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Kampf ums Land - Do. 03.10. - ARD: 19.15 Uhr

Das Staatsoberhaupt ringt um den Zusammenhalt

Wie steht es um den gesellschaftlichen Frieden in Deutschland - 30 Jahre nach dem Mauerfall? Das ist eine der ganz großen Fragen, die nicht nur Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beschäftigt. Eine Reportage versucht sich an Antworten.

  • Der 94-jährige Eberhard Mönch (rechts) ist dem Staatsoberhaupt Frank-Walter Steinmeier sehr dankbar. Der Mann, der einst Stalingrad überlebt hat, wähnt sich heute im besten Deutschland, das er je erlebt hat. Foto: ARD / rbb
  • Der Automechaniker Erhart Klinger lebt zwischen Moscheen und den verkommenen Problemhäusern der Roma im nördlichen Ruhrgebiet. Er setzt sich ein für den Erhalt von Schützenverein und Karneval. Foto: ARD / rbb
  • Der in Duisburg geborene Unternehmer Tercan Küccük wünscht sich die Wertschätzung, die Menschen mit einem deutschen Namen seiner Meinung nach erfahren. Foto: ARD / rbb
  • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sucht das Gespräch. Mit den Kontakten zu den Bürgern will er helfen, die Risse innerhalb der Gesellschaft zu kitten. Foto: ARD / rbb

Laut einer neuen Studie geben sich die Bundesbürger optimistischer, sie sind weniger von Ängsten geplagt als in den vergangenen Jahren. Angeblich sei die Stimmung so gut, wie seit 25 Jahren nicht mehr, ließ erst kürzlich die R+V-Versicherung mit ihrer Umfrage "Die Ängste der Deutschen" wissen. Ist dem wirklich so? Starke Zugewinne für die Partei AfD bei den letzten Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg lassen Zweifel aufkommen. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sieht die Demokratie ernsthaft in Gefahr. Die rbb-Autoren Stefanie Stoye, Torsten Mandalka und Olaf Sundermeyer haben das Staatsoberhaupt bei seinem Versuch begleitet, die Demokratie zu retten. Immer wieder führten sie für ihren Beitrag "Kampf ums Land" Interviews mit ihm. Das Agieren des Bundespräsidenten wird dabei in ihrem Film der dramaturgische rote Faden. Und die Filmmemacher sind noch weiter gegangen. Sie haben sich ein Jahr entlang der gesellschaftlichen Risse bewegt. In Sachsen und in Nordrhein-Westfalen trafen sie Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Es sind diejenigen Menschen aus Ost und West, die Steinmeier doch so gerne miteinander versöhnen will.

Da ist beispielsweise der Automechaniker Erhart Klinger. Zwischen Moscheen und den verkommenen Problemhäusern der Roma im nördlichen Ruhrgebiet setzt er sich ein für den Erhalt von Schützenverein und Karneval. Er hat darüber den Glauben an seine eigene Partei verloren, die CDU. Ihm gegenüber steht Tercan Küccük. Der in Duisburg geborene Unternehmer wünscht sich eine vergleichbare Wertschätzung, wie sie Menschen mit einem deutschen Namen erfahren würden. Im Osten hingegen ist Martina Angermann, eine Bürgermeisterin im Landkreis Görlitz, über Bedrohungen aus dem rechten Lager krank geworden. Die Lieder von Roland Kaiser können ihr auch kaum helfen. Der Sänger macht sich stark für demokratische Werte und Toleranz und richtet sich gegen Menschenfeindlichkeit. Steinmeier mag Roland Kaiser. Die beiden sind nach rbb-Angaben miteinander gut befreundet.

Andreas Schoettl

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