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Wasserretter sind gesucht

Josef Hintermeier, Einsatzleiter der DLRG Abensberg, plädiert für mehr Einsatz bei der Wasserrettung.
Josef Hintermeier, Lebensretter

Josef Hintermeier, Einsatzleiter der DLRG Abensberg
Josef Hintermeier, Einsatzleiter der DLRG Abensberg

Ein langer Sommer geht zu Ende, und mit ihm eine heiße Badesaison. Beruhigend und fast selbstverständlich ist es da, dass an den Wochenenden an vielen Badeseen Rettungsschwimmer für Sicherheit sorgen. Aber wussten Sie, dass sie diese Aufgabe rein ehrenamtlich wahrnehmen? Sie besitzen das anspruchsvolle Rettungsschwimmabzeichen in Silber und sind fit in Erster Hilfe. Zu jeder Minute können sie gefordert sein – bei einer Schnittverletzung, einer allergischen Schockreaktion nach einem Insektenstich oder einem Kreislaufstillstand. Deshalb steckt professionelle Aufmerksamkeit hinter dem, was ein Badegast auf den ersten Blick vielleicht für entspanntes Freizeittreiben hält.

Was man oft nicht weiß: Auch über den Notruf 112 wird die Wasserrettung in Form von Schnell-Einsatz-Gruppen mit Tauchern, Fahrzeugen und Booten zu Badeunfällen alarmiert. In diesem Sommer mussten wir von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft, kurz DLRG, beispielsweise in Regensburg, Abensberg, Neustadt/Donau, Siegenburg oder Weltenburg mehr als in den Jahren davor an die Badeweiher und an die Donau ausrücken. Das ist freilich eine recht aufwendige Hilfsmaßnahme. Weil aber bei einer Notsituation am Wasser jede Minute zählt, ist es wichtig, dass auch jeder Bürger besonnen hilft, so gut er kann. Aber was machen die Wasserretter eigentlich im Herbst und im Winter? Oft sind es dieselben, die dann Schwimmkurse geben und Nachwuchsretter ausbilden. Anmeldungen liegen bei der DLRG sogar schon für 2020 vor. Mehr noch: Die Schnell-Einsatz-Gruppen stehen rund um die Uhr bereit, Menschen aus Notlagen im Wasser zu retten, auch im Herbst und Winter.

Daneben bauen die Ehrenamtlichen jetzt in Eigenregie eine neue Rettungsstation am beliebten Badegebiet Guggenberger Weiher bei Regensburg. Junge Menschen, die gerne helfen und sich für Medizin, Sport und Technik interessieren, können sich dabei bestens einbringen. Wir von der DLRG arbeiten mit den anderen Rettungsdiensten, der Feuerwehr und der Polizei zusammen, einschließlich dem Einsatz mit dem Rettungs- und Polizeihubschrauber. Für Abwechslung ist gesorgt: Wir unterstützen im Sommer unsere Kollegen an der Ostsee und betreuen als Sanitäter auch Festivals und Einhockey-Spiele. Sind das nicht gute Gründe, ab jetzt selber mitzumachen bei den Lebensrettern?

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Die Außenansicht gibt die subjektive Meinung des Autors wieder und nicht unbedingt die der Redaktion.

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