MyMz

Sophia Loren - Porträt einer Diva - Di. 24.12. - ARTE: 22.00 Uhr

Das Leben einer Ikone

Mal spielte sie eine Mutter, mal eine Hure, mal eine schelmische Tänzerin oder eine verstörte Madonna: Die große Sophia Loren verstand sich auf alle Frauenrollen.

  • Ausgangspunkt waren für die am 20. September 1934 geborene Schauspielerin Neapels Armutsviertel, doch mit den Stationen Hollywood und Cinecittà wurde Sophia Loren zum lebenden Mythos und Urbild Italiens. Foto: ARTE / AGIP / Bridgeman Images
  • Sophia Loren prägte mit ihrem aufreizenden Körper und ihren facettenreichen Rollen eine ganze cineastische Epoche. Mal spielte sie eine Mutter, mal eine Hure, mal eine schelmische Tänzerin oder eine verstörte Madonna. Foto: ARTE / AGIP / Bridgeman Images
  • Lange Nase, breite Hüften, großer Mund, dunkle Haut, hochgewachsen und frei - an Sophia Loren ist alles maßlos. So spektakulär wie ihr Image ist auch ihr Leben. Foto: ARTE / Collection Christophel

Ihre Pulloverrollen mit ausladenden Formen und frivolen Blicken machten Sophia Loren (85) nach einem Schönheitswettbewerb früh berühmt, und ihr Verehrer Carlo Ponti wies ihr auch in Hollywood weiter diesen Weg. Doch der Regisseur Vittorio de Sica wurde zu einem Wegbegleiter, der sie zur wirklich großen Schauspielerin werden ließ.

Im ARTE-Filmporträt "Sophia Loren - Porträt einer Diva" gelingt es der Pariser Autorin Julia Bracher, den Leinwand-Glamour der ungelernten Schauspielerin aus Pozzuoli bei Neapel, die von der allein lebenden Mutter gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester großgezogen und zum Filmstar gebrieft wurde, sehr schlüssig mit biografischen Details zu verbinden. TV-Ausschnitte, wie aus der Ratesendung "What's my line?" aus ihrer Zeit in Hollywood, oder frühe, noch unbeholfene Statements ("Ich will Schauspielerin werden!") helfen dabei, und die "Skandale" der prüden 50-er, die ein Leben zwischen verheirateten und sie begehrenden Männern wie Carlo Ponti oder Cary Grant verursachten, sind Stationen in diesem nicht bloß nostalgischen Dokument.

Naturgemäß fehlen aber auch die schönsten Szenen aus großen Filmen nicht. Das Porträt zeigt Sophia Loren, die vor vielen Jahren der Ruhe wegen an den Genfersee zog, in Filmen wie "Schade, dass du eine Kanaille bist" oder in ihrer Oscar-gekürten Rolle in "Und dennoch leben sie" von 1960, in frivolen Italo-Komödien bis zu ernsthaften Besatzungsdramen ihres einfühlsamen Begleiters, Regisseurs und Lehrmeisters Vittorio de Sica.

Hans Czerny

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht