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Panorama
Sonntag, 22. April 2018 27° 2

Verkehr

Züge verunglückt: Mehr als 50 Verletzte

In Madrid kracht eine S-Bahn in einen Prellbock, bei Wien kollidieren zwei Züge. Der Bahnverkehr am Brenner ist gestoppt.

In Kritzendorf in der Gemeinde Klosterneuburg (Österreich) sondieren Einsatzkräfte die Lage, nachdem zwei Züge kollidiert sind. Foto: Unbekannt/APA/NOE Landesfeuerwehrkommando/dpa

Wien.Bei Zugunglücken in Spanien und Österreich sind kurz vor Weihnachten Dutzende Menschen verletzt worden. Die Behörden beider Länder machten am Samstag zunächst keine konkreten Angaben zu den Ursachen. In Alcalá de Henares nahe der spanischen Hauptstadt Madrid wurden am Freitag zwei Menschen schwer verletzt, als eine S-Bahn am Endbahnhof nicht rechtzeitig bremste und gegen einen Sicherheitsprellbock am Bahnsteigende krachte, wie die Behörden mitteilten. Weitere knapp 40 Fahrgäste erlitten leichte und mittelschwere Verletzungen. Bei einem Zusammenstoß zweier Personenzüge in der Nähe von Wien zogen sich zwölf Menschen leichte bis mittelschwere Verletzungen zu.

Krankenwägen stehen vor dem Bahnhof in Alcala de Henares (Spanien) nachdem ein Zug auf einen Prellbock aufgefahren ist. Foto: Francisco Seco/AP/dpa

Spaniens Verkehrsminister Iñigo de la Serna erklärte am späten Freitagabend am Unfallort, die beiden Schwerverletzten würden wegen eines Hüftbruchs und wegen einer Brustverletzung im Krankenhaus behandelt. Beiden Opfern gehe es den Umständen entsprechend gut. Es werde nach der Unfallursache gesucht. Man wisse, betonte er, dass der Unfall sich bei „sehr langsamer Geschwindigkeit“ ereignet habe. Ein Drogen- und Alkohol-Test des Zugführers fiel nach amtlichen Angaben negativ aus.

In Kritzendorf bei Wien dauerten die Bergungsarbeiten am Samstagnachmittag an. Dort waren am Freitag kurz vor 18.00 Uhr in der Nähe des Bahnhofs zwei Züge, die beide Richtung Wien fuhren, seitlich kollidiert. Zwei Waggons sprangen aus den Schienen, ein dritter kippte leicht zur Seite. Vier Menschen wurden mittelschwer und acht weitere leicht verletzt. Die Ermittlungen zur Unglücksursache dauerten am Samstag an. Verkehrsminister Norbert Hofer spekulierte am Unfallabend, das Unglück sei durch einen menschlichen Fehler ausgelöst worden.

Auch das noch: Güterzug entgleist

An der Unfallstelle wurden am Samstag Teile der Oberleitung entfernt, damit ein Kran an die umgestürzten Waggons kam, wie der Sprecher der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), Roman Hahslinger, berichtete. Die Arbeiten kämen aber zügig voran. Die Bahn setzte zur Umgehung des gesperrten Schienenabschnitts Busse ein.

Zudem entgleiste auf der Brennerbahnstrecke in der Nacht zu Samstag ein Güterzug, wie die Bahngesellschaft berichtete. Der gesamte Bahnverkehr zwischen Innsbruck und Brenner wurde eingestellt. Die Ursache war zunächst unklar. Menschen kamen nach Angaben des ÖBB-Sprechers nicht zu Schaden. Für die Fernverkehrszüge richtete die ÖBB einen Schienenersatzverkehr zwischen der Autoverladestelle in Innsbruck und Brenner ein.

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