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Coronatests für jeden: Kabinett berät

Trotz Kritik sollen sich in Bayern alle Menschen auch ohne Symptome kostenlos auf das Coronavirus testen lassen dürfen.

Ein Wissenschaftler zeigt einen Corona-Schnelltest. Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
Ein Wissenschaftler zeigt einen Corona-Schnelltest. Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

München.Das Kabinett will heute das entsprechende Testkonzept beschließen. Im Kern fußt der Plan auf einer am Mittwoch in Kraft tretenden Vereinbarung des Freistaats mit der Kassenärztlichen Vereinigung. Diese sieht Testmöglichkeiten bei niedergelassenen Vertragsärzten vor. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sagte am Montag, dass zunächst ein dreistelliger Millionenbetrag für die Kosten bereitgestellt werde. Offen ist aber, für welchen Zeitraum.

Neben den Tests für Menschen mit und ohne Symptome – für Letztere sind bereits jetzt Tests kostenlos möglich – sieht das Konzept auch vor, die freiwilligen Tests in Einrichtungen mit gefährdeten Personen etwa in Pflege- und Altenheimen sowie in Krankenhäusern auszubauen. Gleiches gilt für Tests von Lehrern und Erziehern. Geplant ist auch eine Testoffensive bei Schlachthöfen, Zerlege- und Fleischverarbeitungsbetrieben. Wer Symptome hat, soll innerhalb eines Tages getestet werden und 24 Stunden später sein Ergebnis haben. Ohne Symptome dauert es etwas länger: ein Test in 48 Stunden und ein Ergebnis in einer Woche.

Sowohl Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) als auch andere Bundesländer hatten die Ankündigung Bayerns massiv kritisiert und vor einem trügerischen Sicherheitsgefühl gewarnt. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Huml hatten dies aber zurückgewiesen. In Bayern gibt es derzeit Laborkapazitäten für rund 21.000 Corona-Tests pro Tag. Seit Beginn der Pandemie wurden in Bayern knapp 1,1 Millionen Tests durchgeführt.

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