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Die Eifelpraxis - Herzenssachen - Fr. 23.08. - ARD: 20.15 Uhr

Einfach sympathisch

Zweimal "Eifelpraxis" (am 23. und 30. August) im Ersten: Als Dr. Chris Wegner und dessen fliegende Arzthelferin Vera Mundt erobern Rebecca Immanuel und Simon Schwarz erneut die Herzen und machen Kranke wieder gesund.

  • Turbulenter Alltag inmitten des beschaulichsten Idylls: Vera (Rebecca Immanuel) mit Martin Hürtgen (Andreas Pietschmann), seinem Sohn Fritz (Dennis Hofmeister) und dessen Freund Sören (Yuri Völsch). Foto: ARD Degeto/Hans-Joachim Pfeiffer
  • Chris (Simon Schwarz) wendet sich an die neue Krankenhausärztin Dr. Julia Hamacher (Anja Schneider). Fritz benötigt eine Operation. Foto: ARD Degeto / Hans-Joachim Pfeiffer
  • Um "Herzenssachen" unterschiedlicher Art kümmern sich Vera Mundt (Rebecca Immanuel) und Dr. Chris Wegner (Simon Schwarz) im achten Film der Reihe "Eifelpraxis". Foto: ARD Degeto / Hans-Joachim Pfeiffer
  • Die neue Krankenhausärztin Dr. Julia Hamacher (Anja Schneider) schätzt Veras Sohn Paul (Tom Böttcher) als Pfleger sehr. Foto: ARD Degeto / Christoph Assmann
  • Vera (Rebecca Immanuel, rechts) leistet erste Hilfe bei Fritz (Dennis Hofmeister). Mia (Mascha Schrader) und Fritz' Freund Sören (Yuri Völsch) sind geschockt. Foto: ARD Degeto / Hans-Joachim Pfeiffer
  • Vera (Rebecca Immanuel) sorgt sich um den 15-jährigen Fritz (Dennis Hofmeister) nach seinen Ohnmachtsanfällen. Foto: ARD Degeto / Christoph Assmann
  • Versorgungsassistentin Vera (Rebecca Immanuel) schafft es mit einem Trick, die kleine Patientin Thea (Jana Trottmann) zu überreden, ihre Medizin einzunehmen. Foto: ARD Degeto / Hans-Joachim Pfeiffer

Sie sind schon ein sehr eingespieltes Team, der Landarzt Dr. Chris Wegner (Simon Schwarz) und seine ambulante Helferin Vera Mundt (Rebecca Immanuel). Mit "Herzenssachen" gehen sie in die achte Folge der "Eifelpraxis"-Reihe aus dem Örtchen Monschau, das manchmal mitsamt seiner Burg sehr romantisch da liegt, manchmal aber auch hingewürfelt wirkt wie aus dem Legokasten. Es knistert zwischen den beiden und manchmal machen sie sich auch richtig Komplimente - allerdings nur beruflicher, nicht privater Art. Sie mögen sich, aber sie trauen sich nicht - und das seit Jahren. Das macht letztlich den Reiz dieser Reihe aus. Wann wird es endlich klappen? - Neben diesem Modell planetarischer Anziehungskraft spielen die Patientenfälle, mögen sie auch noch so dramatisch sein, eine bescheidenere Rolle.

Diesmal wird das Drama von der ererbten Herzkrankheit gegeben, die den 15-jährigen Fritz (Dennis Hofmeister) an den Rand des Todes bringt. Mehrfach schon ist er in Ohnmacht gefallen, aus der Anamnese des Jungen entsteht eine verzwickte Knofelei zwischen Vera und Chris, der - bekanntlich im Rollstuhl sitzend - nie die gute Laune verliert und seine Dialogfähigkeit behält. Vera ist bei der Diagnose immer einen Schritt voraus und fügt schließlich fast wie "Dr. House" ein Indizienpuzzle zusammen, das eine "sehr seltene" vererbbare Krankheit namens Brugada-Syndrom verrät, die tödlich enden kann.

Bei der Aufarbeitung mischt aber auch eine neue Ärztin am Krankenkaus namens Dr. Hamacher (Julia Schneider) mit. Gestreng und sperrig zunächst wie im richtigen Arztleben, dann aber die Initiative ergreifend, überzeugt sie gar ihren Chefarzt, mit ihr gemeinsam die fällige Schrittmacher-OP zu machen.

Dr. Hamacher ist es aber auch, die in der Mittagspause ganz beiläufig Vera fragt, ob Dr. Wegner denn eigentlich "Familie" habe. Ist sie etwa in ihn verknallt? Viel wichtiger ist es indessen, dass Fritz' Vater ein Geständnis macht. Er hat nämlich dessen Freund Sören in der Nacht umgefahren und sich ("dachte, das wäre ein Tier!") aus dem Staub gemacht. Offensichtlich gehen Fritz' Herzleiden und seine angstvolle Verweigerung einer dringend notwendigen OP auch auf die Zweifel am eigenen Vater zurück.

Die fliegende Arzthelferin Vera ist da das genaue Gegenstück: offen mit Rat und Tat für alle Patienten, die sie besucht. Sie kümmert sich rührend um die Kinder, die nun flügge werden - und deren Gäste obendrein: Wer zählt die Freunde, nennt die Namen? Insgesamt also wird man dieser Kreuzung aus "In aller Freundschaft" (fast ohne Skalpell) und "Schloss Einstein" (was die Kümmernisse der Jugendlichen betrifft) ihren freitagabendlichen Unterhaltungswert nicht absprechen können, obgleich sie mit ihren veflochtenen Handlungssträngen im wöchentlichen Serienzyklus, ganz wie die Vorbilder, viel besser aufgehoben wäre als mit (zuletzt) gerade mal zwei Sendungen im Jahr. - Eine weitere Folge, "Körper und Geist", läuft am 30.08. im Ersten.

Hans Czerny

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