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Die Netflix-Serie "The I-Land" spielt mit dem Horror auf der Trauminsel

Die Netflix-Serie "The I-Land": Albtraum unter Palmen

In der neuen Hochglanz-Horror-Actionserie müssen zehn Freunde, die es unter mysteriösen Umständen auf eine abgelegene tropische Insel verschlagen hat um ihr Überleben kämpfen. Neues Schau- und Staun-Futter der Nobel-Klasse - in sieben Folgen.

  • Bald verstehen die Inselbewohner, dass Gewalt eine realistische Handlungsoption ist. KC (Kate Bosworth) setzt sich zur Wehr. Foto: Netflix
  • Die neue Netflix-Serie "The I-Land" führt ihr Personal, aber auch ihre Zuschauer ab 12. September an die Grenzen der Belastbarkeit. Foto: Netflix
  • Die erste Maxime des Alltags auf der Insel lautet: Überleben. Chase (Natalie Martinez, rechts) und Moses (Kyle Schmid) sehen die Entwicklungen mit großer Sorge. Foto: Netflix
  • Gestrandet auf der Trauminsel, angekommen im Psycho-Gruppendynamik-Horror. Moses (Kyle Schmid, links) versucht für Ordnung zu sorgen. Foto: Netflix
  • Die grausame Realität auf der Trauminsel wirft bange Fragen nach der Zerbrechlichkeit menschlicher Identitäten auf. KC (Kate Bosworth, links) und Chase (Natalie Martinez) geraten an die Grenzen der psychischen Belastbarkeit. Foto: Netflix
  • Ein zynischer Spielleiter treibt die Insel-Insassen an. Foto: Netflix
  • Die unfreiwilligen Inselbewohner sehen sich mit brutalten Gewaltausbrüchen konfrontiert. Foto: Netflix
  • Noch weiß niemand, was sich im dichten Dschungel verbirgt und welche Geheimnisse die Insel bereit hält. Foto: Netflix
  • Die Konflikte in der Gruppe spitzen sich schnell zu. Foto: Netflix

Dass der Albtraum oft an den schönsten Plätzen der Welt zu Hause ist, hat Tradition im Film- und Fernsehgeschäft. Auf eine ansonsten offenbar komplett menschenleere tropische Insel hat es zehn junge bis mittelalte Menschen verschlagen. Sie wachen eines Morgens auf, ohne auch nur den Funken einer Erinnerung oder Erklärung, wie sie auf das vermeintliche Traum-Eiland gekommen sind. Doch schon bald brechen fürchterliche Kämpfe aus. Und Blut färbt den Sand.

Die neue Netflix-Serie "The I-Land", die am Donnerstag, 12. September, weltweit ihre Premiere feiert, spielt mit den Urängsten vieler Menschen, was Einsamkeit, Ausweglosigkeit und extreme Panik angeht. Und sie führt natürlich auch ihre schaulustigen Zuschauer zunächst einmal ordentlich an der Nase herum. Völlig unklar erscheint nämlich lange, was das Geheimnis der Insel mit dem elektronisch-digitalen Markennamen ausmacht. Nach und nach kommen die Zivilisationsfernen darauf, dass keine Gewissheiten, was Ethik, Mitmenschlichkeit und Solidarität in der Ausweglosigkeit angeht, unter den Palmen gelten.

"Lost"-Fans dürften begeistert sein

Erfolgsproduzent Neil LaBute, Schöpfer der "Van Helsing"-Filme, die ähnlich brutal hohe Schauwerte und maximale Gewaltexzesse zusammenbringen, treibt sein ausgesetztes Personal in einen wahren Nervenkrieg. Schon bald wird klar, dass die extremen physischen wie psychischen Herausforderungen des rätselhaften Geschehens auf der Insel alle Beteiligten an die Grenzen der Humanität führen werden. Man kennt das. Und trotzdem sieht man Stars wie Kate Bosworth ("Superman Returns"), die zuletzt schon in der düsteren Dystopie-Serie "SS-GB" glänzte, oder Alex Pettyfer ("Der Butler", "Magic Mike") gerne beim Durchdrehen zu.

"The I-Land" ist ein nervenaufreibendes Stück Fernsehunterhaltung, bei dem Netflix mit den Erwartungen von Fans von Erfolgsserien wie "Lost", aber auch der "Hunger Games"-Filmreihe, spielt. Alle gegen alle, mit je einer Prise Horror und Sex - das Prinzip garantiert eigentlich immer ein sündiges Vergnügen.

Rupert Sommer

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