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The Finest Hours - Sa. 28.03. - ProSieben: 20.15 Uhr

Heldenmut auf hoher See

Ein kleines Motorboot der Küstenwache trotzt einem tobenden Sturm, um zu einem havarierten Öltanker vorzudringen. Statt knallharter Action stehen hier Opferbereitschaft und Selbstlosigkeit im Vordergrund.

  • Offizier Daniel Cluff (Eric Bana, links) weiß, dass er seine Jungs, unter anderen Bernie Webber (Chris Pine, Mitte) und Andy Fitzgerald (Kyle Gallner), in "The Finest Hours" auf ein Himmelfahrtskommando schickt. Foto: ProSieben / Disney Enterprises, Inc. / Claire Folger
  • Der Kapitän ist tot, die havarierte SS Pendleton führerlos. Nur widerwillig übernimmt der Maschinist Ray Sybert (Casey Affleck) den Posten des Anführers. Foto: ProSieben / Disney Enterprises, Inc. / Claire Folger
  • Um Miriam (Holliday Grainger) heiraten zu dürfen, benötigt Bernie (Chris Pine) die Erlaubnis seines Vorgesetzten. Ob er sich deshalb der waghalsigen Mission angeschlossen hat? Foto: ProSieben / Disney Enterprises, Inc. / Claire Folger
  • Auf dem Festland macht sich die Küstenwache unter der Leitung von Steuermann Bernie (Chris Pine) bereit, eine Rettungsmission zu starten. Foto: ProSieben / Disney Enterprises, Inc.
  • Um seine Crew zu retten, geht Raymond (Casey Affleck) ein großes Risiko ein. Foto: ProSieben / Disney Enterprises, Inc. / Claire Folger
  • Den Heiratsantrag hatte die selbstbewusste Miriam (Holliday Grainger) kurzerhand selbst gemacht. Bald wollen die beiden vor den Traualtar treten - sofern Bernie (Chris Pine) lebend von seiner riskanten Rettungsmission zurückkehrt. Foto: ProSieben / Disney Enterprises, Inc. / Claire Folger
  • Das Motorboot der Küstenwache mit Andy Fitzgerald (Kyle Gallner) wirkt auf dem dunklen Ozean wie eine kleine Nussschale. Trotzdem laufen die Männer aus, um die Mannschaft der SS Pendleton zu retten. Foto: ProSieben / Disney Enterprises, Inc. / Claire Folger
  • Von Hightech keine Spur: In den 50er-Jahren war das Steuern und Warten von Schiffsmotoren noch echte Handarbeit. Ray Sybert (Casey Affleck) kümmert sich darum. Foto: ProSieben / Disney Enterprises, Inc. / Claire Folger

Ein pfeifender Sturm, haushohe Wellen und pechschwarzes Wasser: Am 18. Februar 1952 kämpfen vor der Küste Neuenglands in dieser unwirtlichen Umgebung gleich zwei Schiffsbesatzungen ums Überleben. Der Öltanker SS Pendleton wurde von der Wucht des Orkans auseinandergerissen, im Heck harren über 30 Besatzungsmitglieder aus. Da der Bug samt Brücke, Kapitän und Funkgerät bereits gesunken ist, hat der Ingenieur Raymond Sybert (Casey Affleck) die Führung der verängstigten Mannschaft übernommen - wenn auch etwas widerwillig. Jene Selbstlosigkeit und Opferbereitschaft stellt das Disney-Drama "The Finest Hours" in den Vordergrund, welches ProSieben nun zur Primetime wiederholt.

Während die Männer bangen, schickt die amerikanische Küstenwache unter der Leitung des diensthabenden Offiziers Daniel Cluff (Eric Bana) ein kleines Motorboot auf eine riskante Rettungsmission. An Bord dieses Himmelfahrtskommandos befinden sich vier Mann, am Steuer steht der junge, frisch verlobte Bernie (Chris Pine).

Spektakuläre Bilder und viel vergeudetes Potenzial

"The Finest Hours" erzählt vom alten Kampf Mensch gegen Natur. Zugrundegelegt hat Regisseur Craig Gillespie ("Fright Night") seinem Actionthriller eine wahre Begebenheit, die als eine der waghalsigsten Aktionen in der Geschichte der amerikanischen Küstenwache gilt - nachzulesen im Buch von Michael J. Tougias und Casey Sherman, das den gleichen Titel trägt wie der Film. Mit spektakulären Bildern, untermalt von bombastischem Sound, versucht Gillespie die Zuschauer für sein Heldenepos zu gewinnen. Doch das konventionell erzählte Actiondrama bietet nur wenig Neues und erinnert an ähnlich gelagerte Blockbuster wie "Der Sturm" mit George Clooney.

Zudem dauert es für einen Actionthriller verhältnismäßig lange, bis die Küstenwache endlich in See sticht, um die SS Pendleton zu bergen. Die eigentliche Rettungsaktion nimmt dagegen nur einen kleinen Teil ein, echte Actionfans könnten daher ein wenig zu kurz kommen. Positiv hervorzuheben ist allerdings die liebevolle, detailgetreue Ausstattung des Films: Gedreht wurde zum Teil auf historischen Schiffen und an Originalschauplätzen an der Ostküste der USA.

Letztlich gelingt es Gillespie leider nicht, aus seinen vielversprechenden Zutaten - hochkarätige Darsteller, wahre Schicksale und spektakuläre Bilder - einen überzeugenden Thriller zu machen. Einen echten Herzschlagmoment erlebt "The Finest Hours" erst, als kurz vor dem Abspann Fotos des echten Bernies und seiner Crew gezeigt werden. Sie lassen erahnen, welches Potenzial in dieser Geschichte gesteckt hätte.

Jasmin Herzog

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