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Montag, 20. August 2018 30° 1

Urlaub

So wird der Urlaub im Zelt unvergesslich

Zelten ist nicht nur für Familien eine schöne Art, Urlaub zu machen. Tipps, damit der erste Campingausflug ein Erfolg wird.
Von Lisa Pfeffer

Campingurlaub will gelernt sein. Schon im Vorhinein gibt es einiges zu beachten, damit nachher keine bösen Überraschungen kommen. Foto: Grebler
Campingurlaub will gelernt sein. Schon im Vorhinein gibt es einiges zu beachten, damit nachher keine bösen Überraschungen kommen. Foto: Grebler

Ein traumhafter Platz, ein Zelt und ein wenig Ausrüstung reichen zum Glück. Einmal aus dem Alltagstrott ausbrechen – im Zelturlaub. Die einen kennen es nur noch vom Pfadfinderlager aus der Kindheit, für andere ist es auch im Erwachsenenalter noch eine Leidenschaft. Morgens von Sonnenstrahlen und Vogelgezwitscher geweckt werden, den Reißverschluss vom Zelt öffnen, die frische Luft spüren. Leben im Takt mit der Natur.

Damit der Urlaub unter freiem Himmel auch gelingt, sollte man sich bereits im Vorhinein viele Gedanken machen. Die richtige Ausrüstung, ein wetterfestes Zelt und der perfekte Ort sind entscheidend. Angefangen beim Zelt muss man sich die Frage stellen, wie viel Geld man ausgibt.

Auf die Ausrüstung kommt es an

Im Großen und Ganzen gibt es drei verschiedene Gruppen: Festivalgänger, Familienurlauber und Luxus-Camper. Junge Menschen, denen es nach dem Feiern am Campingplatz egal ist, ob das Zelt kaputt ist, greifen meist zu einem Wurfzelt für 30 bis 40 Euro. „Diese Pop-Up-Zelte sind bei uns zur Zeit top aktuell“, sagt Cornelia Gebert vom Outdoor-Händler Fritz Berger in Neumarkt. Klar: Die Festival-Saison ist in vollem Gange.

In welchem Land zeltet es sich am Besten? Wir haben drei verglichen:

Familien haben andere Bedürfnisse: Meist soll es ein Zelt mit mehreren Kabinen sein, großzügig vom Platzangebot. Diese vier- bis fünf-Personen-Zelte fangen preislich ungefähr bei 300 Euro an. „Gerade Familien machen erfahrungsgemäß gerne Campingurlaub“, sagt Thorsten Untergrabner, stellvertretender Filialleiter bei McTrek in Neutraubling. Der Grund: die Freiheiten. Man sei ungebunden und könne den Kindern gleichzeitig die Natur näher bringen.

„Es ist halt etwas anderes, sich sein Essen über dem Lagerfeuer selbst zu machen, als es gebracht zu bekommen“

Thorsten Untergrabner, stellvertretender Filialleiter bei McTrek Neutraubling

„Es ist halt etwas anderes, sich sein Essen über dem Lagerfeuer selbst zu machen, als es gebracht zu bekommen“, sagt der Outdoor-Experte. Luxus-Camper legen für ihr Zelt gerne mal ein paar hundert Euro hin. Entscheidend die die Qualität des Materials: Generell gilt, dass sich mit steigendem Preis Eigenschaften wie Raumklima, Platz und Ausstattung verbessern. Dann bewegt sich das Zelt aber jenseits der 400 Euro – und nach oben gibt es keine Grenzen.

Ein Luxuszelt mit Badewanne und Himmelbett: So geht „glamorous Camping“. Foto: Jan-Philipp-Strobel/dpa
Ein Luxuszelt mit Badewanne und Himmelbett: So geht „glamorous Camping“. Foto: Jan-Philipp-Strobel/dpa

Allein mit dem Zelt ist es nicht getan: „Dazu braucht man auf jeden Fall noch eine Isomatte, Schlafsack, eine Plane für drunter, eine Lampe und irgendwas zum Kochen“, sagt Thorsten Untergrabner. Für eine Isomatte empfiehlt er mindestens eine Höhe von fünf Zentimeter für einen angenehmen Schlaf. Und für alle Zelte – egal ob Billig- oder Luxusvariante – sollten Camper darauf achten, dass die Nähte getaped, also abgeklebt sind. Nur so sind die Zelte auch wirklich wasserdicht. Je leichter Zelt, Schlafsack und Isomatte sein sollen, desto tiefer muss man in den Geldbeutel greifen. Kompakte und leichte Produkte, die auch noch bequem sind, kosten deutlich mehr. Dieser Aspekt ist vor allem für Wanderer oder Biker von Bedeutung.

Die Frage des richtigen Platzes

Hat man seine Ausrüstung beisammen, geht es um die Auswahl des perfekten Ortes. Nur in der Theorie kann man sein Zelt überall dort aufschlagen, wo es einem gerade gefällt. Denn Wildcampen ist in Deutschland verboten – in anderen Ländern nicht. Das beste Revier für Naturburschen sind die nordischen Länder: Schweden, Norwegen, Finnland. Hier gilt das Jedermannsrecht, das erlaubt, Wald und Flur zu durchstreifen, Früchte und Pilze zu ernten und eben auch ein Zelt aufzustellen, ausdrücklich auch auf Privatgrund.

Für die meisten Zelturlauber ist aber die erste Anlaufstelle der Campingplatz – und auch bei dieser Entscheidung sollte man einige Dinge vorab bedenken. Vom Naturcamping im Wald bis zum Komfortplatz mit Sauna und Wellnessangebot – den Möglichkeiten sind fast keine Grenzen gesetzt. Für Zelten gilt: Inmitten einer Wagenburg von Caravans und Wohnmobilen kann die Camping-Romantik leiden. Deshalb: Nebensaison statt Hochsommer! Und: Campingplätze mit eigenen Zeltflächen suchen – so endet man nicht eingepfercht zwischen Wohnmobilen. Wer es ganz exklusiv – und bequem – mag kann sich auf bestimmten Anlagen auch luxuriös eingerichtete Safari-Zelte mieten – das Ganze nennt man dann „Glamping“: eine Mischung aus Glamour und Camping.

Lesen Sie außerdem: Zum Zelten gehört auch das Grillen – so gelingt‘s!

Übrigens: Beim Zeltaufbau sollte man sich eine härtere und leicht abfallende Stelle suchen. Auf verlockend geradem und weichem Untergrund hält sich der Regen bei schlechtem Wetter viel länger und es kommt mit höherer Wahrscheinlichkeit Nässe ins Zelt. Und wer schon vor Urlaubsbeginn einmal den Aufbau seines neuen Zelts geübt hat, erspart sich Stress und ratlose Gesichter, wenn es ernst wird.

Welches Zelt passt zu Ihnen? Wir stellen Ihnen verschiedene Varianten vor:

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