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Die Notregierung - Ungeliebte Koalition - Mo. 02.12. - ARD: 20.15 Uhr

Eine Regierung, die keiner will?

"Ist das auf Kompromiss ausgerichtete Modell der Volksparteien ein Auslaufmodell?", fragt der preisgekrönte Filmemacher Stephan Lamby in seiner neusten Dokumentation. Von Frühjahr 2018 bis heute begleitete er das Wirken der Großen Koalition und führte viele Gespräche jenseits politischer Worthülsen.

  • Stephan Lambys neuer Film untersucht - als Langzeitprojekt - das Scheitern der noch aktuellen Koalition im Bund. Hier ist der Autor im Gespräch mit Annegret Kramp-Karrenbauer bei deren Wahl zur CDU-Vorsitzenden auf dem Parteitag in Hamburg am 07.12.2018. Foto: SWR / ECO Media TV-Produktion
  • Bundeskanzlerin Angela Merkel und die neue CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer haben viel zu tun, wirken aber manchmal auch etwas ratlos. Foto: SWR / ECO Media TV-Produktion
  • Bundesinnenminister Horst Seehofer in "seinem" Berliner Ministerium: Ein Mann war schon ein paar Mal gefühlt zurückgetreten, ist aber immer noch da. Foto: SWR / ECO Media TV-Produktion
  • Autor Stephan Lamby (rechst) mit dem Juso-Vorsitzenden und SPD-Hoffnungsträger Kevin Kühnert, von dem man zwischenzeitlich dachte, er könne der Retter der SPD werden. Doch dann trat der mittlerweile 30-Jährige nicht beim Kampf um das Amt des SPD-Vorsitzenden an. Foto: SWR / ECO Media TV-Produktion
  • Andrea Nahles hatte während ihrer Ära als Chefin einer alten Volkspartei wenig zu lachen: die damalige SPD- Vorsitzende beim Landesparteitag NRW in Bochum, 23.06.2018 Foto: SWR / ECO Media TV-Produktion
  • YouTuber Rezo löste mit seiner Regierungskritik im Mai 2019 ein mittelschweres politisches Beben aus. 15 Millionen sahen seine Abrechnung mit der CDU. Foto: SWR / ECO Media TV-Produktion
  • Autor Stephan Lamby mit Finanzminister Olaf Scholz bei der SPD- Regionalkonferenz in Neumünster, 21.9.2019. Foto: SWR / ECO Media TV-Produktion

Als am 24. September 2017 ein neuer Bundestag gewählt wurde, zeichnete sich ein Jamaika-Bündnis der Union mit FDP und Grünen ab. Doch es kam anders. Nach rekordverdächtig langem Herumlarvieren bildete sich im Frühjahr 2018 erneut eine Große Koalition, die offenbar von kaum einem der Koalitionäre selbst gewollt wurde. Alle Landtagswahlen und die Europawahl endeten für Union und SPD mit herben Niederlagen. Parallel zum Trend, dass die Volksparteien ohnehin massiv Anhänger verloren, taumelt die deutsche Regierung seitdem von Krise zu Krise. Alle Koaltionäre tauschten seitdem ihre Vorsitzenden, doch ein Effekt blieb aus. Stephan Lamby ("Die nervöse Republik"), vielfach preisgekrönter Politjournalist und Filmemacher, begleitete die Koalition für seine neue Dokumentation "Die Notregierung - Ungeliebte Koalition" über anderthalb Jahre.

Abseits des politischen Tagesgeschäfts führte Lamby viele Interviews, in denen Politiker erstaunlich offen über das Ende ihrer eigenen Polit-Karriere sprechen. Hat niemand mehr Lust, dieses Deutschland auf altbewährte, demokratische und kompromissorientierte Weise zu führen? Der "Cast" von Lambys Interviewpartnern kann sich dabei wie immer sehen lassen: Horst Seehofer, Annegret Kramp-Karrenbauer, Olaf Scholz, Lars Klingbeil und Armin Laschet sprechen "für" das Regierungslager. Auch Kritiker aus den verschiedenen Reihen kommen zu Wort, etwa Robert Habeck, Hans-Georg Maaßen, Kevin Kühnert, Rezo und eine 17-jährigen Schülerin. "Die Notregierung - Ungeliebte Koalition" läuft in der ARD-Reihe "Was Deutschland bewegt" zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr.

Eric Leimann

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