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Terenzi: Dschungelkrone dank Fischaugen

Viel Getier und Hunger: Das Dschungelcamp Nummer elf ist vorbei. Für einen Kandidaten hat sich die Plagerei gelohnt.
Von Anna Ringle, dpa

„Dschungelkönig“ Marc Terenzi mit den Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich (l.) Foto: Stefan Menne/RTL/dpa
„Dschungelkönig“ Marc Terenzi mit den Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich (l.) Foto: Stefan Menne/RTL/dpa

Coolangatta.Marc Terenzi kann es kaum fassen als klar ist: Er ist der neue „Dschungelkönig“. Der Sänger sagt im Dschungelcamp in der Nacht zum Sonntag erstmal nur: „Wow“, „krass“ und „holy shit“. Der 38-Jährige musste 16 Tage lang Getier, Hunger und so manche Angewohnheit seiner Mitcamper in der RTL-Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ ertragen. Jetzt gibt es die Belohnung: Thron, Zepter und Krone.

Terenzi, der früher Mitglied einer Boyband war und Ex-Mann von Sängerin Sarah Connor ist, präsentierte sich im Camp zumeist als hilfsbereiter Teamplayer. Ein Unterhaltungsfaktor war sein Deutsch-Englisch – immer wieder wurde sein Sprachmischmasch untertitelt. Über das Camp sagte der US-Amerikaner: „This is extreme alles.“ Trotzdem wolle er unbedingt „Jungle-König“ werden – es wurde wahr.

Obwohl er sich weigerte, bei Dschungelprüfungen Tiergenitalien oder Lebendiges zu essen, sammelte sich auf seinem Erfolgs-Konto Einiges an. Bei einer der Ekelprüfungen vor mehreren Tagen quetschte er mit den Zähnen Fischaugen aus und trank danach die Essenz. Im Halbfinale wagte sich der sportliche Sänger sogar in einen Behälter, in dem ein Krokodil schwamm.

Florian Wess belegte bei der letzten Abstimmung Platz drei. Foto: RTL – alle Infos zu ’Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!‘ im Special bei RTL.de: <a target="_blank"
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Florian Wess belegte bei der letzten Abstimmung Platz drei. Foto: RTL – alle Infos zu ’Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!‘ im Special bei RTL.de: <a target="_blank" id="d10620984e428" href="http://www.rtl.de/cms/sendungen/ich-bin-ein-star.html" title="">www.rtl.de/cms/sendungen/ich-bin-ein-star.html</a>

Die Durchgeknallte, der Stripper und der Botox-Boy.

It-Boy Florian Wess über die Ibes-Finalisten

Der neue „Dschungelkönig“, der in der Vergangenheit auch Schlagzeilen als Stripper machte und einmal eine Beziehung zum mitcampenden Model Gina-Lisa Lohfink hatte, musste sich im Finale gegen die als TV-Maklerin bekannt gewordene Hanka Rackwitz (Platz 2) und „It-Boy“ Florian Wess (Platz 3) durchsetzen. Wess beschrieb das Finalteam so: „Die Durchgeknallte, der Stripper und der Botox-Boy.“

Vor allem Rackwitz wird bei vielen im Gedächtnis bleiben wegen ihrer Phobien. Dass sie es bis ins Finale schaffte, könnte auch daran gelegen haben, dass sie versuchte, über sich hinaus zu wachsen. Im australischen Urwald habe sie auch wieder „angstfreie Zeit“ erlebt, resümierte sie stolz im Finale.

Eine Bildergalerie mit allen bisherigen Dschungelmajestäten finden Sie hier:

Die bisherigen Dschungelkönige

Die elfte Ausgabe der Dschungelshow hatte am 13. Januar vielversprechend im australischen Urwald begonnen – mit pikanten Beichten und Erzählungen über einschneidende Erlebnisse. Da wären zum Beispiel Alkohol- und Drogenmissbrauch bei einigen. Im weiteren Verlauf entstand dann hin und wieder der Eindruck, dass der letzte Kick und das I-Tüpfelchen fehlen könnten. Und das, obwohl der Sender den Ekelfaktor in den Dschungelprüfungen erhöht hatte.

Es fehlt im Unterschied zu den letzten Jahren längerfristige direkte Konfrontation wie etwa zwischen Helena Fürst und Thorsten Legat.

Medienwissenschaftler Joan Bleicher

Die Medienwissenschaftlerin Joan Bleicher von der Uni Hamburg resümierte in einem Zwischenfazit vor dem Halbfinale: „Es fehlt im Unterschied zu den letzten Jahren längerfristige direkte Konfrontation wie etwa zwischen Helena Fürst und Thorsten Legat.“ Die TV-Anwältin und der Ex-Fußballprofi waren im Dschungelcamp Nummer zehn so etwas wie das Streit-Dream-Team gewesen. Fürst brachte Legat (sein Leitspruch war „Kasalla“) regelmäßig auf die Palme. Bei der zehnten Ausgabe wurde schließlich Sänger Menderes Bagci zum „Dschungelkönig“ gekrönt.

Trotz Harmonie im jetzigen Pritschenlager und dem Willen, füreinander da zu sein, war dann irgendwann das Maß auch mal voll. Model-Ex Alexander „Honey“ Keen etwa ließ seine Mitcamper darben, weil er bei einer Dschungelprüfung für Essensrationen passte. Der Grund? Ein dicker Hals und eine Bronchitis. Damit brachte er seine Mitbewohner gegen sich auf, auch weil er dabei lächelte.

Schafften es beide nicht ins Finale: Alexander „Honey“ Keen und Gina-Lisa Lohfink Foto: RTL – alle Infos zu ’Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!‘ im Special bei RTL.de: <a target="_blank"
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Schafften es beide nicht ins Finale: Alexander „Honey“ Keen und Gina-Lisa Lohfink Foto: RTL – alle Infos zu ’Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!‘ im Special bei RTL.de: <a target="_blank" id="d10620984e457" href="http://www.rtl.de/cms/sendungen/ich-bin-ein-star.html" title="">www.rtl.de/cms/sendungen/ich-bin-ein-star.html</a>

Zum Ende hin war die Stimmung im Camp etwas gedämpft. Terenzi sagte im Halbfinale: „Noch eine Woche und ich werde wahnsinnig.“ Rackwitz erntete für ihre Redebedürftigkeit, aber auch für die Phobie vor Schmutz und für ihre Ticks bei anderen Kandidaten leere Blicke, tiefes Durchatmen und den ein oder anderen Kommentar.

Keiner geht freiwillig

In diesem Jahr brach keiner der zwölf Kandidaten das Urwald-Spektakel ab, sie wurden stattdessen vom RTL-Publikum nach und nach rausgewählt. Vor dem Finale mussten diese Promis ihre Sachen packen: die Neue-Deutsche-Welle-Sängerin Fräulein Menke, Sängerin Sarah Joelle Jahnel, die Schauspieler Markus Majowski und Nicole Mieth, Model Gina-Lisa Lohfink, Model-Ex Alexander „Honey“ Keen, Mallorca-Auswanderer Jens Büchner, Reality-Star Kader Loth und Ex-Fußballer Thomas Häßler.

Das Dschungelcamp ist für den Sender seit Jahren ein Quotengarant. Und auch dieses Mal schalteten jeden Tag Millionen ein. Bevor es dem Ende zuging, sah es allerdings so aus, dass diese Ausgabe den Durchschnitts-Wert vom Vorjahr (rund 7,1 Millionen) nicht ganz erreichen wird. Bis vor dem Halbfinale sahen im Schnitt gut 6,5 Millionen zu.

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