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Tierschutz

Verkehrspolizei rettet Dutzende Hundewelpen

Die Tiere mussten ohne Wasser und Futter in einem Transporter ausharren. Jetzt kümmert sich das Nürnberger Tierheim um sie.

Beamte der Verkehrspolizei konnten den Hundetransport stoppen.

Nürnberg. Die Verkehrspolizei Erlangen hat Dutzende Hundewelpen von einem qualvollen Transport erlöst. Die Beamten entdeckten am Montag bei der Kontrolle eines Kleinlasters an der A3 in Mittelfranken 92 Welpen, die in kleinen Boxen ohne Wasser und Futter ausharren mussten, wie das zuständige Landratsamt und die Polizei am Dienstag mitteilten. Die jungen Hunde wurden in einem Nürnberger Tierheim untergebracht. Der Lkw-Fahrer wurde vorläufig festgenommen. Er hatte die Tiere von Ungarn in die Niederlande bringen wollen.

Tierheim-Leiterin Heike Weber sagte, die Welpen seien in dem Kastenwagen „grausam zusammengepfercht“ worden. „Ich habe ja schon viel gesehen, aber noch nie solche katastrophalen Bedingungen.“ Viele der vier bis fünf Wochen alten Hunde – unter anderem Golden Retriever, Möpse, Beagle und Zwergpudel – seien traumatisiert oder derart geschwächt, dass sie an den Tropf gehängt werden müssten. 90 Prozent der Hunde hätten Würmer.

Laut Weber kann das Tierheim die Versorgung der Welpen stemmen. „Wir haben genügend Platz für sie.“ Die Hunde sollen vorerst zusammenbleiben; schließlich mussten sie schon viel zu früh den Verlust ihrer Mütter verkraften.

Hundewelpen dürfen normalerweise erst nach acht Wochen von der Mutter getrennt werden. In einigen Hundeausweisen wurden die Geburtsdaten der Welpen zurückdatiert, um das vorgeschriebene Mindestalter für den Transport zu erreichen. Die Behörden ermitteln wegen Urkundenfälschung und Verstößen gegen das Tierschutzgesetz.

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