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TV-Show

Oberpfälzer besiegt Günther Jauch

Bei „Fünf gegen Jauch“ gewinnt Harald Meier 36 600 Euro. Das Geld will er investieren, um nicht mehr ausgelacht zu werden.
Von Bernhard Neumayer

Harald Meier siegte in der Sendung „5 gegen Jauch“.Foto: MG RTL/Frank Hempel
Harald Meier siegte in der Sendung „5 gegen Jauch“.Foto: MG RTL/Frank Hempel

Utzenhofen.Erst hat es der Erfinder der Oberpfälzer Witzemeisterschaft für einen schlechten Scherz gehalten, als ihn die Produktionsfirma von Günther Jauch angerufen hat. Die Caster hatten Harald Meier als Kandidaten für die Fernsehshow „Fünf gegen Jauch“ ausgesucht. Der Mann aus Utzenhofen (Lkr. Amberg-Sulzbach) nahm teil – und erspielte mit seinen vier Teamkollegen 183 000 Euro. Die Summe wird durch fünf geteilt. Meier erhält 36 600 Euro.

„Ich habe mich nicht beworben“, sagt Meier. Mitte September erhielt er den Anruf der Firma. Sie hätten nach einem „lustigen Bayern“ gesucht und seien so auf ihn gestoßen. „Ich habe erst etwas gezweifelt“, erzählt Meier. Doch dann wollte er sich die Chance nicht entgehen lassen und fuhr nach Köln. Dort wurde Anfang November die Show aufgezeichnet. „Von 19 Uhr bis halb drei in der Nacht waren wir im Fernsehstudio“, erzählt Meier. Die Sendung wurde am 15. Dezember ausgestrahlt.

Günther Jauch (2.v.r.) und Moderator Frank „Buschi“ Buschmann (r.) mit (v.l.) Harald Meier, Oliver Krüll, Ninia Binias, Linda Schumacher-Gernth und Regina Bücker-Schnelle Foto: MG RTL/Frank Hempel
Günther Jauch (2.v.r.) und Moderator Frank „Buschi“ Buschmann (r.) mit (v.l.) Harald Meier, Oliver Krüll, Ninia Binias, Linda Schumacher-Gernth und Regina Bücker-Schnelle Foto: MG RTL/Frank Hempel

„Die anderen wollten unbedingt die Kohle, ich eigentlich nur ein bisschen Gaudi.“

Kandidat Harald Meier

Seine vier Teamkollegen lernte er am Tag vor der Show kennen. „Die anderen wollten unbedingt die Kohle, ich eigentlich nur ein bisschen Gaudi“, sagt Meier. Er dachte, dass sie zusammen sowieso keine Chance haben, Jauch zu besiegen. Der Showmaster war seit zahlreichen Sendungen ungeschlagen.

Doch die fünf Kandidaten boten Jauch Paroli und erspielten in den Fragerunden ihre spätere Gewinnsumme. Bevor sie diese aber erhalten, müssen sie im Finale den Showmaster besiegen. Jeder Kandidat tritt in einer Kategorie gegen Jauch an. Wer das Duell für sich entscheidet, bekommt einen Punkt. Wer drei Begegnungen gewinnt, sichert sich das Geld. Nach den ersten vier Duellen stand es zwischen den Kandidaten und Jauch 2:2. Dann hing alles an Meier.

Angst vor einer Blamage

„So angespannt war ich nicht mal beim Abi“, sagt der Utzenhofener, der mit Jauch pokerte, wer wie viele der zwölf Fragen richtig beantworten kann. Jauch sagte, er schaffe sieben. Meier konterte und setzte einen drauf. „Ich wollte eigentlich, dass er spielt“, sagt Meier. Doch Jauch lachte nur und ließ Meier antreten. Beantwortet er acht von zwölf Fragen, haben die Kandidaten das ganze Geld sicher. Versagt der Berufsschullehrer, gewinnt Jauch.

Das Konzept der Show

  • Fragen:

    Bei „Fünf gegen Jauch“ treten fünf Kandidaten gegen Showmaster
    Günther Jauch an. In Fragerunden erspielt sich das Team eine Geldsumme, die im Finale auf dem Spiel steht.

  • Finale:

    Im Finale tritt jeder Kandidat einzeln gegen Jauch an. Wer drei der fünf Einzelbegegnungen für sich entscheidet, gewinnt das Geld. Siegt Jauch, wandert die Summe in den Jackpot.

„Ich hatte Angst, mich richtig zu blamieren“, sagt Meier im Nachhinein. Ihm war bewusst, dass seine Schüler zusehen. Allein deshalb wollte er sich keine Blöße geben. „Aber die erste Frage habe ich gleich versemmelt“, erinnert sich Meier. Dann fing er sich aber. Schon nach der zehnten Frage war das Duell entschieden, weil Meier die nötigen acht Richtigen geliefert hatte.

Die fünf Kandidaten besiegten Günther Jauch. Foto: MG RTL/Frank Hempel
Die fünf Kandidaten besiegten Günther Jauch. Foto: MG RTL/Frank Hempel

„Das Wichtigste war, dass ich mich nicht blamiert habe“, antwortet Meier auf die Frage, was ihm nach dem Sieg als Erstes durch den Kopf ging. Erst später realisierte er den Gewinn der Geldsumme. „Wir haben natürlich bei der After-Show-Party in Köln auch mit Günther Jauch gefeiert“, sagt Meier, der am meisten vom strukturierten Denken des Showmasters beeindruckt war. „Es ist sehr interessant, wie Jauch die Fragen lösen will, auch wenn er im ersten Moment die Antwort nicht weiß.“

Schüler lachen Lehrer aus

Im Finale gegen Meier verzockte sich Jauch aber. Der Utzenhofener nutzte die Chance und will sich von der Gewinnsumme erst einmal ein neues Auto kaufen. „Meine Schüler lachen mich schon immer aus, wenn ich mit meinem 24 Jahre alten Audi am Lehrerparkplatz stehe“, erzählt Meier. Mit rund 36 000 Euro dürfte ein neuer Wagen kein Problem sein. Witze über Meiers Auto gibt es dann nicht mehr.

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