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Kino

Der Joker kommt in die Kinos

Der Film startet am 10. Oktober in Deutschland. Bereits seit 1960 ist der Joker bekannt – nicht nur aus Comics.
Von Sebastian Stahl

Die Filmszene des Films „Joker“ vom Regisseur Todd Phillips zeigt den Schauspieler Joaquin Phoenix. Der Goldene Löwe des Filmfestivals Venedig geht an den Psychothriller von US-Regisseur Todd Phillips.Foto: Niko Tavernise/Warner Bros. Entertainment/dpa
Die Filmszene des Films „Joker“ vom Regisseur Todd Phillips zeigt den Schauspieler Joaquin Phoenix. Der Goldene Löwe des Filmfestivals Venedig geht an den Psychothriller von US-Regisseur Todd Phillips.Foto: Niko Tavernise/Warner Bros. Entertainment/dpa

Regensburg.An diesem Donnerstag ist es so weit: Der neue Joker-Film startet in den deutschen Kinos. Bereits seit 1960 ist der Joker nicht nur in Comics, sondern auch auf der Filmleinwand und im Fernsehen zu sehen.

Der Joker ist ein Meisterkrimineller, ein Wahnsinniger und Besessener, dessen Erscheinungsbild einem gruseligem Clown stark ähnelt. Er ist ein magerer Mann, mit einem kreideweißen Gesicht, schwarz umrahmten Augenlidern, grünen Haaren und blutroten Lippen, die eigentlich immer zu einem teuflischen Grinsen verzogen sind. Der Joker trägt oft einen violetten Anzug, gelegentlich auch einen violetten Hut oder Mantel. Aber Vorsicht: am Anzug steckt des Öfteren eine Blume, die Säure verspritzen kann.

Joaquin Phoenix als Arthur Fleck/Joker in einer Szene des Films „Joker“.  Foto: Niko Tavernise/ Warner Bros./dpa -
Joaquin Phoenix als Arthur Fleck/Joker in einer Szene des Films „Joker“. Foto: Niko Tavernise/ Warner Bros./dpa -

Im Film „Batman – The Dark Knight“ verrät der Joker, dass seine Lieblingswaffe ein Messer ist, da er es genießt, die Schmerzen seiner Opfer zu spüren. Sein Markenzeichen ist allerdings eine Joker-Karte, die er bei seinen Verbrechen immer am Tatort hinterlässt. Der Joker ist ein absolut psychopathischer Verbrecher: Er entzieht sich jeder genaueren Klassifizierung seiner Vorgehensweise und seiner Motive, was immer wieder dazu führt, dass er unterschätzt wird. Das Einzige, was immer gleich bleibt, ist sein ungebremster Hang zur Komik, welcher jedoch in den meisten Fällen tödlich endet.

Darum geht es im Film

In Batman „The Dark Knight“ brillierte Heath Ledger noch in der Rolle des Comic-Schurken.  Foto: Warner/dpa
In Batman „The Dark Knight“ brillierte Heath Ledger noch in der Rolle des Comic-Schurken. Foto: Warner/dpa

Der Film spielt in der 80er Jahren in Gotham City. Arthur Fleck (Joaquin Phoenix) ist ein Verlierer, wie er im Buche steht. Während er sich daheim um seine kranke Mutter Penny (Frances Conroy) kümmert, wirbelt er im Auftrag einer Clown-Agentur Werbeschilder für Schlussverkäufe auf der Straße herum, mit denen er dann am Ende doch nur von Jugendbanden in den engen Gassen von Gotham City verprügelt wird. Sein Dasein ist keine Komödie, sondern viel mehr eine echte Tragödie. Eigentlich wollte der erfolglose und verarmte Stand-up-Comedian die Menschen nur zum Lachen bringen, doch alles was er von der Gesellschaft dafür zurückbekommt, ist Verachtung und Schläge. Dazu kommt das Flecks Geisteskrankheit durch die ständigen Demütigungen immer schlimmer wird und er nach und nach den Verstand verliert. In einer Welt, die seiner Meinung nach „immer verrückter“ wird, scheint er schließlich seine wahre Bestimmung einzig und allein auf der dunklen Seite zu finden – und wird Schritt für Schritt zum gefürchteten Joker.

Joaquin Phoenix als Arthur Fleck (Joker) Foto: Niko Tavernise/Warner Bros. Entertainment/dpa
Joaquin Phoenix als Arthur Fleck (Joker) Foto: Niko Tavernise/Warner Bros. Entertainment/dpa

Fünf Schauspieler sind schon in die Rolle des Jokers geschlüpft: Cesar Romero (TV-Serie „Batman“, 1960er), Jack Nicholson („Batman“, 1989), Heath Ledger („The Dark Knight“, 2008), Jared Leto („Suicide Squad“, 2016) und nun Joaquin Phoenix.

Joaquin Phoenix als Arthur Fleck in einer Szene des Films „Joker“ Foto: Niko Tavernise/Warner Bros. Entertainment/dpa
Joaquin Phoenix als Arthur Fleck in einer Szene des Films „Joker“ Foto: Niko Tavernise/Warner Bros. Entertainment/dpa

In Kanada und den USA ist der Film bereits angelaufen. Gleich zum Start stellte der Thriller einen neuen Rekord auf: Der Thriller spielte am ersten Wochenende 93,5 Millionen Dollar ein (etwa 85 Millionen Euro) – damit gelang dem Film von Regisseur Todd Phillips der beste Oktober-Start überhaupt und das viertgrößte Start-Ergebnis für einen FSK-16-Film. Der Film übertraf damit die Erwartungen. Er wird aber auch kritisiert und sorgte für Schlagzeilen, insbesondere aufgrund der Gewaltdarstellungen im Film.

8 Fakten die sie noch nicht über den Joker wussten:

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