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Erzfreunde Trump und Putin - Di. 17.03. - ARTE: 20.15 Uhr

Auf nichts geeinigt

Sie eint, dass sie ihre Länder jeweils wieder sehr "groß" machen wollen. Doch was verbindet Donald Trump und Wladimir Putin sonst? Eine umfangreich recherchierte Dokumentation wagt den Versuch einer Analyse der Beziehung zweier Alpha-Männer.

  • Sie trafen bislang nur bei internationalen Spitzentreffen, etwa dem G20-Gipfel in Hamburg, aufeinander: Wladimir Putin (links) und Donald Trump. Foto: ARTE / The White House
  • Wladimir Putin (links) und Donald Trump eint dieselbe Mission: Sie wollen ihre eigenen Länder jeweils wieder groß machen. Foto: ARTE / The White House
  • Wie überraschend war seine Wahl wirklich? Seit Januar 2017 ist Donald Trump der Präsident der USA. Foto: ARTE / The White House
  • Die Beziehungen zwischen den USA und Russland gelten als so schlecht wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr. Einen Grundstein hierfür legte der ehemalige US-Präsident Barack Obama - sagen zumindest Obama-Kritiker. Foto: ARTE / The White House

Unter dem schlagenden Hauptmotto "Make America Great Again" entschied Donald Trump - ganz entgegen dem Kalkül vieler Polit-Experten - im November 2016 die US-Präsidentschaftswahlen für sich. Seit 2012 sitzt der Unternehmer als "mächtigster Mann der Welt" recht sicher im Weißen. Anders als in der zunächst teilweise geradezu geschockten "westlichen Welt" verhielten sich die Reaktionen rund 8.000 Kilometer entfernt. Moskau begrüßte die Wahl. Trump soll sogar der Wunschkandidat Wladimir Putins gewesen sein, heißt es.

Mit Trump und dem russischen Staatspräsidenten Putin stehen zwei sogenannte Alpha-Männer ihren jeweiligen Ländern vor. Sie eint, dass sie ihre Nation wieder groß machen oder eben zurück zur Supermacht führen wollen. Reicht diese Übereinstimmung aus, die russisch-amerikanischen Beziehungen neu zu beleben? Oder stehen sie sich auf ewig als kraftstrotzende Kontrahenten gegenüber? Claire Waldings Film "Erzfreunde Trump und Putin" sucht nach Antworten. Bei ARTE ist der Beitrag nun innerhalb des Themenbandes "20 Jahre Putin" zu sehen.

Umfangreich recherchiert und belegt mit zahlreichen Originalzitaten Trumps und Putins sowie kommentiert von Journalisten oder Polit-Beratern auf beiden Seiten kommt der Parforceritt durch die jüngste Geschichte Russlands und der USA nur zu einem eher spärlichen Ergebnis. Offenbar, so der hier getroffene Schluss, kann man Trump und Putin nicht als Feinde bezeichnen. Und eine mögliche freundschaftliche Zusammenarbeit gestaltet sich aus verschiedenen Gründen kompliziert: etwa der Aufarbeitung der Präsidentschaft Barack Obamas, den Wirren des Syrienkonflikts, einer westlichen Einflussnahme in die Belange der Ukraine oder den wiederkehrenden Manipulationsvorwürfen Russlands bei den US-Wahlen von 2016. Je nach Perspektive. Der russische Journalist Michail Sygar sagt: "In all der Zeit haben wir nicht das kleinste Resultat gesehen. Das bedeutet doch, dass sie sich nie auf etwas geeinigt haben."

Ein Abend für Putin

Dass Wladimir Putin im März 2000 zum ersten Mal die Präsidentschaftswahlen in Russland gewann, nimmt ARTE zum Anlass, dem Thema "20 Jahre Putin" einen ganzen Abend zu widmen. Dem Film "Erzfreunde Trump und Putin" folgt ab 21.45 Uhr die Dokumentation "Propaganda 3.0 - Putin und der Westen". Paul Moreira zeigt in seiner investigativen Reportage auf, wie der Kreml via Medienbeiträgen versuchen soll, poltischen Einfluss im Westen zu nehmen.

"Putins Zeugen" ab 23.25 Uhr hingegen bleibt sehr nahe an der Person Wladimir Wladimirowitsch Putin. Regisseur und Autor Vitaly Mansky hat den Aufstieg des starken Mannes Russlands sehr nah begleitet. Er ist so in der Lage, mitunter bislang unveröffentlichtes Material zu präsentieren.

Andreas Schoettl

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