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Terra X: Sieben Kontinente - ein Planet

"Es ging nur ein Hotelzimmer zu Bruch": Tierischer"Terra X"-Dreh stellt alles in den Schatten

Zahlreiche Tierarten tummeln sich auf der ganzen Welt - und leben in einer solchen Vielfalt, die sich der Mensch kaum vorstellen kann: Die Dokumentation "Terra X: Sieben Kontinente - ein Planet" zeigt die Faszination der sieben Kontinente - und auch die dort verborgenen Gefahren.

  • Manchmal sagen Bicke alles: In der zweiten Folge "Asien" geht es auch um die Goldstumpfnasenaffen, die in China beheimatet sind. Sie sind farbiger als viele andere Affen. Foto: ZDF / BBC / Nick Green
  • Die siebenteilige ZDF- und BBC-Dokumentation "Terra X: Sieben Kontinente - Ein Planet" zeigt die faszinierende Artenvielfalt (Bild: Weddellrobbe) auf den sieben Erdteilen unserer Erde - und auch, welchen Gefahren die Tiere ausgesetzt sind. Foto: ZDF / BBC / Espen Rekdal
  • Eine Kolonie von Königspinguinen lebt in der Saint Andrews Bay in Südgeorgien. Hier müssen sie ins eiskalte Wasser, um Fische zu fangen. Foto: ZDF / BBC / Fredi Devas
  • Die kleinen Küken des Graukopfalbatros müssen ganz brav auf ihren Nestern sitzen bleiben. Würden sie sich bewegen und an einen anderen Ort gehen, würden ihre Eltern sie nicht wieder erkennen. Foto: ZDF / BBC / Abigail Lees
  • Die Guanakos, die in der Folge "Südamerika" gezeigt werden, stammen aus der Familie der Kamele. Sie leben in Höhen bis zu 4000 Metern. Foto: ZDF / BBC / Chadden Hunter
  • Im Namadgi-Nationalpark in Australien leben viele Graue Riesenkängurus. Es ist das größte lebende Beuteltier auf der Welt. Foto: ZDF / BBC / Theo Webb
  • Der iberische Luchs lebt in Portugal und Spanien, ist allerdings schon sehr selten. Er steht sogar ganz oben auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Foto: ZDF / BBC / Barrie Briton
  • An der Küste von British Columbia in Kanada sind die Schwarzbären beheimatet. In der Folge "Nordamerika" achtet die Mutter sehr genau auf ihr Junges. Foto: ZDF / BBC / Chadden Hunter
  • Die Geparden sind die schnellsten Landtiere der Welt. Sie leben in dem Nationalpark Masai Mara in Kenia. Filmteams haben in der Folge "Afrika" festgehalten, wie sie auf Jagd gehen. Foto: ZDF / BBC / Kiri Cashell

"Es ging nur ein einziges Hotelzimmer zu Bruch: Eine Pavianhorde hatte sich auf der Suche nach Futter unerlaubten Zugang verschafft": Die kleine Anekdote im Vorwort von ZDF-Redaktionsleiter Peter Arens und "Terra X"-Leiterin Friederike Haedecke lässt einen schmunzeln. Wenig passiert, wenn man bedenkt, von welchem riesigen Projekt hier die Rede ist: Die siebenteilige ZDF-Dokumentation "Terra X: Sieben Kontinente - ein Planet" ist eine der größten Produktionen, die unter dem renommierten "Terra X"-Label bislang gesendet wurden. Ab Sonntag, 24. November, wie immer um 19.30 Uhr, wird die neue Dokureihe ausgestrahlt. Die Beiträge werfen einen Blick auf die vielfältigen und artenreichen Lebensräume auf unserem Planeten. Gezeigt wird auch, wie diese entstanden sind - und welchen Bedrohungen sie in naher Zukunft ausgesetzt sind.

Jeder der sieben Kontinente - Europa, Afrika, Asien, Südamerika, Nordamerika, Australien und die Antarktis - verfügt über eine ganz eigene, faszinierende Flora und Fauna. Mit modernster Technik begaben sich die Kamerateams rund um die talentiertesten Tierfilmer in die sieben, sehr unterschiedlichen Erdteile des blauen Planeten, um dort das Leben der Tiere, wie es heute ist, festzuhalten. Durchaus ambitioniert: Die Macher kamen am Ende bei 1.794 Drehtagen auf ein Filmmaterial von insgesamt 2.260 Stunden. Aufnahmen, auf denen 92 Tierarten zu sehen waren.

Der Aufwand war entsprechend: Winzige Kameras, Nachtsichtkameras sowie lautlose Drohnen halfen dabei, die Tiere aus nächster Nähe zu beobachten, ohne sie in ihrem natürlichen Verhalten zu stören. Es entstanden Filme, die mit ihren kräftigen Farben, ihren atemberaubend detaillierten Aufnahmen und einer nahezu perfekten Qualität die Tierwelt in mithin atemberaubender Realität abbilden.

Doch die traumhaften Aufnahmen der Tiere werden von einem großen Problem überschattet: der teils akuten Gefährdung. Manche Tierarten können sich an den verändernden Planeten noch anpassen, bei vielen wird es allerdings immer schwieriger. Der Lebensraum wird kleiner, die Nahrungssuche immer komplizierter. So treibt der Eisbär in Alaska bereits auf kleinen Schollen im Meer, um darauf zu warten, dass seine Beute vorbeischwimmt - sein Lebensraum ist in den letzten Jahren rapide geschrumpft. Wie lange er noch überleben kann, weiß keiner so genau. Ebenso wie viele Tierarten in Südamerika, die durch die Rodung der Regenwälder immer größere Teile ihres Lebensraums verlieren. Es werden Bilder gezeigt, die noch nie aufgenommen wurden - die aber wahrscheinlich auch nie wieder so erlebbar sein werden.

Sieben Lebenswelten unter der Musik von Hans Zimmer

An der aufwendigen "Terra X"-Dokumentation, die in Zusammenarbeit mit dem britischen Sender BBC entstand, arbeiteten 1.500 Menschen, unter anderen auch der bekannte Filmkomponist Hans Zimmer ("Der König der Löwen", "Inception", "Gladiator"). Von ihm stammt die musikalische Untermalung der Aufnahmen über die sieben verschiedenen, faszinierenden Tierwelten. Die dabei festgehaltenen Geschichten sind aber nicht nur beängstigend ob der drohenden Zukunft. Sie zeigen auch jede Menge echtes Tierleben: berührende Situationen zwischen Jungtieren und ihren Müttern, fesselnde Jagden nach Nahrung und spannende Kämpfe zwischen Männchen. Unterhaltsam ist das Ganze auch, weil nebenbei reihenweise kuriose Fakten frei Haus geliefert werden: Wer kennt zum Beispiel die Schlange, deren Schwanzspitze wie ein Insekt geformt ist?

Die sieben Folgen der ZDF- und BBC-Produktion "Terra X: Sieben Kontinente - Ein Planet" werden jeweils um 19.30 Uhr auf dem bekannten "Terra X"-Sendeplatz ausgestrahlt. Nach dem ersten Teil "Antarktis" wird in der Woche darauf "Asien" (Sonntag, 1. Dezember) gezeigt. Danach folgen "Südamerika" (Sonntag, 8. Dezember), "Australien" (Sonntag, 15. Dezember), "Europa" (Sonntag, 22. Dezember) und "Nordamerika" (Sonntag, 29. Dezember) und endet mit dem letzten Teil "Afrika" am Mittwoch, 1. Januar.

Sarah Kohlberger

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