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„Pastewka“: Chaos geht bei Amazon weiter

„Pastewka“ war eine beliebte und erfolgreiche Comedyserie im klassischen Fernsehen. Nun gehört sie zum Streamingangebot.
Von Klaus Braeuer, dpa

Bastian (Bastian Pastewka) berichtet Regine (Sabine Vitua) in einer der insgesamt 67 Episoden von seinem Abend beim Deutschen Filmpreis. Künftig läuft die Serie nur noch beim Streaming-Anbieter Amazon Prime Video. Foto: Amazon Prime Video/dpa

Berlin. Insgesamt 67 Episoden in sieben Staffeln hat es bislang gegeben, und sie liefen alle bei Sat.1. Doch nach einer vierjährigen Pause zeigt die nunmehr achte Staffel mit zehn Folgen künftig der Streaming-Anbieter Amazon Prime Video. Dort startet die Comedy „Pastewka“ ab diesem Freitag (26. Januar).

Gleich vorweg: Das rote Auto (ein Saab 900) bleibt, das Ensemble auch - und vor allem natürlich die chaotische Hauptfigur: Bastian Pastewka. Der gibt wieder den gleichsam geplagten und gejagten Mann - jetzt immerhin Mitte 40 -, der sich einigermaßen hoffnungslos in einem Geflecht aus Missverständnissen, Notlügen und Intrigen verheddert.

Er will - als Schauspieler - mal wieder raus aus der unendlichen Sitcom mit Annette Frier und seiner Rolle als schwuler Tollpatsch, wo er Sachen sagen darf wie „Ich denke ja schon selbst, ich bin schwul. Wie müssen das denn die echten Schwuletten finden, wenn sie das gucken?“ Gute Frage - zum Kuss mit einem Mann kommt es dann doch nicht, aber immerhin fast.

Wie auch immer: Seine Managerin Regine (Sabine Vitua) verabredet bereits die nächste Staffel. Aus seiner Ehe möchte Pastewka hingegen nicht raus - wohl aber seine Partnerin Anne (Sonsee Neu). Sie arbeitet jetzt als Ärztin und hat sich auch sonst - im Gegensatz zu ihrem Mann - weiterentwickelt, ebenso wie sein Vater (Dietrich Hollinderbäumer), sein Bruder Hagen (Matthias Matschke), dessen Frau Svenja (Bettina Lamprecht) und deren Tochter Kim (Cristina do Rego).

Kim will nun mit ihrer Musikkarriere durchstarten und fragt schon mal: „Wer bitte ist Tony Marshall?“. Bastian Pastewka (45, „Mutter muss weg“, ZDF) erklärt im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur, warum er zu Amazon gewechselt ist: „Wir wollten der Serie eine verlässliche Heimat geben. Und zwar dort, wo die Serienfans ohnehin sehr genau hinsehen. Bei Sat.1 fand sich zuletzt kein Sendeplatz mehr, da unser angestammter Freitagsslot von Castings-Shows besetzt war.“

Und er lässt durchblicken, dass in den zehn neuen Episoden ein wenig ernsthafter erzählt werde als in früheren Jahren. Das ist nicht das einzig Neue: Jetzt werden einige Handlungsstränge erstmals über mehrere Episoden hinweg erzählt, und es gibt weniger Gastauftritte von bekannten Persönlichkeiten.

Wie es mit Pastewkas viel gelobter Serie „Morgen hör ich auf“ (ZDF) weitergeht, ist noch nicht sicher. Einen 90-minütigen „Pastewka“-Film wird es jedenfalls vorerst nicht geben, auch sonst ist derzeit kein Spielfilm mit Pastewka geplant. Also konzentrieren wir uns auf diese nette Comedy frei nach dem Motto „Schönes Leben noch!“. Pastewka guckt in seiner Comedy übrigens „Twin Peaks“ und muss halb entsetzt feststellen, dass die Serie gar kein Finale hat.

Hier sehen Sie den Trailer zu Staffel 8 im Video:

Die Comedy läuft ab Freitag, 26. Januar auf Amazon Prime Video.

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