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Eismacher

Eiszeit in der Küche

Sommer in der Stadt und eine Abkühlung gefällig? Fabian Geissler und Judith Nikula zeigen, wie sich Eis ganz leicht selbst machen lässt.
Von Fabian Geissler und Judith Nikula

Zufriedener Jung-Eismacher: Fabian Geissler Foto: Nikula

Passau.Es ist ein heißer Sommertag, das Thermometer kocht bei 32 Grad und die Warteschlange vor der angesagtesten Eisdiele der Stadt ist so lang wie nie. Jetzt eine kühlende Erfrischung, das wär’s. Doch einen fiesen Sonnenbrand beim Anstehen in der Schlange riskieren? Darauf verzichten wir dankend. Die Lösung: Eis selber machen. Doch wie geht das eigentlich?

Der Blick ins Kochbuch überrascht uns: Selbstgemachtes Eis ist preiswerter und viel einfacher herzustellen als gedacht. Frei von Konservierungsstoffen, fett- und zuckerärmer als Eissorten aus dem Supermarkt oder der Eisdiele. Bei den Geschmacksrichtungen sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, jede Kreation ist möglich. Wir entscheiden uns für ein „Erdbeer-Bananen-Joghurt-Eis“ – los geht’s.

Für unser Wunscheis benötigen wir 500 Gramm frische Erdbeeren, ebenso viel Naturjoghurt und drei Bananen. Man braucht lediglich einen Mixer und ein Gefrierfach, um die Zutaten in Eis zu verwandeln. Das für eine Eismaschine eingesparte Geld kann getrost in leckere, frische Zutaten investiert werden. Diesem Rat folgen wir nur zu gerne. Deshalb verwenden wir deutlich größere Mengen als das Rezept angibt, haben eben Heißhunger.

Zunächst wird das Obst von Strunk und Schale befreit, in kleine Stücke geschnitten und in ein Gefäß gegeben. Das war schon mal sehr einfach. Danach den Joghurt unterrühren, das Ganze mit einem Mixer verkleinern und anschließend in die gewünschte Form abfüllen. Kleiner Geheimtipp von uns: Anschließend die Schüssel ausschlecken – das steht zwar nicht im Rezept, schmeckt aber ziemlich gut. Bevor wir das Eis endgültig genießen können, muss es für mindestens vier Stunden in die Gefriertruhe. Nichts für Ungeduldige, aber dann – Voilà, bon appetit.

Für Naschkatzen empfiehlt das Kochbuch übrigens eine Packung Vanillezucker zusätzlich. Oder Honig, so süßten die Chinesen Schnee bereits vor mehr als 3000 Jahren. Das beste Eis gibt es heute allerdings wohl in Italien. Über die Jahrtausende sind immer verrücktere Kreationen entstanden, bis hin zum Eis des Jahres 2014: Birne mit Parmesan.

Unsere eher klassische Variante schmeckt uns richtig gut. Weniger cremig als vom Eismann, dafür können wir sagen: das haben wir selbst gemacht. Freudiges Warten auf das eigene Werk aus dem Eisschrank inklusive. Unsere Freunde streiten sich schon um die letzte Portion.

Zufrieden sitzen wir auf dem Balkon und fantasieren die Geschmacksrichtungen für die nächsten Versuche. Wie wäre es mit Kaugummi? Oder Biereis? Eis selber machen – eine tolle Idee für den Sommer! Und falls einen doch der innere Schweinehund besiegt und die Kraft für Kreatives nimmt, dann kann man sich immer noch einreihen in der Warteschlange vor der Eisdiele.

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