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„Sechs auf einen Streich“ zu Weihnachten

Zu den Feiertagen gilt: So viele Märchen gab es selten im Fernsehen. Manche davon sind nicht zum ersten Mal zu sehen.
Von Klaus Braeuer, dpa

Die Schauspieler Gustav Schmidt (l-r), Marlene Tanczik und Gil Ofarim spielten bei der ARD-Märchenverfilmung „Das Wasser des Lebens“ die Hauptrollen. Foto: Henning Kaiser/dpa
Die Schauspieler Gustav Schmidt (l-r), Marlene Tanczik und Gil Ofarim spielten bei der ARD-Märchenverfilmung „Das Wasser des Lebens“ die Hauptrollen. Foto: Henning Kaiser/dpa

Berlin.Weihnachten im Fernsehen wird in diesem Jahr märchenhaft. Gleich sieben Märchen laufen in der beliebten Reihe „Sechs auf einen Streich“ im Ersten an den beiden Weihnachtsfeiertagen. Erheben wollen wir keine Klage, obschon fünf davon Wiederholungen sind. Die beiden Neuverfilmungen heißen „Das Wasser des Lebens“ und „Der Schweinehirt“. Da will das ZDF nicht nachstehen und zeigt an Heiligabend neben „Rübezahls Schatz“ auch „Der Zauberlehrling“, eine Koproduktion mit dem MDR.

Lebenswasser gegen den Tod des Königs

„Das Wasser des Lebens“ (Montag, 25. Dezember, 14.45 Uhr) ist ein etwas unbekannteres Märchen der Gebrüder Grimm und handelt vom todkranken König Ansgar (Matthias Brenner). Er hat zwei Söhne, den intriganten Prinz Falk (Gil Ofarim) und den sanftmütigen Prinz Lennard (Gustav Schmidt). Beide machen sich nacheinander auf den Weg zu einem verwunschenen Schloss, in dem angeblich das begehrte Wasser zu finden ist, das den siechenden König heilen könne.

Doch dann steht plötzlich Salwa (Denise M’Baye) im Walde, und da ihr der hinterhältige Falk nichts zu essen oder trinken geben will, entweichen plötzlich Nebelschwaden aus ihrer Nase. Daraufhin stürzt des Prinzen Pferd, und der Jüngling bleibt ohnmächtig liegen. Derweil mixt der Leibarzt (schelmisch: Ingolf Lück) ein giftgrünes Elixier aus Krötenleber, Katzenurin und Krähenfüßen, das dem Kranken helfen soll, da alle Zutaten mit K wie König beginnen. Zum Glück muss er das üble Gesöff nicht trinken, und Lennard schafft es, das begehrte Lebenswasser zu bekommen – und Prinzessin Friederike (Marlene Tanczik) obendrein.

Der Schweinehirt mach der Prinzessin den Hof

„Der Schweinehirt“ (Dienstag, 26. Dezember, 13.40 Uhr) stammt aus der Feder von Hans Christian Andersen. Im Mittelpunkt steht Prinz Augustin (Emilio Sakraya), dessen Mutter, die Königin von Lichterwald (Margarita Broich), eine reiche Gattin für ihren Sohn sucht – ist doch ihr Königreich völlig mittellos.

So macht der smarte Prinz sich auf, der ebenso schönen wie vermögenden Victoria (Jeanne Goursaud), Tochter des Kaisers von Siebenlande (Bernhard Schütz), den Hof zu machen. Doch die Jungfer lehnt alle Geschenke - wie eine singende Nachtigall oder eine duftende Rose. Als Schweinehirt getarnt, tauscht Augustin daher seine Geschenke bei den Trödlern Schief (Milan Peschel) und Krumm (Johann Jürgens) gegen Spielzeug ein. Als Gegenleistung verlangt er von Prinzessin Victoria erst 10 und dann 100 Küsse.

Die Dreharbeiten für den Märchenfilm „Der Schweinehirt“ fanden im Juli 2017 statt. Der Film für die ARD- Märchenreihe „Sechs auf einen Streich“ wird an Weihnachten gesendet. Foto: Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa
Die Dreharbeiten für den Märchenfilm „Der Schweinehirt“ fanden im Juli 2017 statt. Der Film für die ARD- Märchenreihe „Sechs auf einen Streich“ wird an Weihnachten gesendet. Foto: Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa

Beide Filme können aus dem Vollen schöpfen: Da werden – steinerne – Löwen mit der Hand gefüttert, da steigen Pagen aus Gemälden herab, und auch sonst ist allerhand los. Die moderne und rasante Erzählweise tut den etwas angestaubten Märchen ganz gut, die von zickigen Prinzessinnen, mutigen Prinzen und kichernden Hofdamen nur so wimmeln.

Die Rollen sind gut besetzt, den Schauspielern hat das Ganze sichtlich Spaß gemacht. Gedreht wurde auf echten Schlössern wie Gymnich oder Friedrichsfelde. Allerlei Prüfungen gilt es zu bestehen, doch natürlich siegen am Ende das Gute und die Liebe. So wollen wir darüber hinwegsehen, dass wir in diesem Jahr nur zwei neue Märchen zu sehen bekommen.

Die beiden Märchenfilme laufen am Montag, 25. Dezember, um 13.40 Uhr und am Dienstag, 26. Dezember, um 13.40 Uhr im Ersten.

Gil Ofarim spielt den Prinz Falk im Märchen „Das Wasser des Lebens“. Lesen Sie hier das Interview mit dem Erstplatzierten bei Let‘s Dance.

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