher, wenn man sie regelmäßig wäscht. Die Zeitschrift „Burda Style“ rät dazu einmal täglich bei mindestens 60 Grad. Vorher werden die Einlage, die Gummibänder und der Draht entfernt. (dpa)

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