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Coronavirus

Wichtige Fragen rund um das Coronavirus

Täglich gibt es Meldungen von Coronavirus-Fällen. Die Verunsicherung wächst. Hier sind die Antworten auf vier wichtige Fragen

Eine Krankenschwester betrachtet zwei Abstrichröhrchen von Patienten, die möglicherweise mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sind. Foto: Bernd Thissen/dpa
Eine Krankenschwester betrachtet zwei Abstrichröhrchen von Patienten, die möglicherweise mit dem neuartigen Coronavirus infiziert sind. Foto: Bernd Thissen/dpa

Was passiert bei einem Verdachtsfall in Deutschland?

Auch wenn es inzwischen einen Nachweis der neuen Lungenkrankheit in Deutschland gibt, ist das Risiko für eine Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus hierzulande weiterhin gering. Schon ein Verdachtsfall wird an die jeweilige Gesundheitsbehörde gemeldet.

Ein Verdacht auf eine Erkrankung liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vor allem in zwei Fällen vor: Zum einen, wenn ein Mensch eine akute Infektion der unteren Atemwege wie zum Beispiel eine Lungenentzündung hat und bis maximal 14 Tage vor dem Beginn der Erkrankung in einem Risikogebiet - etwa in Wuhan in China - war. Als Verdachtsfall wird auch eingestuft, wenn die Person nur Symptome wie Husten hat, aber in direktem Kontakt mit einem Erkrankten war. In diesen beiden Fällen soll ein Test auf das Virus veranlasst werden.

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Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich angesteckt habe. Was soll ich tun?

Lars Schaade vom Robert Koch-Instituts empfiehlt potenziell Erkrankten, vorher unbedingt beim Arzt oder im Krankenhaus anzurufen. So könnten die Ärzte Vorbereitungen treffen, um die Ansteckungsgefahr für andere Menschen möglichst gering zu halten. Bei der Untersuchung wird idealerweise jeweils eine Probe aus den unteren und den oberen Atemwegen genommen. Das Virus findet sich beispielsweise im Hustenauswurf. Die Auswertung des Tests dauert knapp fünf Stunden, dazu kommt noch die Zeit, die der Transport mittels Kurier ins Labor braucht.

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Wie sieht eine Isolation im Krankenhaus aus?

Erkrankt ein Mensch an dem neuen Coronavirus, muss er isoliert werden. Dabei gibt es unterschiedliche Stufen. Für hochansteckende Erreger wie etwa Ebola gibt es sieben Behandlungszentren mit Sonderisolierstationen in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Leipzig, München und Stuttgart, wie die deutsche mitteilte.

Das Coronavirus gehört aber nicht zu diesen hochansteckenden Erregern. Das Virus kann eine Lungenkrankheit auslösen, an der im Hauptverbreitungsland China bereits mehr als 100 Menschen gestorben sind - die meisten davon waren ältere Patienten mit schweren Vorerkrankungen.Betroffene Patienten könnten grundsätzlich in jedem Krankenhaus isoliert werden, teilte der Sprecher der deutschen Krankenhausgesellschaft, Holger Mages, mit. Dazu brauche es lediglich ein Einzelzimmer. Manche Kliniken haben spezielle Isolierzimmer, die über eine Schleuse betreten werden. Das sei aber nicht unbedingt erforderlich, sagte Mages. Wichtig sei, dass Basishygienemaßnahmen wie Handdesinfektion und Mundschutz eingehalten werden und das Personal Schutzkleidung trage, sobald es engen Kontakt mit dem Patienten habe.

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Gibt es eine schützende Impfung?

Eine schützende Impfung oder eine spezielle Therapie zur Behandlung der Erkrankung gibt es nicht, die Symptome können aber mit Medikamenten abgemildert werden. Nach derzeitiger Einschätzung von Experten verläuft die neuartige Lungenkrankheit offenbar in den meisten Fällen mild, möglicherweise sogar ohne Symptome. Von den in China registrierten Todesfällen gehen die meisten nach derzeitigem Stand auf ältere Patienten mit schweren Vorerkrankungen zurück. Der neue Erreger ist dem Virus hinter der Sars-Epidemie 2002/2003 sehr ähnlich. Damals hatte es nach Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zwischen November 2002 und Juli 2003 lediglich neun Nachweise in Deutschland gegeben. Todesfälle gab es hier nicht.

Kann ich mich durch eine Maske schützen?

Die Furcht vor dem neuartigen Coronavirus sorgt für einen Ansturm auf Schutzmasken in Apotheken. „Atemmasken werden derzeit verstärkt nachgefragt“, sagte ein Sprecher des Apothekerverbands ABDA in Berlin. Das sei schon seit Tagen zu beobachten.

Für die Menschen in Deutschland sei es aber nicht nötig, im Alltag Atemmasken zu tragen, betonte die Apothekervereinigung. Ein einfacher Mund-Nasen-Schutz, wie ihn Ärzte bei medizinischen Eingriffen nutzen, schütze nicht zuverlässig vor einer Ansteckung mit dem neuen Virus Sars-CoV-2. „Sie sind dafür konzipiert, die Umwelt vor einem infizierten Träger zu schützen.“ Atemschutzmasken mit eingebautem Filter seien wirksamer, aber für medizinisches Personal gedacht und unangenehm zu tragen. „Sie sind für den Alltag nicht zu empfehlen.“

Wer sich vor Infektionen mit Atemwegserkrankungen schützen wolle, solle auf Handhygiene achten, also häufig und gründlich die Hände waschen, teilte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) mit. Auch gelte es, einen „Höflichkeitsabstand“ zu anderen Menschen im öffentlichen Raum einhalten. Von einer starken Nachfrage nach Atemmasken hatte zuletzt auch der Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels (PHAGRO) berichtet. Es gebe „erhebliche und umfängliche Lieferengpässe“, hatte Geschäftsführer Thomas Porstner gesagt.

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