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Ingenieure schrauben am Klima - Do. 19.03. - 3sat: 20.15 Uhr

Abenteuer Klima-Rettung

Der Erde droht der Klimakollaps. Doch Forscher haben bereits Methoden erdacht, wie ein Untergang doch noch zu verhindern sein könnte. Die Lösungsansätze klingen mitunter abenteuerlich.

  • Der Autor Ingolf Baur erfährt unter anderem auf Island oder in der Schweiz von unterschiedlichen Strategien, um das Klima doch noch zu retten. Foto: ZDF / SRF
  • David Keith (links) von der Harvard University hat eine verwegene Idee, um das Sonnenlicht zu dimmen. Er will Millionen Tonnen an Schwefel in die Stratosphäre "kippen". Foto: ZDF / SRF
  • Edda Sif Arradotir treibt auf dem Gelände von Reykjavik Engergy ganz eigene Forschungen voran. Autor Imgolf Baur ist erstaunt. Foto: ZDF / SRF
  • In Island wollen Forscher das klimaschädliche CO2 aus der Atmosphäre fischen und im Untergrund oder der Tiefsee versenken. Foto: ZDF / SRF
  • Gert Scobel diskutiert in seiner Gesprächsrunde über das "Leben mit dem Klimawandel". Foto: ZDF / Jana Kay

Die Warnungen und Prophezeiungen kommen beinahe täglich. Und es wird immer düsterer: Der Zeitpunkt, an dem die Folgen des Klimawandels nicht mehr aufzuhalten sein sollen, soll deutlich schneller erreicht werden, als bisher angenommen. Nach Meinung einiger führender Klimaforscher sollen einige der "Kipppunkte", nach denen Ökosysteme kaum mehr gerettet werden könnten, selbst wenn die Menschheit schlagartig emissionsfrei leben würde, bereits überschritten sein. Als warnende Beispiele dienen der Eisschild der Westantarktis, der unaufhaltsam schrumpft, der östlichen Antarktis drohe ein ähnliches Schicksal. Auch auf der Nordhalbkugel gingen die Eisflächen dramatisch zurück, heißt es. Sollte diese Entwicklung nicht gestoppt werden, könnte der Meeresspiegel in den kommenden Jahrtausenden um bis zu zehn Meter steigen.

Ingolf Baur hat für seinen Film "Ingenieure schrauben am Klima" einige der Forscher getroffen, die zum Teil geradezu fieberhaft an Lösungen arbeiten. Bei 3sat sind ihre Methoden nun in Erstausstrahlung zu sehen. Allerdings klingen einige ihrer Ideen für die Rettung des Klimas und somit der Erde durchaus abenteuerlich. Werden sie funktionieren?

David Keith von der Harvard University in den USA beispielsweise setzt auf "Solar-Geoengineering". Erste Experimente lotet er bereits aus. Die Idee von Keith: Flugzeugflotten kippen alljährlich Millionen Tonnen Schwefel in die Stratosphäre. Dadurch soll dort ein Teil des einfallenden Sonnenlichts zurück ins All reflektieren werden. Was verwegen anmutet, hat aber einen ganz natürlichen Ursprung. Der Forscher erklärt, bei Vulkanausbrüchen passiere nichts anderes.

Nicht hoch in die Luft, sondern tief in den Boden treibt es isländische Wissenschaftler. Sie filtern Kohlendioxid mit einem besonderen Verfahren aus der Luft. In der Folge wird es rund 2.000 Meter tief ins Basaltgestein gepumpt. Besonders verblüffend ist: Nach wenigen Monaten reagiert der angebliche Klimakiller chemisch und verwandelt sich in Stein.

Im Anschluss an die Wissenschaftsdokumentation am Donnerstagabend bei 3sat diskutiert Gert Scobel ein vergleichbares Thema. Ab 21 Uhr beschäftigt er sich mit der Zukunft und blickt darauf, wo und wie die Menschheit in Zeiten des fortgeschrittenen Klimawandels leben wird.

Andreas Schoettl

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