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ZDF trifft Vorsorgemaßnahmen für Belegschaft

Erster Corona-Fall im ZDF: So reagiert der Sender

Jetzt hat auch das ZDF in Mainz seinen ersten Corona-Fall. Wie reagieren die Verantwortlichen?

  • Erster Corona-Fall im ZDF: Der Sender geht offen damit um und gibt bekannt, welche konkreten Maßnahmen nun getroffen wurden. Foto: ZDF/Hans-Jürgen Burkhard
  • Käpt'n Parger (Florian Silbereisen) hat Pause. Die Dreharbeiten für "Das Traumschiff" wurden gestoppt. Foto: ZDF / Dirk Bartling

Das ZDF meldet seinen ersten Corona-Fall und lässt gleichzeitig wissen, mit welchen Schritten nun darauf reagiert wird. Die ZDF-Geschäftsleitung habe am Wochenende umfangreiche Maßnahmen für die Sicherheit der Belegschaft beschlossen, heißt es in einer Mitteilung vom Sonntagabend, nachdem es seit Freitag den ersten bestätigten Fall einer Corona-Infektion im ZDF gebe. Zunächst hätten "Kontaktpersonen ihre Arbeitsplätze unmittelbar verlassen", alle seien nach Hause geschickt worden. Auch das Gesundheitsamt sei über den Vorgang informiert. Die wichtigste weitere Maßnahme auf dem Mainzer Lerchenberg ist nun: "Wo immer das möglich und vertretbar ist, soll Arbeit im Homeoffice umgesetzt werden." Die Regelung gelte "ab sofort und zunächst bis zum Ende der Osterferien".

"Wir müssen gemeinsam alles tun, um die Sendesicherheit, das Programm und die notwendigen Infrastrukturen aufrechtzuerhalten. In Zeiten wie diesen ist unser Programmauftrag wichtiger denn je", betont ZDF-Intendant Thomas Bellut. Die Gesundheit der ZDF-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter habe hohe Priorität. Die Führungskräfte seien daher aufgefordert, allen Mitarbeitern, die ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben, "eine besondere Fürsorge angedeihen zu lassen".

Neben der Homeoffice-Regelung geht es beim ZDF konkret auch um die Meetings. "Sitzungen und unmittelbare Kontakte finden nur noch statt, soweit dies für den Betrieb unabdingbar ist", heißt es aus Mainz. "Für den Austausch sollen Telefonate oder Schaltkonferenzen den Regelfall darstellen. Nach Möglichkeit soll nur noch ein Arbeitsplatz pro Raum besetzt werden." Bis auf Weiteres würden der ZDF-Mitteilung zufolge ab sofort "alle Workshops, Seminare und ähnliche Veranstaltungen abgesagt". Die Kantinen seien "für externe Gäste geschlossen".

"Traumschiff"-Dreh unterbrochen

Das ZDF hat in den vergangenen Tagen eine ganze Reihe interner Corona-Maßnahmen an die Öffentlichkeit getragen. Unter anderem war bereits darüber informiert worden, dass der "Traumschiff"-Dreh unterbrochen wurde. "Auch wenn das Risiko einer Infektion an Bord des 'Traumschiffs' momentan gering ist, wurde aufgrund der aktuellen Lage entschieden, den Drehplan anzupassen", hieß es. Die Dreharbeiten sollen nach Abschluss der Folge "Das Traumschiff: Kapstadt" pausieren. Es sei geplant, den Dreh der Schiffsszenen für die Folge "Das Traumschiff: Seychellen" zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen.

Ferner hat das ZDF "aufgrund der dynamischen Entwicklung in der Corona-Krise seine Besucherführungen im ZDF-Sendezentrum in Mainz und im ZDF-Hauptstadtstudio eingestellt". Sendungen mit Publikum wolle man "bis auf Weiteres ohne Zuschauer vor Ort" produzieren.

Bereits am 13. März hat Moderator Johannes B. Kerner auf seiner Instagramseite wissen lassen, dass er positiv auf das Corona-Virus getestet worden sei und es ihm gut gehe.

teleschau

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