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Coronavirus

Supermärkte warnen vor Falschmeldungen

Gesundheitsministerium kämpft gegen Fake News rund um das Coronavirus. Edeka und Co. stellen sich auf Seite der Behörden.
Von Andreas Maciejewski

Eine Kundin geht an einem fast leeren Regal in einem Supermarkt vorbei. Foto: Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE/dpa
Eine Kundin geht an einem fast leeren Regal in einem Supermarkt vorbei. Foto: Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE/dpa

Regensburg.Das Bundesgesundheitsministerium warnt im Zuge der Corona-Krise vor Falschmeldungen, die zunehmend in Umlauf geraten sind. So werde in den sozialen Medien derzeit verbreitet, dass die Bundesregierung bald „massive weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens“ ankündigen werde. Über WhatsApp und Co. verbreiten sich solche Botschaften rasch.

Doch das Gesundheitsministerium dementiert diese Meldungen vehement. „Das stimmt NICHT!“, heißt es auf dessen offiziellen Twitter-Account. In einem Video ruft das Ministerium die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, die Verbreitung solcher Falschmeldungen zu stoppen. Diese würden die Menschen verunsichern. „Lassen Sie uns gerade jetzt besonnen bleiben und einander auch unter Stress vertrauen“, heißt es in dem Video weiter.

In einem weiteren Tweet betont das Gesundheitsministerium, dass es wichtig sei, sich seine Informationen rund um das Coronavirus von „zuverlässigen Quellen“ zu holen. Dazu zählt das Ministerium seine offizielle Homepage sowie die Internetseite des Robert Koch-Instituts.

Edeka und Co. warnen ebenfalls

Die große Supermarkt-Kette Edeka und das Tochterunternehmen Netto springen dem Gesundheitsministerium zur Seite und warnen ihrerseits vor Fake News rund ums Coronavirus. Auf Facebook nehmen sie Stellung zu Falschmeldungen, die auch Supermärkte betreffen.

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So werde beispielsweise in einer Sprachnachricht auf WhatsApp vor einer unmittelbar bevorstehenden Schließung von Lebensmittelmärkten beziehungsweise einem eingeschränktem Angebot gewarnt - auch mit direktem Bezug auf Netto und Edeka. „Diese Gerüchte sind falsch und entbehren jeder Grundlage!“, heißt es in dem Post.

Nudeln und Konserven werden nachgeliefert

Die Versorgung mit Lebensmitteln sei weiterhin bundesweit sichergestellt, so die Edeka-Gruppe: „Wir beobachten zwar, dass es in einigen Sortimentsbereichen, etwa haltbaren Lebensmitteln wie Nudeln und Konserven oder auch Hygieneprodukten, zu einer erhöhten Nachfrage kommt. Dennoch können wir die tägliche Belieferung der Märkte mit ausreichend Ware über unsere Logistikzentren weiterhin gewährleisten.“

Die Supermärkte rufen die Bürger daher auf, auf die offiziellen Hinweise der zuständigen Behörden oder der Bundes- und Länderministerien zu vertrauen.

Pandemie

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Auch Rewe meldet sich über Facebook zu Wort. „Unsere Märkte sind und bleiben für euch zu den gewohnten Zeiten geöffnet“, heißt es in einem Post. Zur Rewe-Group gehört unter anderem auch der Discounter Penny.

Hamsterkäufe seien nicht nötig

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner hat die Bürger zudem aufgefordert, Hamsterkäufe in der Coronavirus-Krise zu vermeiden. „In Deutschland haben wir aktuell keine Versorgungsengpässe“, sagte die CDU-Politikerin am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. „Ich appelliere daher an die Bürger, ihre Vorräte mit Bedacht, Augenmaß und umsichtig aufzustocken – dann ist genügend für alle verfügbar, die Regale werden zeitnah wieder aufgefüllt.“

Mit Material der dpa

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